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Autor Thema: Spiranthes spiralis  (Gelesen 25330 mal)


Offline Eveline

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Re: Spiranthes spiralis
« Antwort #240 am: 02.Okt.20 um 15:23 Uhr »
Toll!


Offline orchis pallens

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Re: Spiranthes spiralis
« Antwort #241 am: 02.Okt.20 um 21:39 Uhr »
Abendstimmung
Blumen sind das Lächeln der Erde


Offline orchis pallens

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Re: Spiranthes spiralis
« Antwort #242 am: 03.Okt.20 um 22:35 Uhr »
Ein mediterraner Klon, gerade am Aufblühen
Blumen sind das Lächeln der Erde


Offline Catwheazle

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Re: Spiranthes spiralis
« Antwort #243 am: 20.Nov.20 um 18:16 Uhr »
S. spiralis hab ich drei mal mit unterschiedlichen Methoden probiert (2 x Freiland, 1 x Topf)
Es war immer das Gleiche: wächst ganz gut bis zum Ende der Wachstumsperiode, dann
kein Neutrieb. Hab nachgeschaut: keine Fäulnis erkennbar.
Hab den Verdacht, daß sie meine - kalkhaltige Erde nicht veträgt ???
Bitte ggf. um "Nachhilfe"
Bernd
οἶδα οὐκ εἰδώς, oîda ouk eidōs


Offline Berthold

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Re: Spiranthes spiralis
« Antwort #244 am: 20.Nov.20 um 21:21 Uhr »
Bernd, Spiranthes spiralis wächst grundsätzlich auf kalkreichen Böden. Aber entscheidend ist, welche Pilze in diesen Böden existieren.
Die Art ist empfindlich gegenüber Fäulnis, wenn sie nicht mit ihrem eigenen Symbiose-Pilz zusammen leben kann.

Die Art erscheint spontan, verschwindet auch auch wieder spontan. Das hängt mit der Überlebensfähigkeit der Pilze im Boden zusammen.
Weniger gelobt ist genug kritisiert (frei nach Peter Altmaier)


Offline Uhu

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Re: Spiranthes spiralis
« Antwort #245 am: 20.Nov.20 um 22:04 Uhr »
im hessischen Bergland wächst die Art auf leicht saurem Boden. Vereinzelt wächst Besenheide auf der Fläche. Die Nachkommen von dort kommen in meinem aufgekalkten Substrat ohne Probleme klar. In Topfkultur kultiviere ich im Sommer durch, lasse sie in der Zeit nicht einziehen. Am Standort kommen die Pflanzen nach trockenen Sommern wenig oder auch gar nicht zur Blüte - erscheinen nach einem einzigen feuchten Sommer jedoch sofort mit zahlreichen Blütenständen.
Grüße Jürgen


Offline orchis pallens

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Re: Spiranthes spiralis
« Antwort #246 am: 20.Nov.20 um 22:47 Uhr »
S. spiralis hab ich drei mal mit unterschiedlichen Methoden probiert (2 x Freiland, 1 x Topf)
Es war immer das Gleiche: wächst ganz gut bis zum Ende der Wachstumsperiode, dann
kein Neutrieb. Hab nachgeschaut: keine Fäulnis erkennbar.
Hab den Verdacht, daß sie meine - kalkhaltige Erde nicht veträgt ???
Bitte ggf. um "Nachhilfe"
Bernd

In Topfkultur wächst die Art sehr gut in einem Gemisch aus Seramis und grobem Vogelsand. Auch in Seramis-Perlite-Aqualit Gemisch wachsen sie bei mir seit Jahren problemlos und vermehren sich gut. Ich behandle allerdings immer vorbeugend alle 4 Wochen gegen Botrytis mit entsprechenden Fungiziden.

