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Autor Thema: Georgien? Ja!  (Gelesen 1172 mal)


Offline Ralla

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Re: Georgien? Ja!
« Antwort #105 am: 06.Jul.19 um 23:35 Uhr »
(das Abenteuer des Rückfluges war noch nicht bekannt).

Das Abenteuer des Hinflugs hast du bisher auch unterschlagen, oder?
Liebe Grüsse, Carola
 

'Fantasie haben heißt nicht, sich etwas auszudenken, es heißt, sich aus den Dingen etwas zu machen.' - Thomas Mann


Online Ruediger

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Re: Georgien? Ja!
« Antwort #106 am: 07.Jul.19 um 13:18 Uhr »
Als alter Revolutionär hebst Du die Faust zum Gruße?
Recht so, der Kampf geht weiter.
Beste Grüße

Rüdiger


Offline Niko

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Re: Georgien? Ja!
« Antwort #107 am: 09.Jul.19 um 22:56 Uhr »
(das Abenteuer des Rückfluges war noch nicht bekannt).

Deuten sich hier Analogien zum türkischen Abenteuer an?

Gruß Niko


Online Ruediger

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Re: Georgien? Ja!
« Antwort #108 am: 09.Jul.19 um 23:00 Uhr »
Ach so, der Berthold ist noch dort?

Schreibt er aus seiner Zelle?
Beste Grüße

Rüdiger


Online Berthold

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Re: Georgien? Ja!
« Antwort #109 am: 10.Jul.19 um 11:17 Uhr »
(das Abenteuer des Rückfluges war noch nicht bekannt).

Deuten sich hier Analogien zum türkischen Abenteuer an?

Gruß Niko

Nein, wir haben Lufthansa Düsseldorf München Tiflis und ebenso zurück gebucht.
In beiden Fällen hat Lufthansa den Anschluss in München verpasst und uns umgebucht, leider in beiden Fällen auf einen falschen Flug.

Auf der Hinreise mussten wird dann mit Turkish Airline von München über Istanbul nach Tiflis, was uns 20 Stunden Verspätung und den Besuch eines Georgischen Highlights gekostet hat.
Das Betreten von türkischem Boden hat mit garnicht gefallen, allerdings wurde in der Türkei der Pass nicht kontrolliert, weil wir gleich weiter ins Ausland geflogen sind.
In Indien ist das in solchen Fällen anders. Dort muss man über indisches Hoheitsgebiet mit doppelter Passkontrolle. Dafür wird ein Visum für 80 US-Dollar ausgestellt.

Auf dem Rückflug hatte die Lufthansa mit dem vollbeladenen A321 Verzögerung beim Einladen. Als wir endlich auf die Startbahn gerollt sind und die Freigabe "Cleared for Takeoff Runway 31 left" bekommen haben, hat der Pilot nicht alle Hebel nach vorne geschoben und die Motoren auf laut gestellt, sondern ist langsam die Startbahn entlang und dann wieder abgerollt.

Er meinte, ein Gewitter ca. 10 km entfernt in 3 Uhr-Position könnte Randböen über die Startbahn schicken und dadurch den Start gefährden. Nach weiteren 30 Minuten wurde dann ordentlich gestartet.
Der Anschlussflug in München nach Düsseldorf war natürlich weg. Der für uns umgebuchte nächste Flug nach Düsseldorf war ebenfalls weg.
Den letzten Flug nach Düsseldorf haben wir dann erwischt. Er hatte allerdings auch erhebliche Verspätung, was die Gefahr mit sich brachte, in Düsseldorf wegen des Nachtflugverbotes nicht landen zu können.
Aber es hat geklappt.
Positiv zu vermerken ist, dass unsere Koffer als allererste auf dem Gepäckband erschienen sind, eine hervorragende Logistikleistung der Lufthansa.

Ich hatte noch nie erlebt, dass sich ein Pilot erst auf der Startposition der Startbahn entscheidet wegen der Windbedingungen nicht zu starten.
Nach meiner Einschätzung hat sich der Pilot geirrt, denn die Randböen des Gewitters in 3-Uhr-Position hätten den Gegenwind auf der Startbahn erhöhen und nicht reduzieren müssen, sodass die Startbedingungen eher besser geworden wären.
Wenn das Gewitter in 9-Uhr-Position gestanden hätte, wäre die Entscheidung von Piloten klug gewesen.

