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Autor Thema: Laelia lundii  (Gelesen 1237 mal)


Offline walter b.

  • Beiträge: 4527
Re: Laelia lundii
« Antwort #75 am: 14.Feb.20 um 11:03 Uhr »
Ich finde schon dass eine Neotinea ustulata einer N. maculata viel ähnlicher ist als einer Orchis mascula. Für mich ist dieser Ansatz in weiterer Folge durch die starke Hybrididierung von ustulata mit tridentata bei gemeinsamen Standorten absolut schlüssig und wird durch die eindeutigen Ergebnisse aus genetischer Sequenzierung nur mehr bestätigt.

Und was kann objektiver sein als Genanalysen, die ein Computer auswertet?


Offline Muralis

  • Beiträge: 1623
Re: Laelia lundii
« Antwort #76 am: 14.Feb.20 um 12:44 Uhr »
Wenn ich so argumentiere, komme ich am Ende zu dem Punkt, wo ich für jede Art eine eigene Gattung aufstellen kann.
Es kann doch niemand bestreiten, dass tridentata einer militaris recht ähnlich ist, die beiden bastardieren aber nicht. Für mich sind die Unterschiede zu gering, um diese beiden Arten aus Orchis herauszulösen. Der ursprüngliche Sinn, um überhaupt Gattungen aufzustellen, war wohl, eine Ordnung in das System zu kriegen, was die Übersichtlichkeit erleichtert.

Neotinea ustulata und tridentata sind klassische Beispiele dafür, dass dieses Bestreben so nicht mehr funktioniert. Schön für die Leute, die mit ihren Genanalysen das so herausgefunden haben, nur, es gibt keinen praktischen Nutzen dafür.


Offline walter b.

  • Beiträge: 4527
Re: Laelia lundii
« Antwort #77 am: 14.Feb.20 um 12:57 Uhr »
Auch das würde ich als Grundlagenforschung bezeichnen. Diese ist per se nicht sinngesteuert, sondern hat zum Ziel, Wissen zu gewinnen. Sie stellt sich aber manchmal nachträglich als durchaus nützlich heraus.


Offline Ruediger

  • Beiträge: 15359
Re: Laelia lundii
« Antwort #78 am: 14.Feb.20 um 16:32 Uhr »
Eine hübsche Lippe hat sie schon, Deine Lundii. :thumb

Meine wächst auch langsam vor sich hin, mal sehen ob ich mal eine Blüte bekomme.
Beste Grüße

Rüdiger