Erste Frühlingsboten
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Autor Thema: Erste Frühlingsboten  (Gelesen 4024 mal)


Online Berthold

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Erste Frühlingsboten
« am: 28.Dez.08 um 17:51 Uhr »
Langsam zeigen sich die ersten Frühlingsboten, Hamamelis mollis schon in voller Blüte:



duftet sehr gut, wenn die Sonne drauf scheint und es etwas wärmer ist.



Peter  :good
« Letzte Änderung: 28.Dez.08 um 21:51 Uhr von Berthold »


Offline Postpiet

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Re: Erste Frühlingsboten
« Antwort #1 am: 28.Dez.08 um 20:50 Uhr »
...
Hamamelis mollis  :good


...


Boah ey, sieht ja grauslich aus ...

Also jetzt nicht der blühende Strauch, aber der Name ...


Schönen Gruß

Peter
« Letzte Änderung: 28.Dez.08 um 21:52 Uhr von Berthold »
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Online Berthold

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Re: Erste Frühlingsboten
« Antwort #2 am: 28.Dez.08 um 21:54 Uhr »
Peter, was ist mit dem Namen?


Offline Charlemann

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Re: Erste Frühlingsboten
« Antwort #3 am: 08.Jan.09 um 18:46 Uhr »
Wie geht´s eigentlich der blühenden Zaubernuss bei den Temperaturen?


Offline pinkcat

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Re: Erste Frühlingsboten
« Antwort #4 am: 08.Jan.09 um 22:32 Uhr »
Wie geht´s eigentlich der blühenden Zaubernuss bei den Temperaturen?
Wir haben auch eine im Vorgarten. Bei Frost werden die Blüten gewöhnlich nur schlapp. Ich glaub, sie zieht einfach den Saft aus den Blütenblättchen ab. Sobald der Frost vorbei ist, blüht sie einfach weiter.
Was sie nun bei diesem langanhaltendem Frost (nachts -10° bis -12°C Schwarzwald bei Freiburg) macht, bin ich selber mal gespannt. Muß ich direkt mal morgen früh nach schauen. An Weihnachten hatte sie diesen Winter auch schon die ersten Knospen geöffnet gehabt.
lg
Uli


Offline pinkcat

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Re: Erste Frühlingsboten
« Antwort #5 am: 09.Mär.09 um 08:19 Uhr »
Hallo Gisela,
sie blüht immer noch: siehe rechts im Bild "Vorgartenporträt" von gestern morgen.


Während des strengen Frostes im Januar sahen die Blüten so aus:

Sie rollt die Blütenblätter bei Kälte einfach zusammen. Der Effekt entsteht wohl, weil sie ein Teil Wasser aus den Blütenblättern rauszieht und dadurch die Konzentration gelöster Stoffe erhöht. Das Prinzip ist ähnlich wie bei einem Frostschutzmittel: der Gefrierpunkt wird dadurch herunter gesetzt.
Sobald es wieder über 0°C geht, pumpt sie die Blüten wieder auf und blüht einfach weiter. Das klappt offenbar den ganzen Winter hindurch und sogar unter Schneebedeckung.
Ein erstaunliches Gewächs. Wir haben uns schon oft gewundert, daß man so einen tollen Winterblüher doch relativ selten in den Gärten sieht (zumindest hier bei uns in der Gegend).
« Letzte Änderung: 09.Mär.09 um 08:25 Uhr von pinkcat »
lg
Uli


