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Autor Thema: Ophrys sphegodes im Topf oder einbuddeln ?  (Gelesen 2458 mal)


Offline AndreaP

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Ophrys sphegodes im Topf oder einbuddeln ?
« am: 30.Okt.08 um 19:48 Uhr »
Hallo,

ich dachte ich kann sie in den Garten pflanzen,habe aber jetzt gelesen das viele sie im Topf(Container)nach draußen wohl in die Erde setzten und dann im Sommer ausbuddeln und in den Kühlschrank legen ?
Wieso ?
Sind doch sonst auch im Sommer draußen in der Erde ?

Und wie groß müßte eine blühfähige jetzt sein ?
Die Rosette ist vieleicht ein-zwei cm aus der Erde.
Habe irgendwo ein Foto von Berthold gesehen wo sie im Herbst bestimmt 10 cm war .

Und zum Calceolus setzen oder unter ein Nadelgehölz wo auch die Cyclamen stehen ?

LG
Andrea, die nicht weiß was sie jetzt machen soll
Andrea


Online Berthold

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Re: Ophrys sphegodes im Topf oder einbuddeln ?
« Antwort #1 am: 30.Okt.08 um 20:27 Uhr »
Andrea, alle Ophrys benötigen im Sommer eine Sommerruhe in trockenem Substrat.
Feuchtigkeit und Kühle sind der Auslöser für den Neuaustrieb. Wenn Du in einer Gegend wohnst wo es im Sommer oft regenet, können die Knollen faulen, dann ist es besser sie im Topf ins Trockene zu holen, sonst können sie draussen bleiben.

Eine Kühlphase im Kühlschrank überstehen die robusten Arten im Sommer anscheinend auch aber es gibt nicht viele Kultivateure, die das ihren Ophrys zumuten. Ich kenne nur unseren Besucher R.

Die Knollen haben vor zwei/drei Wochen angefangen auszutreiben und haben jetzt so Rosetten von 2 bis 4 cm Durchmesser, egal ob im Topf oder im Garten.
Mit den 10 cm auf einem Bild von mir das kann nicht stimmen. Wenn die Knolle 5 cm in der Erde steckt muss sie natürlich erst einen 5 cm langen Stengel und dann die Blattrosette bilden, da die Blattrosette ja über der Erde sein muss. Die Blattrosette liegt einigermassen flach auf der Erde auf.

Unter einem Nadelholz, wo sich Cyclamen wohl fühlen ist es vielleicht etwas zu trocken für Ophrys und sphegodes liebt etwas mehr Sonne, insectifera wächst auch im schattigen Wald. Am Rande unter einem Nadelholz, im Traufbereich also, das wäre nicht schlecht.
Weniger gelobt ist genug kritisiert (frei nach Peter Altmaier)


Offline AndreaP

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Re: Ophrys sphegodes im Topf oder einbuddeln ?
« Antwort #2 am: 30.Okt.08 um 20:51 Uhr »
Stimmt,der Stängel mit der Rosette ,das kommt dann hin.War das Bild wo man aus einer zwei macht  :bag
passt also mit meinen 2 cm-

Und jetzt mit dem Topf in den Traufbereich,mehr zur Sonne hin.Noch etwas Drainage unter den Topf bauen ?
Montag wirds nochmal etwas wärmer,dann mache ich den Rest
Andrea


Online Berthold

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Re: Ophrys sphegodes im Topf oder einbuddeln ?
« Antwort #3 am: 30.Okt.08 um 20:58 Uhr »
Stimmt,der Stängel mit der Rosette ,das kommt dann hin.War das Bild wo man aus einer zwei macht  :bag
passt also mit meinen 2 cm-

Und jetzt mit dem Topf in den Traufbereich,mehr zur Sonne hin.Noch etwas Drainage unter den Topf bauen ?
Montag wirds nochmal etwas wärmer,dann mache ich den Rest

ich empfehle draussen ohne Topf zu pflanzen. Im Topf staut sich immer Wasser, da es oben auf die gesamte Topffläche draufregnet, unter aber nur durch die Löcher, also eine wesentlich kleinere Fläche abziehen kann.

