Chloraea aus Chile

Begonnen von erdorchideen, 30.Aug.10 um 21:54 Uhr

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erdorchideen

...habe ich hier im Forum noch nicht weiter aufgegriffen, habe auch nicht ganz so viel Zeit momentan. Aber der Austrieb der Chloraea multiflora (Aussaat 2005) ist derart eindrucksvoll, dass ich Euch den nicht vorenthalten will:

Im Frühjahr hatten diese Pflanzen noch nicht geblüht, obwohl die Rosetten schon die Größe hatten, die ich am Standort bei Valparaiso blühend fand. Nun hoffe ich auf 2011, denn die Rüben sind wirklich groß (Töpfe auf dem Foto haben 12 cm Durchmesser!) und wickeln sich im Topf. Ich muss also auch deutlich mehr Tiefe anbieten.

Die Vorgeschichte findet Ihr hier:
http://forum.terrorchid.org/viewtopic.php?t=472

Liebe Grüße,
Frank

Tobias

Wirklich beeindruckend, Frank!

lg Tobias
Liebe Grüße
Tobias

Eerika

 :thumb
Ich musste natürlich erst nachschauen, wie die Orchidee überhaupt aussieht :-D
Wirklich toll und ich drücke Dir Daumen, dass sie diesmal blühen werden!

werner

jaaaaaa  :thumb  schöööön   :thumb

Grüße, Werner

winwen

Frank, Du schriebst ja in den betreffenden Vorpostings darüber, dass man (zumindest Chloraea crispa) in Chile auch symbiotisch zieht. Geziert war dieses Posting auch mit einem beeindruckenden Photo einer solchen Kultur.
Konntest Du von dem Pilz etwas nach Good Old Europe herüberretten?

Niko

Hallo Frank,
beeindruckend! Es sieht fast so aus, als würde chloraea aus der Mitte der alten Rosette austreiben (ich glaube, ich hatte Dich schon einemal gefragt, ob die sozusagen monopodial wächst)?

Viele Grüße
Niko

erdorchideen

Zitat von: winwen am 31.Aug.10 um 07:54 Uhr

Konntest Du von dem Pilz etwas nach Good Old Europe herüberretten?


Nein, Du. Ich habe natürlich anstandshalber gefragt  O-), aber Mauricio war nicht befugt, mir davon etwas abzugeben. Ich kann aber sicher mal Chloraea crispa Samen bekommen und dann mit meinen Pilzen eine Aussaat machen...
Diesen Herbst muss ich aber andere Arten vorziehen, auch Chloraeas.

@Werner: Ich habe nach zwei Jahren kleine grüne Spitzen von Deinen Perito Moreno #3 Samen, aber ob die wirklich weiterwachsen???
Liebe Grüße,
Frank

Enrico

Sehr schöne Exemplare. Welche der in Deinem Artikel (terrorchid)angegebenen Substratmischungen hast Du schlußendlich verwendet?

Gruß, Enrico
Ich weiß, daß ich nichts weiß

erdorchideen

Hallo Enrico,
heute nehme ich Neudohum:Perlite:Seramis etwa 50:25:25. Die Pflanzen brauchen im Wachstum gleichmäßige Feuchte, das bringt Neudohum ganz gut (aber auch Toresa oder ähnliches). Lava hat sich nicht so bewährt als Zusatz, ich weiß nicht warum.

Liebe Grüße,
Frank

erdorchideen

#9
...trotz der wieder recht guten Kulturperiode im Winter 2010/2011 mit ordentlichem Zuwachs blühen die Chloraeas weiter noch nicht. Die ferne europäische Verwandtschaft (ein großes Exemplar Orchis morio) habe ich zum Vergleich mal dazu gestellt:


Liebe Grüße,
Frank

werner

 :thumb Vorfreude ist die schönste Freude  :thumb
Grüße, Werner

Berthold

Zitat von: erdorchideen am 03.Apr.11 um 22:40 Uhr
...trotz der wieder recht guten Kulturperiode im Winter 2010/2011 mit ordentlichem Zuwachs blühen die Chloraeas weiter noch nicht. .

Frank, aber wie wichtiger ist doch, dass die Pflanzen gesund und kräftig sind und Du offensichtilch die richtige Kulturtechnik gefunden hast.

Eine "Notblüte" können sie doch nächstes Jahr immer noch machen.
Weniger gelobt ist genug kritisiert (frei nach Peter Altmaier)

erdorchideen

#12
Tja, Berthold und alle anderen Mitleser,
die Kultur funktioniert nun im Großen und Ganzen gut. Ich habe zwar Probleme mit einigen Arten, z.B. Chloraea magellanica Nachzuchten (die sind quasi alle tot, hatte aber auch eine miese Pilzinfektion dort und als ziemlich heikel gilt diese eher kühle patagonische Steppenschönheit sowieso). Auch nur extrem langsam und mit steten Verlusten sich entwickelnde Schönheiten sind die kleinen (OK, mickrigen) Rosetten der Bipinnula fimbriata Jungpflanzen.
Bei den hier vorher schon gezeigten Chloraea multiflora konnte ich jedoch letzte Woche gute Substanz vorfinden:

Die Wurzeln haben eine Länge von bis zu 40 cm, und es ist mir nun schon klar, warum aus der Natur gerupfte Chloraea-Pflanzen in der Regel mit ernsten Beschädigungen einherkommen. Die wurzeln nämlich dort in Chile richtig tief, geradeaus runter, und sind auch am Sproß recht fragil (abbrechend), obwohl sie so massiv aussehen. Nun sind sie bei mir also schon als Kübelpflanzen getopft, die Rosetten entwickeln sich bereits, in die neue Saison 2011/2012...

Und Niko: Ich zweifele auch langsam an der sympodialen Theorie, wenn ich die Austriebe sehe, aber beim Zerlegen der alten Blattbasen kann man doch meinen, dass der Neutrieb seitlich an der Basis entspringt. Das dokumentiere ich dann zukünftig mal genauer!
Liebe Grüße,
Frank

erdorchideen

#13
Jaaaa, nun wird die Sache schon spannender! Zwei der Nachzuchten setzen Infloreszenzen an und ich habe große Vorsorge für alle Angriffe von Schnecken, Blattläusen, Pilzen usw. getroffen...

Es ist kaum zu glauben, dass sich hinter diesen fetten Pflanzen die niedlichen Chloraea multiflora verbergen sollen, aber das Rätsel wird ja nun hoffentlich nach 6,5 Jahren (von Aussaat bis Blüte) bald gelöst :thumb

Viele Grüße auch an die Calypso-Fraktion, echt toll was Ihr da erreicht habt!
Liebe Grüße,
Frank

Eerika

Frank, ich habe gegoogelt :swoon
Ich drücke Dir ganz fest die Daumen und warte schon ganz ungeduldig auf die Blütenbilder!