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Autor Thema: Dendrobium nobile backhousianum  (Gelesen 3261 mal)


Offline FlorianO

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Re: Dendrobium nobile backhousianum
« Antwort #30 am: 24.Nov.18 um 12:55 Uhr »
Vielleicht sind es nicht nur die tiefen Temperaturen, die für die Blüteninduktion benötigt werden? Es wird gerne verschwiegen, daß es nach den kalten Nächten am Naturstandort tagsüber wieder angenehm warm wird (für uns Nordlichter). Von vielen Orchideen, z.B. aus Mexico ist bekannt, daß sie eine hohe Temperaturamplitude mögen. Vielleicht braucht Dein nobile nur nachts 5°C, aber tags 15°C?

Von dem her hätte es heuer super gepasst: Lange Zeit hat im Oktober und in der ersten Novemberhälfte die Sonne geschienen bei angenehmen Temperaturen und in der Nacht ist es dann unter 10°C gegangen.
Blütenansätze sehe ich trotzdem kaum, wie gesagt ein paar "Knubbel" an älteren Trieben. Im letzten Jahr sind aus solchen dann Kindel geworden...

@Florian: Was war der Unterschied zwischen Treppenhaus und Kellerfenster? Mehr Licht in ersterem?

Licht dürfte ähnlich sein. Am Kellerfenster ist es deutlich kühler, auch mal leichte Minusgrade, die der Pflanze nicht bekommen sind.


Offline Rob

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Re: Dendrobium nobile backhousianum
« Antwort #31 am: 28.Nov.18 um 16:37 Uhr »
Hallo Berthold
Dendrobium blühen besser wenn sie in zu kleinen Töpfen kultiviert werden.
Ich lasse meine "nobile" solange draussen im ungeheizten GH bis die "Knubbel" erscheinen und -3° C haben sie schon mehrmals unbeschadet überstanden, aber knochentrocken.
Lg Rob


Offline Berthold

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Re: Dendrobium nobile backhousianum
« Antwort #32 am: 28.Nov.18 um 16:54 Uhr »
Hallo Berthold
Dendrobium blühen besser wenn sie in zu kleinen Töpfen kultiviert werden.

Ja, Rob.
In grossen Töpfen wachsen sie besser, weil sie über mehr Wurzeln mehr Nährstoffe aufnehmen können. Sie bilden dann mehr und grössere Scheinbulben, also Reserven für schlechte Zeiten.
Wenn es dann mal eng wird, bilden sie Blüten, um sich generativ vermehren zu können.
Weniger gelobt ist genug kritisiert (frei nach Peter Altmaier)


Offline Eerika

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Re: Dendrobium nobile backhousianum
« Antwort #33 am: 28.Nov.18 um 17:15 Uhr »
Ich bin der Meinung, dass man es ausprobieren muss.

Wenn ein Klon aus niedrigen Höhen stammt, verträgt es keine Minusgrade und braucht diese extreme Temperaturen auch nicht um zu blühen. Stammt der Klon aus den Höhen, braucht es die kühle Temperaturen und extreme Temperaturschwankungen.

Eins haben die beiden Klone gemeinsam: tagsüber stehen sie in der Zeit in voller Sonne.

Ganz trocken stehen sie wohl weder im unteren oder höheren Bereich. Im unteren Bereich ist die LF hoch und in hohen Lagen dicker Nebel.

Rob, wieviele Blüten hattest du dann pro Bulbe nach diesen extremen Temperaturen? Hast du Bilder?

Zu den Töpfen - das stimmt, die Dendrobien soll man generell in kleinen Töpfen kultivieren. Die Meisten wachsen jedoch aufgebunden am besten.


Offline Rob

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Re: Dendrobium nobile backhousianum
« Antwort #34 am: 28.Nov.18 um 19:19 Uhr »
Eerika es stimmt jeder muss es für sich probieren. Für mich hab ich die Erfahrung gemacht dass sie im kalten GH die "Knubbel" machen müssen sonst war die Blüte nicht befriedigend. Dass gilt auch für var. "coccianum". Und aufgebunden ist bei mir oberstes Gebot wegen der LF im GH. Wenn im Topf dann nur in Gitterkörbchen mit etwas Kokos.
Lg Rob


Offline Eerika

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Re: Dendrobium nobile backhousianum
« Antwort #35 am: 28.Nov.18 um 20:07 Uhr »
Super!


