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Autor Thema: Georgien? Ja!  (Gelesen 1071 mal)


Offline Eerika

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Re: Georgien? Ja!
« Antwort #30 am: 22.Jun.19 um 16:57 Uhr »

Ja, ich habe eine Radfahrergruppe aus Estonia getroffen. Es sollen sehr nette Leute gewesen sein, aber sie haben mit Fremden nur russisch gesprochen. Das hat mir nicht weiter geholfen.


Das wundert mich nicht, denn in Estland lernt man Georgisch nicht in der Schule.

Du hättest aber mit Englisch oder Deutsch versuchen können!
Englich lernt man entweder ab erste Klasse oder ab vierte Klasse, je nach Schule. Paar Jahren später kommt dann zweite Fremdsprache dazu, meist Deutsch / Französisch oder Russisch. Im Gymnasium dann eine weitere Sprache.

Blümchenbilder gibtes nie genug grins

Habt ihr wenigstens einen schönen, richtig gemachten und natürlich Lamm, Schaschlik gegessen?


Offline Ruediger

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Re: Georgien? Ja!
« Antwort #31 am: 22.Jun.19 um 18:13 Uhr »
In Georgien gibt es nur noch vegane Ernährung, das nennt sich Fortschritt. :wink
Beste Grüße

Rüdiger


Offline Eerika

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Re: Georgien? Ja!
« Antwort #32 am: 22.Jun.19 um 20:02 Uhr »
????  :ka

In Georgien nur Veganer?

Meinst du, sie halten Kühe nur um den Kuhmist zu sammeln? grins


Offline Berthold

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Re: Georgien? Ja!
« Antwort #33 am: 22.Jun.19 um 23:04 Uhr »
Nach der sehr anstrengenden Fahrt in den Valshlovani-Nationalpark verbrachten wir den Abend und die Nacht in dem Hotel Dedoplisa in Dedoplisa.
Es ist das beste und einzige Hotel in diesem Ort. Der Betreiber ist georgischer Bundestagsabgeordneter und hat mit uns eine Supra veranstaltet, eine spezielle Form des gemütlichen Abendessens, bei dem 5mal so viel Essen aufgefahren wird wie die Gäste verzehren können. Der Gastgeber macht am laufenden Band Trinksprüche und lobt alle Gäste.
Sein Beruf kam mir sehr entgegen, denn wir konnten so etliche politische Probleme erläutern. Er hielt mich auch für einen Politiker.
Georgien möchte EU-Partner werden und die Bürger sind sehr freundlich zu EU-Ausländern. So drückt auch die Verkehrspolizei im Gegensatz zu Österreich bei Verkehrsverstößen von Ausländern gern ein Auge zu, denn man möchte Gäste nicht verschrecken.
Bei den Tieren ist diese politische Grundeistellung noch nicht weit verbreitet.

Den Hund auf dem Foto mag niemand leiden, deshalb ist er sehr mager und halb verhungert. Wir haben ihm eine ganze Wochenmahlzeit spendiert :yes
« Letzte Änderung: 22.Jun.19 um 23:22 Uhr von Berthold »
Weniger gelobt ist genug kritisiert (frei nach Peter Altmaier)


Offline Ruediger

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Re: Georgien? Ja!
« Antwort #34 am: 23.Jun.19 um 10:11 Uhr »
 :thumb

Die gute Tat des Tages, das finde ich gut.


Vielleicht mußt Du noch in die Politik, in Georgien kannst Du womöglich noch Präsident werden, in Deutschland geht so etwas nicht, dafür ist als „alter“ weißer Mann kein Platz mehr.
Wenigstens Frau ist die neue Schlüsselqualifikation, für die paar Frauen in den Parteien sind das paradiesische Zustände, die können auswählen, wo sie als Fachkraft Frau ihre besonderen Fähigkeiten einsetzen wollen.

Zur Not könntest Su allerdings im Ausweis von m auf w switchen, mit Damenbart darf man heute nicht nur im Zirkus auftreten sondern auch im Parlament.
Wenn BundesstagsvizepräsidentInnen keinerlei Berufsabschluß haben und sie dafür Bevölkerung belehren, so findet das schließlich auch niemand merkwürdig.
« Letzte Änderung: 23.Jun.19 um 18:49 Uhr von Ruediger »
Beste Grüße

Rüdiger


Offline Ruediger

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Re: Georgien? Ja!
« Antwort #35 am: 23.Jun.19 um 10:12 Uhr »


Meinst du, sie halten Kühe nur um den Kuhmist zu sammeln? grins

In Indien sammelt man damit gute Erfahrungen.
Beste Grüße

Rüdiger


Offline Eerika

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Re: Georgien? Ja!
« Antwort #36 am: 23.Jun.19 um 12:09 Uhr »
Da war Berthold aber nicht, auch ist mir nicht bekannt, dass Kühe in Georgien heilig wären grins


