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Autor Thema: Dendrobium nobile backhousianum  (Gelesen 2626 mal)


Offline Eerika

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Re: Dendrobium nobile backhousianum
« Antwort #15 am: 23.Nov.18 um 20:19 Uhr »
Es war bei mir auch aufgebunden, oder?
Wieso hast du es zerstückelt, war ja nicht so gross, dass man teilen konnte?

Mit Efeu kenne ich mich nicht aus, aber es macht doch Wurzel.

Ich denke, es blüht nicht, weil es im Winter zu kalt steht.
Wenn es dann wärmer wird, konzentriert die Pflanze sich auf Wachstum.

Nobile wächst in Höhen von 200 bis 2 000 m. (Jay und Lavarack.)

Jay schreibt:
They need a decided winter rest from fertilizer and water to ensure a good bloom season and the yellowing of the leaves in the fall is the sign to begin.

Lavarack:
This species is noted for its ease culture. It is best grown in a hanging pot or basket with a mixture that retains some moisture but is freedraining. It should be kept dry in winter and spring until the new growths start. At this stage it should be watered and fertilised freely. It should be given strong sunlight and does best in intermediate temperatures, but will tolerate hot climates as long as there is a distinct winter. The plants often produce aerial growths that can be used for propagation.

Ich würde es bei 15° halten (blühte bei mir ja auch) und nie niedriger, als 10° und das nicht für eine längere Zeit.
In Naturstandort hat es zwar so manche Zeit nachts kühlere Temperaturen, bekommt tagsüber aber volle Sonne auf den Rücken.


Online Berthold

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Re: Dendrobium nobile backhousianum
« Antwort #16 am: 23.Nov.18 um 20:39 Uhr »
Ja, hier ist die kalte Periode vermutlich zu lang, um eine Blütenbildung zu ermöglichen.
Ich musste die Pflanze zerschneiden, weil so einen hässlichen Habitus hatte.
Weniger gelobt ist genug kritisiert (frei nach Peter Altmaier)


Online Muralis

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Re: Dendrobium nobile backhousianum
« Antwort #17 am: 23.Nov.18 um 20:55 Uhr »
Hm, da werd ich jetzt auch nicht gescheiter. Bisher habe ich meins nicht so lange draußen gelassen und so überwintert wie die anderen Dendro´s (von denen ja einige bei diesem System nachgewiesenermaßen wie verrückt blühen). Bei diesem "nobile" allerdings war das erfolglos.

Ich habe einige wenige glaubwürdige Erfahrungsberichte gelesen, die davon sprechen, dass man das echte nobile sehr kühl - bis an die Frostgrenze - überwintern soll, um reiche Blütenbildung zu erzielen. Andererseits ist das Verbreitungsgebiet derartig groß und umfasst verschiedene Höhenstufen, dass es wohl gar kein einheitliches Modell gibt. Und weiters weiß ich nicht, ob meine Pflanze im Endeffekt überhaupt ein echtes nobile ist, das müsste sich erst erweisen.

Nächsten Dienstag werde ich meins reinstellen, denn für Mittwoch ist ein Eistag angekündigt.
Das übliche Gesetz für Blütenbildung heißt: Versuche, die Pflanzen von den Bedingungen her so stark wie möglich in die Enge zu treiben. Das drückt ihnen dann irgendwann die Blütenknospen reihenweise heraus. Ich werde ihr also so lange wie möglich keinen Tropfen Wasser gönnen...


Online Berthold

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Re: Dendrobium nobile backhousianum
« Antwort #18 am: 23.Nov.18 um 21:02 Uhr »
Das übliche Gesetz für Blütenbildung heißt: Versuche, die Pflanzen von den Bedingungen her so stark wie möglich in die Enge zu treiben. Das drückt ihnen dann irgendwann die Blütenknospen reihenweise heraus. Ich werde ihr also so lange wie möglich keinen Tropfen Wasser gönnen...
Ja, das ist das Prinzip der Notblütenbildung, wäre ein interessanter Versuch.
Weniger gelobt ist genug kritisiert (frei nach Peter Altmaier)


Online Muralis

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Re: Dendrobium nobile backhousianum
« Antwort #19 am: 24.Nov.18 um 09:57 Uhr »
Ich zitiere Jiro Yamamoto:

Temperature and Humidity
 
For differentiation of flower buds, it is
important to expose plants to low temperatures.  The pseudobulbs, which grow
from spring through summer and mature in the autumn, require approximately
one month of low night temperature.  Therefore, in the autumn when it
becomes cool, do not rush to bring plants into the greenhouse, unless a freeze is
forecast.  Leave them outside to cool, and they will bloom better.


Das ist es eigentlich, was ich grad probiere.


Offline Eerika

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Re: Dendrobium nobile backhousianum
« Antwort #20 am: 24.Nov.18 um 10:04 Uhr »
Auch für die Knospenbildung wird Wasser gebraucht, auch wenn sehr wenig.

Ich habe schon sehr viele Dendrobien in meinem Leben gehabt, weniger als 14 - 15* im Winter hatte keine und staubtrocken im Winter auch keine. Und sie blühten alle.

Ausgenommen pugioniforme, die Bertholds Temperaturen brauchte.

Ihr müsst auch denken, dass ihr Klon aus der niedriger Gegend kommen kann, vllt. 200 m Höhen. Und dann bekommt es hier Minusgrade....
« Letzte Änderung: 24.Nov.18 um 23:43 Uhr von Berthold »


Offline Eerika

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Re: Dendrobium nobile backhousianum
« Antwort #21 am: 24.Nov.18 um 10:09 Uhr »
Low night temperature...

Sagt er auch, wieviel sind low temperatures?

Und läufst du mit der Pflanze täglich um? Nachts kalt, tagsüber warme Sonne usw?