Online Muralis

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Re: Dendrobium nobile backhousianum
« Antwort #36 am: 08.Feb.19 um 16:03 Uhr »
Der aktuelle Stand bei meiner Pflanze ist folgender: Nachdem ich monatelang kein Wasser gegeben habe, sind alle Triebe dehydriert. Einige kleine NT sind unten bereits zu sehen, wachsen aber nicht.
Einzelne 2-jährige Triebe haben nun ein paar halbkugelförmige "Knubbel" entwickelt. Die (vielen) letztjährigen Triebe bleiben ohne diese Ansätze.

Frage: Soll ich jetzt Wasser geben oder noch zuwarten? Im Wintergarten ist es jetzt untertags schön sonnig und warm, nachts sinkt es auf etwa 12 Grad ab.



Offline Berthold

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Re: Dendrobium nobile backhousianum
« Antwort #37 am: 08.Feb.19 um 16:18 Uhr »
Wenn die Pflanze Blütentriebe bildet, muss sie auf jeden Fall Wasser bekommen. Die dehydrierten Scheinbulben muss sie doch auch wieder versorgen.
Weniger gelobt ist genug kritisiert (frei nach Peter Altmaier)


Online Muralis

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Re: Dendrobium nobile backhousianum
« Antwort #38 am: 08.Feb.19 um 17:51 Uhr »
Okay, dann werde ich morgen loslegen und den stark durchwurzelten Topf mal eine Weile tauchen.

Es ist immer schwierig für mich, bei den Dendrobien den richtigen Zeitpunkt zu erwischen, um wieder Wasser zu geben. In Kulturanleitungen steht oft "ab April", aber bei einigen Arten muss man sicher schon deutlich früher beginnen.

Ich hoffe jetzt, dass die Knubbel tatsächlich Blüten werden, um zu sehen, was es wirklich ist (nobile Naturform?).


Offline Berthold

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Re: Dendrobium nobile backhousianum
« Antwort #39 am: 08.Feb.19 um 17:59 Uhr »
In Kulturanleitungen steht oft "ab April", aber bei einigen Arten muss man sicher schon deutlich früher beginnen.

Ja, aber das hängt auch stark von den Temperatur- und Feuchtigkeitsbedingunen über Winter ab, wann sie wieder wachsen wollen. Und wenn sie wieder wachsen wollen, brauchen sie auf jeden Fall Wasser.

Ich würde nicht sofort tauchen, sondern die Feuchtigkeit langsamer hochfahren durch Sprühen über 1 Woche z. B.
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Offline Ruediger

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Re: Dendrobium nobile backhousianum
« Antwort #40 am: 08.Feb.19 um 21:14 Uhr »
Ich würde auch lieber langsam mit angießen anfangen, tauchen finde ich dann schon sehr heftig.

Ich hatte mal gelsen, daß bei den trocken zu überwinternden Pflanzen ein zu starkes Schrumpfen der Bulben verhindert werden soll.
Beste Grüße

Rüdiger


Offline Berthold

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Re: Dendrobium nobile backhousianum
« Antwort #41 am: 08.Feb.19 um 22:52 Uhr »

Ich hatte mal gelsen, daß bei den trocken zu überwinternden Pflanzen ein zu starkes Schrumpfen der Bulben verhindert werden soll.

Ja, dann erholen sie sich nicht mehr und sterben ab
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Online Muralis

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Re: Dendrobium nobile backhousianum
« Antwort #42 am: 10.Feb.19 um 18:51 Uhr »
Solange genug Wurzelwerk vorhanden ist, erholen sie sich jederzeit wieder. Ich habe inzwischen die Pflanze 2x längere Zeit in den Tauchkübel gestellt und die stark geschrumpelten Triebe sind nun schon wieder fast prall.

Spannend wird es nun, was aus den sog. Knubbeln wird. An 4 Trieben befinden sich jeweils 4 bis 6 am oberen Ende 2-jähriger Triebe. Ich hoffe natürlich auf Blüten, dann müsste es nächstes Jahr an den 10 oder 11 Trieben der letztjährigen Generation ein Blütenmeer geben - was ja eigentlich immer das Ziel bei diesen Monsun-Dendrobien sein muss.


Offline walter b.

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Re: Dendrobium nobile backhousianum
« Antwort #43 am: 12.Feb.19 um 12:04 Uhr »
Hallo Wolfgang,

ich würde auch einmal nur sprühen. Bei zu viel Wasser können sich aus den Knubbeln statt Knospen Kindel bilden...

Trotzdem hate ich die Daumen!

Viele Grüße
Walter


Offline Berthold

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Re: Dendrobium nobile backhousianum
« Antwort #44 am: 12.Feb.19 um 12:19 Uhr »
Bei zu viel Wasser können sich aus den Knubbeln statt Knospen Kindel bilden...


Walter, ich denke, diese Entscheidung hat die Pflanze schon getroffen, wenn "Knubbel" gebildet worden sind
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