Offline pinkcat

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Re: Erste Frühlingsboten
« Antwort #6 am: 09.Mär.09 um 21:21 Uhr »
Wie lange hast du den schon? bzw. wie lange dauert es, bis er diese Größe hat? Gibt's eine Minimum-größe, ab der er frühestens blüht? Was möchte der denn für Bodenbeschaffenheit haben? Macht er viel Arbeit? Kann man ihn zurückschneiden (etwas kleiner halten), ohne dabei auf Blüten verzichten zu müssen (so wie beim Oleander)?
Hi Gisela
Da dies das Spezialgebiet meines Freundes Andreas ist und er zusammen mit diesem Busch quasi aufgewachsen ist :-D, kann er Deine detaillierten Fragen sicher besser beantworten. Ich habe ihn darum gebeten, dauert aber etwas. Ich poste dann die Antworten in den nächsten Tagen.
lg
Uli


Offline pinkcat

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Re: Erste Frühlingsboten
« Antwort #7 am: 09.Mär.09 um 22:55 Uhr »
Hi Gisela,
Andreas hat schon mal eine kurze knappe Antwort geschrieben :-D:
"Die Hamamelis dürfte inzwischen so ca. 40 Jahre alt sein. Die Größe von ca.
2,0 m dürfte sie aber bereits mit 10-20 Jahren erreicht haben. Die Blüte
erscheint zuverlässig bereits bei gekauften Jungpflanzen. Jetzt im
ausgewachsenem Stadium kann es aber schon mal vorkommen, dass infolge
Schnitt angeregte kräftige Neutriebe erst im 2.Jahr zum Blühen kommen. Als
Bodenbeschaffenheit bevorzugt sie wohl saure Böden, obgleich im Gehölzbuch
von sauer bis neutral die Rede ist (Hamamelis x intermedia) und bei fast
gleich aussehenden Hamamelis mollis heißt es sogar schwach sauer bis
alkalisch, aber nicht zu schwere Böden.
Arbeit macht die Hamamelis im Prinzip keine, da sie vor allem in jungen
Jahren eigentlich kaum geschnitten gehört. Dann braucht sie aber auch ihren
Platz, da sie gerne in die Breite wächst. Möchte man das Breitenwachstum
begrenzen, so sollte man die längsten Triebe vorsichtig auf nach außen
weisende innere Seitentriebe zurückschneiden. Wenn aber der Strauch so
richtig schön alt geworden ist, kann man eigentlich ganz froh sein zu Beginn
der Blüte Zweige schneiden zu können, da die sich in der Wohnung je nach
Zimmertemperatur einige Wochen halten können. Im nicht aufgeblühtem Zustand
lassen sich die Blüten zuverlässig zu Weihnachten vortreiben, indem man die
Zweige 1 bis 2 Wochen vorher schneidet und in einer Vase bei (kühler)
Zimmertemperatur hält. Was den Blütenreichtum betrifft ist dieser um so
üppiger, je weniger man schneidet, da die Blühten auch bei altem Holz
reichlich gebildet werden. Allerdings kommen auch bei einem kräftigen
Rückschnitt die Neutriebe im 2. Jahr wieder zum Blühen, so dass man
eigentlich kaum was falsch machen kann. Nur wild drauf zurechtstutzen sollte
man nicht, da sonst der Strauch wie amputiert aussieht und nicht mehr wie
ein wohlgeformter Strauch. Das heißt, dass man ihm schon so etwa mindestens
2 m Raum im Durchmesser gönnen sollte."
« Letzte Änderung: 09.Mär.09 um 22:59 Uhr von pinkcat »
lg
Uli


Online Berthold

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Re: Erste Frühlingsboten
« Antwort #8 am: 10.Mär.09 um 17:23 Uhr »
Die reine Art Hamamelis mollis ist sehr langsam wachsend, hat aber die grössten und am stärksten duftenden Blüten. Es gibt aber inzwischen viele Sorten (auch in rot), meist auf Kreuzungen mit H. japonica basierend, die sind etwas robuster.


Offline Jeanne

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Re: Erste Frühlingsboten
« Antwort #9 am: 11.Mär.09 um 19:55 Uhr »
und hier die rothaarige Variante. Sie blüht schon seit 2 Monaten.



