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Autor Thema: Cymbidiella pardalina  (Gelesen 981 mal)


Offline bky

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Cymbidiella pardalina
« am: 19.Feb.17 um 12:16 Uhr »
Hallo!
Da zu dieser wunderschönen Orchidee nicht viel zu finden ist, habe ich mich hier angemeldet.

Ich habe die Chance eine Cymbidiella zu bekommen und habe ein paar Fragen zur Haltung:

1) Wie warm sollte es sein?
2) Wie oft und wie viel sollte man sie gießen?
3) Kann man sie auch außerhalb eines Gewächshauses zur Blüte bringen?
4) Wie alt und wie groß muss eine Pflanze bis zu ihrer ersten Blüte werden?

Das wars bis jetzt!

MFG. Benny :-)


Offline Ralla

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Re: Cymbidiella pardalina
« Antwort #1 am: 19.Feb.17 um 12:32 Uhr »
Ich glaube, ich habe mal gehört, dass die immer in Zusammenhang mit einem bestimmten Farn auftritt. Nicht einfach.
Liebe Grüsse, Carola
 

'Fantasie haben heißt nicht, sich etwas auszudenken, es heißt, sich aus den Dingen etwas zu machen.' - Thomas Mann


Offline werner

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Re: Cymbidiella pardalina
« Antwort #2 am: 20.Feb.17 um 08:15 Uhr »
das ist ein Synonym mit Cymbidiella rhodocheila, da findest du mehr auf Google,
unbedingt warm kultivieren,
schaut zwar vom Habitus aus wie Cymbidium, will aber die kalten Nächte nicht
Grüße, Werner


Offline walter b.

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Re: Cymbidiella pardalina
« Antwort #3 am: 21.Feb.17 um 22:35 Uhr »
Die (nicht nur angeblich) richtige Farnart wäre Platycerium madagascariense. Ist aber schwer zu kriegen.
Ich kenne jemanden der Cymbidiella mit einem Platycerium (ich weiß allerdings nicht ob es das "originale" war) zusammen über Jahre erfolgreich in einem Korb gehalten hat, die Pflanze hat jedes Jahr geblüht. Weil sich ein Ameisennest darin angesiedelt hatte, hat er die Einheit irgendwann auseinander genommen. Das hat das Ende der Pflanze bedeutet, sie hat sich nicht von dem Eingriff erholt und ist kurz danach eingegangen.
Nach diesem Vorbild habe ich einmal eine Cymbidiella mit einem anderen Farn (keinem Platycerium) zusammen gesetzt, das hat aber leider nicht dauerhaft geklappt. Woran es wirklich lag, kann ich allerdings nicht sagen.
Ich würde das Experiment gerne noch einmal mit einem echten Platycerium madagascariense - so ich beide Pflanzen bekomme - versuchen...

Viele Grüße
Walter


Offline werner

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Re: Cymbidiella pardalina
« Antwort #4 am: 22.Feb.17 um 10:33 Uhr »
Notwendig ist diese Gemeinschaft mit dem Platycerium allerdings nicht. Es gibt Gärtnereien, die Cymbidiella in Standardsubstrat herumstehen haben, und das wächst genauso.
Eventuell keimen die Samen in der Natur besser, wenn sie auf dem Platycerium ihre ersten Lebenserfahrungen machen, was auch immer der Farn der Orchidee anbietet.
Von Zygopetalum weiß man das ja auch, dass die sich gerne ein Platycerium suchen.
Grüße, Werner


Offline Berthold

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Re: Cymbidiella pardalina
« Antwort #5 am: 22.Feb.17 um 10:40 Uhr »
Eventuell keimen die Samen in der Natur besser, wenn sie auf dem Platycerium ihre ersten Lebenserfahrungen machen, was auch immer der Farn der Orchidee anbietet.
Von Zygopetalum weiß man das ja auch, dass die sich gerne ein Platycerium suchen.

Vielleicht wachsen auf diesen Farne gern spezielle Pilze, die die Samen keimen können.
Ich weiss nicht wie gross die Embryonen in den Cymbidiella-Samen sind und ob sie allein keimen können, vermutlich nicht wie die allermeisten Orchideen-Arten.

Wenn die Samen klein sind, müssen es spezielle Pilze auf dem Farn geben, die keimen können.
« Letzte Änderung: 22.Feb.17 um 11:07 Uhr von Berthold »
Weniger gelobt ist genug kritisiert (frei nach Peter Altmaier)


Offline walter b.

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Re: Cymbidiella pardalina
« Antwort #6 am: 22.Feb.17 um 17:19 Uhr »
Aber wie oft sieht man denn erwachsene und blühende Pflanzen dieser Art, obwohl Unmengen halbwüchsige Pflanzen verkauft worden sein müssen? Aus irgendeinem Grund nippeln die wohl alle über kurz oder lang ab...
Möglicherweise bieten die Wurzeln des Platyceriums ein Substrat in dem sich die Cymbidiella-Wurzeln wohlfühlen. Sie sind vielleicht besonders strukturstabil. Früher wurden ja Farn(Osmunda)wurzeln auch bei uns als Substratzuschlagsstoff benutzt, wie ja teilweise auch immer noch die Palmfarnstämme mit Erfolg verwendet werden.

Viele Grüße
Walter


Offline Berthold

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Re: Cymbidiella pardalina
« Antwort #7 am: 22.Feb.17 um 18:23 Uhr »
Aber wie oft sieht man denn erwachsene und blühende Pflanzen dieser Art, obwohl Unmengen halbwüchsige Pflanzen verkauft worden sein müssen? Aus irgendeinem Grund nippeln die wohl alle über kurz oder lang ab...
Möglicherweise bieten die Wurzeln des Platyceriums ein Substrat in dem sich die Cymbidiella-Wurzeln wohlfühlen.
Viele Grüße
Walter

Vielleicht sind sie ohne eine Mykorrhiza-Symbiose nicht hinreichend vor einer Infektion geschützt, ähnlich wie viele unserer Erdorchideen.
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