Alle anderen Flugzeuge sind ordnungsgemäss gestartet, nur Lufthansa nicht. 
 
« Letzte Änderung: 10.Jul.19 um 15:07 Uhr von Berthold »
Weniger gelobt ist genug kritisiert (frei nach Peter Altmaier)


Online Ruediger

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Re: Georgien? Ja!
« Antwort #110 am: 10.Jul.19 um 22:54 Uhr »
Zum Schluß entscheidet der Kapitän, ob er die Verantwortung tragen kann oder nicht.

Das ist beim Arzt nicht anders, auch wenn der Patient tobt, zum Schluß entscheidet alleine er, ob er etwas macht oder nicht.
Er trägt die Verantwortung.
Beste Grüße

Rüdiger


Online Berthold

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Re: Georgien? Ja!
« Antwort #111 am: 10.Jul.19 um 23:09 Uhr »
Zum Schluß entscheidet der Kapitän, ob er die Verantwortung tragen kann oder nicht.

Ja, natürlich und es ist besser, dass er zu vorsichtig ist als zu mutig.

Aber unabhängig davon, der Pilot sollte deutlich früher wissen, ob ein Start durchgeführt werden kann. Er sollte nicht erst auf die Startbahn rollen und sich dort überlegen, ob der Start durchführbar ist. Er blockiert dadurch den gesamten Flugplatz und den Anflugsektor für 10 Minuten.
Zumal war die Wetterlage nicht sehr komplex und für mich allein durch die Himmelbeobachtung gut abzuschätzen.
Für Leichtflugzeuge ist die Wetterlage im unteren Luftraum meist viel wichtiger als für einen Airbus, deshalb muss man sich sehr genau damit beschäftigen. Ich habe es über 2300 Stunden getan.
Weniger gelobt ist genug kritisiert (frei nach Peter Altmaier)


Online Berthold

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Re: Georgien? Ja!
« Antwort #112 am: 15.Jul.19 um 17:33 Uhr »
Als Abwechslung zu der beeindruckenden kaukasischen Natur, wollten wir uns etwas gruseln und haben denn Geburtsort Gori von Josef Stalin aufgesucht.
Es ist beeindruckend einem Menschen so nahe zu kommen, der 20 Millionen Menschen umgebracht hat, um seine Vorstellungen durchzudrücken. Deshalb war er auch zeitweise Idol von Che Guevara.
Gori ist eine kleine etwas abgelegene Stadt, in der schon immer ziemliches Chaos herrschte.
Es gab mehrere Rockergruppen, die sich permanent geprügelt haben. Schon Kinder mit 3 Jahren waren in sochen Gruppen organisiert. Man trug sogar Wettbewerbe solcher Schlägereien aus.
Stalin überall dabei.
Aber er wollte höher hinaus. Mit Anfang 20 organisierte einen brutalen Raubüberfall auf den staatlichen Geldtransport, bei dem er einen erhebliche Anteil des Staatsschatzes erbeutet. Es gab viele Tote, da Handgranaten und einiges andere zum Einsatz kamen.
Bestraft wurde Stalin nicht, da man ihm die direkte Beteiligung an dem Überfall nicht nachweisen konnte.  Er wurde jedoch aus dem Land verwiesen, aber er kam ja zurück.
Die heutige Einstellung der Menschen zu Stalin ist zwiespältig, einige mögen ihn noch, andere hassen ihn.

Noch zu Sowjetzeiten wurde ein Museum für ihn gebaut.

Davor setzte man sein Geburtshaus mit einer eigenen Überdachung.

Sein erstes Büro im Kreml

Er benutzte mein Telefon, links das schwarze

Dann starb er, die Welt war erleichter, viele Sowjets trauerten jedoch

Das Stalin-Museum in Gori aus anderer Sicht.
Weniger gelobt ist genug kritisiert (frei nach Peter Altmaier)