Offline plantsman

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Re: Erste Frühlingsboten
« Antwort #10 am: 09.Apr.13 um 15:08 Uhr »
Moin,

auch wenn ich hier einen archäologischen Thread wieder hervorhole zwingt einen dieses Frühjahr förmlich dazu, ein paar winterblühende Gehölze zu zeigen.
Ziemlich selten ist in den Gärten die Gattung Stachyurus zu sehen. Leider blühen sie nur an geschützteren Stellen gut, da die Blütenknospen im Winter empfindlich gegen Kahlfrost sind. Damit ich von meiner Pflanze etwas habe, wird sie zwar im Sommer ausgepflanzt aber im Herbst "kübel" ich sie wieder ein und stelle sie im Winter in mein "Alpinenhaus". Dort friert es zwar rein, aber die Bedingungen sind abgemildert und die Knospen kommen zur Blüte.
Wie viele Ostasiaten braucht sie im Sommer eher feucht-warme Bedingungen. Der Platz für sie im Garten ist dann ein leicht schattiertes und vor austrocknenden Winden geschütztes warmes Eckchen hinter dem Gewächshaus. Damit sie nie zu groß wird, schneide ich sie direkt nach der Blüte immer wieder zurück. An den dann wachsenden einjährigen Trieben blüht sie sehr reich.
Tschüssing
Stefan


Offline Eveline

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Re: Erste Frühlingsboten
« Antwort #11 am: 09.Apr.13 um 16:05 Uhr »
Dieses Gehölz würde mir auch gefallen. Schöne Herbstfärbung in Rot-Orange und ein attraktives Blätterkleid im Sommer, wie ich jetzt im Netz gesehen habe.

Der Strauch soll 2 bis 4 m hoch werden. Auf welcher Höhe und Breite kannst Du ihn denn durch den jährlichen Rückschnitt halten? Wie groß soll der erforderliche Container sein? Und warum läßt Du ihn nicht das ganze Jahr hindurch im Container, sondern pflanzt ihn über den Sommer aus?


Offline Eveline

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Re: Erste Frühlingsboten
« Antwort #12 am: 09.Apr.13 um 16:13 Uhr »
In meinem Garten blüht nun Cornus mas, und zwar rechtzeitig für die Bienen und Hummeln, die heute auch schon unterwegs waren.


Offline plantsman

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Re: Erste Frühlingsboten
« Antwort #13 am: 09.Apr.13 um 16:31 Uhr »
Er wird von mir ausgepflanzt, damit sich die sommerliche Pflege vereinfacht. Da mein Garten nicht bei meiner Wohnung ist, bin ich nicht täglich vor Ort. Im Kübel würde er mir über Sommer nicht genug wachsen, evtl. sogar vertrocknen. Den nötigen Zuwachs für eine gute Blüte macht er bei dem Rückschnitt auch nur ausgepflanzt. Im Kübel verausgabt sich eine Pflanze bei dieser Behandlung zu schnell.
Die abgeblühten Triebe werden auf ca. 10 - 15 cm zurückgeschnitten. Gleichzeitig lichte ich zu dichte Bereiche etwas aus. So macht er über die Wachstumsperiode Zuwächse von ca. 1,2 m. Der Strauch lässt sich so ungefähr in dieser Größe halten, 1,2 - 1,5 m Höhe und Durchmesser. Für eine dauerhafte Kübelkultur würde ich bei 10 Liter-Containern anfangen. Es muss genug Volumen für eine gleichmäßige Feuchtigkeit gewährleistet, darf aber auch nicht zu groß sein, um Staunässe zu vermeiden. Bei mir ist es, bedingt durch den Ballen, zur Zeit ein Kübel von 35 cm Durchmesser.
Tschüssing
Stefan


Offline Eveline

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Re: Erste Frühlingsboten
« Antwort #14 am: 09.Apr.13 um 17:32 Uhr »
Stefan, ich danke Dir für die ausführliche Antwort.  :blume