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Autor Thema: Phragmipedium kovachii  (Gelesen 187938 mal)


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Re: Phragmipedium kovachii
« Antwort #1365 am: 03.Dez.18 um 13:05 Uhr »
Beides ist gleich wichtig und die Aufnahme läuft parallel.
In der Natur enthält das aufgenommene Wasser meist etwa den gleichen Nährstoffanteil, vielleicht mit etwas jahreszeitlichen Schwankungen.
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Re: Phragmipedium kovachii
« Antwort #1366 am: 03.Dez.18 um 13:10 Uhr »
Ja die Art macht auf jeden Fall gut und schnell Wurzeln. Ich wüsste zwar nicht wie man die fleischigen Wurzeln in einem gut durchwachsenen Topf abwickeln sollte ohne sie komplett zu zerbrechen und die Pflanze damit um Jahre zurückzuwerfen aber gut.
Florian, man kann die Länge der Wurzeln aber abschätzen, indem man eine einzelne zufällig oder absichtlich abgebrochene Wurzel streckt und vermisst. Die Anzahl der Wurzel kann man Rhizomhals erkennen.
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Re: Phragmipedium kovachii
« Antwort #1367 am: 03.Dez.18 um 13:49 Uhr »
Ob sie in in der Natur besser mit Nährstoffen versorgt werden als in Topfkultur ist fraglich, ich Dünge z.B. bei jedem Gießen, egal ob 1x die Woche im Winter oder jeden Tag im Sommer.

Ich kenne Orchideen nur von nährstoffarmen Standorten.
Vermutlich liegt es daran, dass Orchideen langsam wachsen und bei hohem Nährstoffgehalt von anderen Arten schnell überwuchert werden.
Ich gehe davon aus, dass das Nährstoffangebot in der Natur der wesentliche begrenzende Faktor für Orchideen darstellt.
Nicht umsonst sieht man in der Kultur bei der DOG-Tischbewertung erheblich üppigere Pflanzen als sie in der Natur i. A. zu finden sind.
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Re: Phragmipedium kovachii
« Antwort #1368 am: 17.Dez.18 um 17:36 Uhr »
Der Klon von Florian scheint es doch zu packen, nachdem alle Wurzeln und die meisten Blätter des Haupttriebes abgefault waren.
Er seht bei ca. 20° in hoher Luftfeuchtigkeit in Bims mit etwas lebendem Sphagnum. Auch eine Priese Fosetyl wurde gesprüht
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Offline Muralis

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Re: Phragmipedium kovachii
« Antwort #1369 am: 23.Feb.19 um 21:21 Uhr »
Hmm. Jetzt habe ich etliche Seiten hier gelesen und mein Interesse beginnt zu wachsen.

Die längste Zeit dachte ich, Phragmipedium ist nichts für mich, das sind Pflanzen der triefendnassen Gewächshäuser. Das scheint aber nicht ganz so zu sein?

Der Pflanzenbezug scheint jetzt nicht mehr so das Problem zu sein: Popow bietet 2 Qualitätsstufen, um 99€ ist man mit "fast blühstark" dabei, auch Kopf und Großräschen bieten Pflanzen an (teurer).

Ich werde weiter nachdenken, vor allem die Substratfrage ist mir noch nicht klar. Gibt es das perfekte Substrat?


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Re: Phragmipedium kovachii
« Antwort #1370 am: 23.Feb.19 um 22:31 Uhr »
Ich würde zusammenfassend sagen das Substrat soll feucht und luftig sein und regelmässig durchströmt werden, damit sich keine Infektionskeime ansiedeln können.
Am Standort gibt es überströmte Berghänge aus kalkhaltigem Stein mit einer dünneren Substratschicht darauf.
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Offline Muralis

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Re: Phragmipedium kovachii
« Antwort #1371 am: 24.Feb.19 um 08:38 Uhr »
Ja, hab ich bereits gelesen. Was soll man als Hauptbestandteil nehmen, Kokos-Chips? Soll im Substrat Kalk sein wie bei vielen Paphiopedilen?


Offline FlorianO

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Re: Phragmipedium kovachii
« Antwort #1372 am: 24.Feb.19 um 10:03 Uhr »
Geht beides, Kokoschips oder feine Pinienrinde. Hauptbestanteil sollte mineralisch sein. Zb. Perlite, Bims. Ich mische bei kovachii noch Kalkschotter mit in das Substrat. Phrag. kovachii ist da nicht so anspruchsvoll.

die Popowpflanzen sind noch Jungpflanzen. Ich würde eine blühstarke nehmen, selbst dann muss man manchmal mehrere Jahre auf eine erste Blüte warten. Schau mal bei Orchids and more, die haben auch Blühstarke Importe im Angebot.