Offline Berthold

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Re: Georgien? Ja!
« Antwort #37 am: 23.Jun.19 um 12:29 Uhr »
In Georgien gibt es nur noch vegane Ernährung, das nennt sich Fortschritt. :wink
Nein, in Georgien können Veganer nicht existieren, sie haben keine Nahrungsgrundlage.
Wie aus den Landschaftstbildern zu erkennen ist, auch für Niko, lassen sich dort nicht genügend Pflanzen anbauen, die von Menschen verwertbare Nährstoffe enthalten.
Da muss man den Weg über Tiere wählen, die z. B. Zellulose verstoffwechseln können.
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Offline Berthold

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Re: Georgien? Ja!
« Antwort #38 am: 23.Jun.19 um 23:15 Uhr »
Vom kleinen Ort Dedoplis Tskaro mit der Supra-Veranstaltung führte die Route in den kleinen Ort Mtskheta etwas nördlich von Tiflis. Es ist das religiöse Zentrum von Georgien mit seiner Kathedrale, einem Weltkulturerbe.
Viele Ortsnamen enthalten zu viele Konsonanten, um sie aussprechen oder sich merken zu können.

Ähnliche Probleme gibt es mit dem Navigationssystem.
Man benötigt für die erfolgreiche Naviagtion ein gutes Navisystem, eine Karte, etwas Fantasie und etwas Glück.

Auf der Fahrt überquerten wir den Gombori-Pass mit 1840 Metern auf meist guten Strassen.
Die Lanschaft besteht aus alpinen Wiesen mit grossen Orchideenbeständen, Echium russii, rotem Lein und einigem anderen.

Eine Platanthera chlorantha Unterart mit deutlich breiteren Blütenblättern als unsere Art
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Offline Berthold

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Re: Georgien? Ja!
« Antwort #39 am: 23.Jun.19 um 23:26 Uhr »
Orchis coriophora war selten anzutreffen.

Von Dactylorhiza gab es mehrere Arten, die schwer zu unterscheiden waren, da es alle Übergangsformen gab.

Art 1 grosse Blüten

Art 2 kleine Blüten, ähnlich incarnata

Dactylorhiza Wiese
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Offline Berthold

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Re: Georgien? Ja!
« Antwort #40 am: 23.Jun.19 um 23:38 Uhr »
Gymnadenia conopsea waren selten anzutreffen

Anacamptis pyramidalis ebenfalls seltener

Anacamptis Wiese
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Offline Berthold

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Re: Georgien? Ja!
« Antwort #41 am: 23.Jun.19 um 23:46 Uhr »
Echium russii, weit verbreitet

Lein, eine rote Art aus dem Kaukasus, er hat ganze Berghänge rosa eingefärbt

gelbes Läusekraut, weit verbreitet
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Offline Berthold

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Re: Georgien? Ja!
« Antwort #42 am: 23.Jun.19 um 23:52 Uhr »
Das Weltkulturerbe, die Kathedrale von Mtskh....

Frauen und die, die sich so fühlten, durften das Gotteshaus nur mit Kopftuch und Rock betreten.
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Offline Berthold

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Re: Georgien? Ja!
« Antwort #43 am: 26.Jun.19 um 22:52 Uhr »
Die Reise führte weiter, jetzt in den grossen Kaukasus über die 200 Jahre alte georgische Militärstrasse in nördlicher Richtung nach Russland über den Hauptkamm des Kaukasus.
Die Strasse wurde von Stalin ordentlich ausgebaut, damit das Militär bequem über den Kaukasus kommen konnte.
Jetzt ist die Strasse in gutem Zustand, zwar durch Rindvieh verkehrsberuhigt aber mit soliden Brücken ausgestattet.

Vor der russischen Grenze ist ein Stau von ca 1 km Länge, vor 11 Jahren war der LKW-Stau mindestens 10 km lang. Aber die Politiker haben eingesehen, dass man sich besser mit Russland vertragen und die Grenzkonflikte beseitigen sollte.
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Offline Berthold

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Re: Georgien? Ja!
« Antwort #44 am: 26.Jun.19 um 23:19 Uhr »
Wir führen in einige Nebentäler, sie zwischen 2000 und 2400 Metern hoch liegen. Die Zufahrt gilt als Normalqualität der Strasse. Aber unser Toyota hatte keine Probleme.

Der erste Höhepunkt der Reise, Lilium szovitsianum.
Man kann sie angeblich im Feld nicht eindeutig von Lilium monadelphum unterscheiden. Aber wir haben festgestellt, dass alle szovitsianum ungepunktete Blüten und alle monadelphum gepunktete Blüten besaßen.
szovitianum haben wir nur im grossen Kaukasus gefunden, monadelphum nur im kleinen Kaukasus.

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