Traufbereich zur Sonnenseite, das hört sich optimal an.
Weniger gelobt ist genug kritisiert (frei nach Peter Altmaier)


Offline purpurea

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Re: Ophrys sphegodes im Topf oder einbuddeln ?
« Antwort #4 am: 31.Okt.08 um 08:22 Uhr »
Andrea, alle Ophrys benötigen im Sommer eine Sommerruhe in trockenem Substrat.
Feuchtigkeit und Kühle sind der Auslöser für den Neuaustrieb. Wenn Du in einer Gegend wohnst wo es im Sommer oft regenet, können die Knollen faulen, dann ist es besser sie im Topf ins Trockene zu holen, sonst können sie draussen bleiben.

Eine Kühlphase im Kühlschrank überstehen die robusten Arten im Sommer anscheinend auch aber es gibt nicht viele Kultivateure, die das ihren Ophrys zumuten. Ich kenne nur unseren Besucher R.

Die Knollen haben vor zwei/drei Wochen angefangen auszutreiben und haben jetzt so Rosetten von 2 bis 4 cm Durchmesser, egal ob im Topf oder im Garten.
Mit den 10 cm auf einem Bild von mir das kann nicht stimmen. Wenn die Knolle 5 cm in der Erde steckt muss sie natürlich erst einen 5 cm langen Stengel und dann die Blattrosette bilden, da die Blattrosette ja über der Erde sein muss. Die Blattrosette liegt einigermassen flach auf der Erde auf.

Unter einem Nadelholz, wo sich Cyclamen wohl fühlen ist es vielleicht etwas zu trocken für Ophrys und sphegodes liebt etwas mehr Sonne, insectifera wächst auch im schattigen Wald. Am Rande unter einem Nadelholz, im Traufbereich also, das wäre nicht schlecht.
Und unser Besucher Claus.
Grüsse Rudolf
Liebe Grüsse an die meisten.
Rudolf.V
Du darfst nicht alles glauben was Du weisst!
Lieber zuviel essen als zu wenig trinken!

Beginne den Tag mit einem Lächeln, dann hast Du es hinter Dir.


Offline Claus

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Re: Ophrys sphegodes im Topf oder einbuddeln ?
« Antwort #5 am: 31.Okt.08 um 11:05 Uhr »
Und unser Besucher Claus.
Grüsse Rudolf
Aber hallo!
Seit Ende September liegen Sämlinge von O. papilionacea und O. collina im Kühlschrank. Sie hatten in den Gläsern eingezogen und zuvor kleine Knollen gebildet. Im Vorjahr, als ich sie in Neudohum gepflanzt hatte, war dann nach einigen Wochen nichts mehr übrig geblieben.

Jetzt sieht es so aus, dass sich an den oberen Enden der Knollen neue Triebspitzen bilden, zunächst noch bei einzelnen Pflanzen, ich hoffe, dass es noch mehr werden.

Sie liegen in einer Langnese Eisdose auf feuchtem Küchenpapier. Interessant ist, dass sich da keinerlei Schimmel bildet. Bei Ophrys, O. militaris und Serapias hatte ich das ja in diesem Sommer auch probiert, da war das Küchenpapier nach einigen Wochen leicht angeschimmelt, den Knollen hat das aber nichts ausgemacht, die treiben schon wieder in ihren Töpfen aus.

Grüße
Claus
Wer Chemiker werden will, muss Chemie studieren; wer Jurist oder Arzt werden will, muss Jura oder Medizin studieren. Aber um Politiker zu werden, ist lediglich das Studium der eigenen Interessen notwendig. (Max O’Rell)


Offline purpurea

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Re: Ophrys sphegodes im Topf oder einbuddeln ?
« Antwort #6 am: 31.Okt.08 um 11:11 Uhr »
Sagte ich doch.Null Probleme im Kühlschrank.
Allerdings muss man beachten das im Kühlschrank gelegene Knollen eher austreiben und in der Regel im Oktober schon"Winterblätter" ausbilden. Auch von Arten die normalerweisse erst im Frühjahr anfangen zu treiben. Dem entsprechend muss auch der Winterschutz aussehen.Der Vorteil ist das eine längere Vegetationszeit vorhanden ist.Ist intressant für vegetativ-Vermehrer:
Gruss Rudolf
Liebe Grüsse an die meisten.
Rudolf.V
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