Phrag. kovachii sollte genau so nass wie andere Phragmipedien von der caudatum Gruppe abgesehen gehalten.


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Re: Phragmipedium kovachii
« Antwort #1373 am: 24.Feb.19 um 10:28 Uhr »
Geht beides, Kokoschips oder feine Pinienrinde.

Ich hatte nach dem Hinweis von Florian auch Kokoschips wieder mal getestet. Es ist jedoch in 3 von 5 Töpfen Schimmel aufgetreten, was bei Pinienrinde nie passiert ist.
Es scheint so zu sein, dass Pinienrinde deutlich resistenter gegen Pilze und Bakterien ist als Kokoschips, zumindest eine Zeit lang (vielleicht 2 Jahre ?).
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Offline Muralis

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Re: Phragmipedium kovachii
« Antwort #1374 am: 24.Feb.19 um 11:47 Uhr »
Besten Dank für eure Hinweise! Die Kokosschips hab ich noch nie verwendet, müsste mal schauen, ob unser OBI die hat. Sie sollen das Wasser besser halten, was für Phragmipedium ein Vorteil sein sollte. Es wird wahrscheinlich schwierig sein, ein lockeres, luftiges Substrat ständig nass zu halten...

Das Substrat würde ein ganz entscheidender Faktor sein, ob ich eine kovachii erfolgreich pflegen kann. Das 2. wäre die Unerbringung im Winter, ich denke, mein Wintergarten wäre hier zu kalt. Da müsste ich die Pflanze in einen kühleren Wohnraum oder allenfalls in den Keller stellen (wo es durch die Warmwasserwärmepumpe auch Luftbewegung gibt).

Ich überlege weiter...


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Re: Phragmipedium kovachii
« Antwort #1375 am: 24.Feb.19 um 11:55 Uhr »
Die 7 bis 10° in meinem Kalthaus im Winter waren kein Problem für kovachii, für Phra longifolium ist es zu kalt.
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Offline Muralis

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Re: Phragmipedium kovachii
« Antwort #1376 am: 24.Feb.19 um 11:58 Uhr »
Interessant, ich schaue, dass es in meinem Wintergarten nicht unter 10° (manchmal 9) geht, dass müssen alle aushalten. Aber bei kovachii wäre ich doch eher von sehr stabilen Temperaturverhältnissen ausgegangen. So kalt werden wohl nur wenige kovachii gehalten...


Offline FlorianO

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Re: Phragmipedium kovachii
« Antwort #1377 am: 24.Feb.19 um 12:16 Uhr »
Ich hole sie erst rein wenn die Nächte unter 10 Grad sind, dann stehen sie aber den Winter nicht kälter als 15 Grad. Ich denke ein durch die Äquator Nähe ihres natürlichen Standort ist großer Tag Nacht Unterschied ok, dauerhaft kühl eher nicht.


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Re: Phragmipedium kovachii
« Antwort #1378 am: 24.Feb.19 um 12:33 Uhr »
Der kühle Standort führt natürlich zu geringerer Wachstumsgeschwindigkeit. Aber das allein ist kein Problem.

Manchmal sinkt bei niedrigen Temperaturen sogar das Infektionsrisiko, da die Infektionskeime unter der niedrigen Temperatur mehr leiden als die Mutterpflanze.
Die Temperatur darf natürlich nicht so niedrig sein, dass die Mutterpflanze physiologische Probleme bekommt und der Zellstoffwechsel gestört wird, was zur Zellzerstörung führt. Dann steigt das Infektionsrisiko natürlich wieder, meist aber erst, wenn es wieder wärmer wird und die Infektionskeime aktiv werden.
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Offline FlorianO

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Re: Phragmipedium kovachii
« Antwort #1379 am: 24.Feb.19 um 21:28 Uhr »
Die Temperatur darf natürlich nicht so niedrig sein, dass die Mutterpflanze physiologische Probleme bekommt und der Zellstoffwechsel gestört wird, was zur Zellzerstörung führt. Dann steigt das Infektionsrisiko natürlich wieder, meist aber erst, wenn es wieder wärmer wird und die Infektionskeime aktiv werden.

Die Pflanzen überleben wohl erstmal niedrige Temperaturen, der Zelldruck nimmt aber bei der geschwächten Pflanze ab, Keime können eindringen.