Wie Jürgen halte ich meine Pflanzen im Sommer nie völlig trocken. Und ich dünge reichlich. Der PH-Wert ist neutral.
Blumen sind das Lächeln der Erde


Offline Berthold

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Re: Spiranthes spiralis
« Antwort #247 am: 20.Nov.20 um 23:19 Uhr »
Ja, mit dem Einsatz von Fungiziden sind fast alle anderen Probleme erledigt. Dann fuktioniert fast jedes lockere Substrat ohne Rücksicht auf einen pH-Wert zwischen 6 und 8.
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Offline Stanislav

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Re: Spiranthes spiralis
« Antwort #248 am: 21.Nov.20 um 06:27 Uhr »
Ja, mit dem Einsatz von Fungiziden sind fast alle anderen Probleme erledigt. Dann fuktioniert fast jedes lockere Substrat ohne Rücksicht auf einen pH-Wert zwischen 6 und 8.
But what if the underground organs - roots and tubers are attacked by pathogenic organisms? No one knows if they are bacteria or fungi (eg Erwinia, Fusarium...). Then spraying fungicides against Botrytis does not make sense. You have surely seen blackened and rotting roots or tubers of dying orchids. That was and still is my problem, even though I use an airy mineral substrate. Everyone has different external conditions for cultivation that cannot be exactly imitated, and what works for one may not work for another. I would be very afraid to use the substrates recommended by Manfred - sand or black soil. I myself had tried in the past black soil with fatal consequences.


Offline Berthold

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Re: Spiranthes spiralis
« Antwort #249 am: 21.Nov.20 um 10:17 Uhr »
Stanislav, es gibt sicher unterschiedliche Pilze, die den Orchideen-Knollen schaden. Da muss man verschiedene Fungizide testen und Glück haben, dass man das richtige findet.

Bakterien kann man meist durch Luft im Substrat fernhalten. Die gefährlichen Bakterien sind meist anaerob und streben durch den Luftsauerstoff ab.

Es gibt auch gutmütige Pilze, die Antibiotika produzieren, um sich selber vor den Bakterien zu schützen.
Aber deren Einsatz ist komplex und unübersichtlich, weil sie manchmal mit ihrem Myzel die Orchideen ersticken.

Wenn Manfred Schwarzerde von dem Naturstandort, wo die Orchideen wachsen, benutzt, sind die passenden Mykorrhiza-Pilze enthalten und dann klappt die Kultur eine gewisse Zeit lang sehr gut.
Weniger gelobt ist genug kritisiert (frei nach Peter Altmaier)


Offline Stanislav

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Re: Spiranthes spiralis
« Antwort #250 am: 21.Nov.20 um 14:56 Uhr »
Berthold, I agree, perhaps except that the harmful bacteria are mostly anaerobic. I do not know where this statement comes from. E.g. bacteria of the genus Pectobacterium and Dickeya, which cause rot of potatoes are not anaerobic. However, their activity is supported by humidity. It can also be a mixed infection with a fungus and bacterium.
What you have written only confirms that fighting pathogens is difficult and spraying against one type of fungus or using an airborne substrate is not always enough.
In nature, plants, where they thrive, are protected from pathogens by various microorganisms, perhaps mycorrhiza, perhaps other fungi. This is not the case with artificial cultivation.
Testing fungicides for watering is almost unthinkable for growers if we do not know what kind of fungus it is or if it is a bacterium. Testing can do more harm than good.
However, the fact that someone is doing well indicates that cultivation in culture is possible, but when someone tries to do the same, he does not always meet with success.


Offline Berthold

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Re: Spiranthes spiralis
« Antwort #251 am: 21.Nov.20 um 15:17 Uhr »
Stanislav, I agree
Weniger gelobt ist genug kritisiert (frei nach Peter Altmaier)


Offline Manne

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Re: Spiranthes spiralis
« Antwort #252 am: 21.Nov.20 um 16:52 Uhr »
S. spiralis hab ich drei mal mit unterschiedlichen Methoden probiert (2 x Freiland, 1 x Topf)
Es war immer das Gleiche: wächst ganz gut bis zum Ende der Wachstumsperiode, dann
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Bernd

mische deine erde 1 :1 mit sand. dann klappt das.