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Autor Thema: Fascicularia bicolor  (Gelesen 1755 mal)


Online Timm Willem

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Fascicularia bicolor
« am: 03.Okt.10 um 09:57 Uhr »
Hat jemand Kulturerfahrungen mit dieser Pflanze?


Offline Enrico

  • Beiträge: 60
Re: Fascicularia bicolor
« Antwort #1 am: 03.Okt.10 um 12:52 Uhr »
Hallo Timm Willem,

hier sieht man den Blütenstand von Fascicularia bicolor aus dem letzten Jahr. Dieses Jahr hat keine geblüht. Wir halten die Pflanzen den Winter über im Kalthaus bei 2-4°C und über diese Zeit fast knochentrocken. Die Pflanzen stocken nach und nach auf und sterben nach der Blüte nicht ab, sondern bilden Tochterrosetten. Es soll mehrere Unterarten oder Varianten geben. Ich habe letztes Jahr Fascicularia micrantha ausgesät, die wohl nur eine Variante von F.bicolor ist.
Ich weiß, daß ich nichts weiß


Online Timm Willem

  • Beiträge: 1889
Re: Fascicularia bicolor
« Antwort #2 am: 05.Okt.10 um 05:06 Uhr »
Hallo Enrico,
vielen Dank für die Antwort, meine Fascicularia habe ich geschenkt bekommen. Sie ist schon etwas größer. Sie wird einen frostfreien Platz im GWH bekommen. Ich hatte noch die Hoffnung man könnte sie auch auf einer Fensterbank überwintern, glaube ich jetzt aber nicht mehr.

Hast Du die frosthärte mal ausgetestet?

Wo kann man mehr über frostharte Bromelien erfahren?
(Besonders bei Tillansien würde mich das interessieren.)



Offline Enrico

  • Beiträge: 60
Re: Fascicularia bicolor
« Antwort #3 am: 08.Okt.10 um 22:39 Uhr »
Hallo Timm Willem,

Viel kann Fascicularia an Minustemperaturen nicht ab. In der englischen Literatur ist sie mit -5°C angegeben. Wahrscheinlich kann sie bei trockenem Standort etwas mehr ertragen. Ich habe die Pflanze unter anderen im Botanischen Garten von Edinburgh im Steingarten gesehen - ziemlich stattliche Exemplare. An der französischen Kanalküste soll es verwilderte Exemplare geben. Bestimmt gibt es unterschiedlich harte Herkünfte.
Über die robusteren Bromeliaceen gibt es recht wenig in der Literatur (bzw. bis jetzt habe ich noch nichts gefunden).
Wir haben verschieden Puya-Arten, Greigia, Fascicularia und Ochagavia in Kultur. Kalthaus bei 0 Grad ist kein Problem, aber trocken. Lediglich die Puya-Arten aus tieferen Lagen leiden bei den tiefen Temperaturen, überleben aber ohne weiteres.
Es soll in einem Botanischen Garten (Leipzig?, Halle?)eine ausgepflanzte Greigia sphacelata geben, die geschützt an einer Wand eine stattliche Größe erreicht haben soll.

Viele Grüße, Enrico
Ich weiß, daß ich nichts weiß