Offline Ralla

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Re: Dendrobium nobile backhousianum
« Antwort #22 am: 24.Nov.18 um 10:17 Uhr »
Low night temperature...

Sagt er auch, wieviel sind low temperatures?

Cool, unless freezing, sagt die Beschreibung. Ich würde das wie Dendro kingianum interpretieren: Draussen bis die Nachtfrostvorhersage kommt.


PS: Bei Dendros solltet ihr allerdings nicht auf meine Ratschläge hören, denn ausser Dendro kingianum habe ich alle platt bekommen.
Liebe Grüsse, Carola
 

'Fantasie haben heißt nicht, sich etwas auszudenken, es heißt, sich aus den Dingen etwas zu machen.' - Thomas Mann


Online Muralis

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Re: Dendrobium nobile backhousianum
« Antwort #23 am: 24.Nov.18 um 10:20 Uhr »
Ja, sagt er  ;-) :

The species (Dendrobium nobile und ihre Verwandten sind gemeint) and their hybrids are extremely hardy, surviving temperatures ranging from warm to hot as well as
enduring freezing conditions in some locales.  If kept dry, these species and hybrids will survive winter
temperatures of 37 to 39 F and flower around April.


Ich denke, das mit den etwas höheren Temperaturen in meinem Wintergarten (momentan um die 10 bis 12°) habe ich inzwischen eh 2 Winter erfolglos probiert und jetzt gehen wir mal an das andere Ende der Skala  :-D
Und du weißt ja, dass mich einige dieser Dendrobien förmlich mit Blüten überschüttet haben, was man mit temperierter Haltung wohl kaum jemals erreichen kann.


Offline Carsten

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Re: Dendrobium nobile backhousianum
« Antwort #24 am: 24.Nov.18 um 10:31 Uhr »
Vielleicht sind es nicht nur die tiefen Temperaturen, die für die Blüteninduktion benötigt werden? Es wird gerne verschwiegen, daß es nach den kalten Nächten am Naturstandort tagsüber wieder angenehm warm wird (für uns Nordlichter). Von vielen Orchideen, z.B. aus Mexico ist bekannt, daß sie eine hohe Temperaturamplitude mögen. Vielleicht braucht Dein nobile nur nachts 5°C, aber tags 15°C?


Offline Eerika

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Re: Dendrobium nobile backhousianum
« Antwort #25 am: 24.Nov.18 um 10:35 Uhr »
Ich habe es in #15 geschrieben.

Es kann sein, dass es nachts kalt ist, ist tagsüber in der Sonne richtig warm.


Online FlorianO

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Re: Dendrobium nobile backhousianum
« Antwort #26 am: 24.Nov.18 um 10:53 Uhr »
Ich habe eine alba und eine normale, die stehen in der warmen Jahreszeit draußen ungeschützt in der Sonne und werden auch gerne mal vernachlässigt. Kurz vor Frost hole ich sie ins kühle Treppenhaus wo sie ab und zu mal etwas Wasser bekommen, aber in der Regel trocken stehen. Sie setzen jetzt grade Blüten an. Ich hatte sie auch mal an einem Kellerfenster sehr trocken und bei manchmal leichten Minustemperaturen stehen. Das hat viele Blätter gekostet aber keine Blüten gegeben.
Interessanterweise blüht die alba Form zuverlässiger.


Online Muralis

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Re: Dendrobium nobile backhousianum
« Antwort #27 am: 24.Nov.18 um 11:45 Uhr »
Vielleicht sind es nicht nur die tiefen Temperaturen, die für die Blüteninduktion benötigt werden? Es wird gerne verschwiegen, daß es nach den kalten Nächten am Naturstandort tagsüber wieder angenehm warm wird (für uns Nordlichter). Von vielen Orchideen, z.B. aus Mexico ist bekannt, daß sie eine hohe Temperaturamplitude mögen. Vielleicht braucht Dein nobile nur nachts 5°C, aber tags 15°C?

Von dem her hätte es heuer super gepasst: Lange Zeit hat im Oktober und in der ersten Novemberhälfte die Sonne geschienen bei angenehmen Temperaturen und in der Nacht ist es dann unter 10°C gegangen.
Blütenansätze sehe ich trotzdem kaum, wie gesagt ein paar "Knubbel" an älteren Trieben. Im letzten Jahr sind aus solchen dann Kindel geworden...

@Florian: Was war der Unterschied zwischen Treppenhaus und Kellerfenster? Mehr Licht in ersterem?


Offline Uhu

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Re: Dendrobium nobile backhousianum
« Antwort #28 am: 24.Nov.18 um 11:58 Uhr »
Eerika, dein Blüherfolg gibt dir natürlich recht; mein nobile backhousianum ist auch keine kleine Pflanze mehr und hat noch nie geblüht. Kalte Nächte im Herbst bei voller Sonne hat sie gekriegt. Die gleich kultivierten Paph. insigen Hybr. und Dend. fimbriatum stehen in Knospe - letzteres ist dieses Jahr besonders gut gekommen. Ich werde dieses Jahr auch etwas höhere Nachttemperaturen im Winter ausprobieren. Die Dendrobien werden 2-3x wöchentlich leicht angesprüht. Regelmäßige Blüten kriege ich mit meinen Kulturbedingungen bei aggregatum, kenskinii und fimbriatum. Anosmum verblüht gerade und eine nobile albe (Hybride?) hat im Spätommer in vollem Laub geblüht.
Grüße Jürgen


Online Berthold

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Re: Dendrobium nobile backhousianum
« Antwort #29 am: 24.Nov.18 um 12:43 Uhr »
Nachdem ich der Pflanze nach längerer Zeit mit der Rosenschere endlich wieder in einen ordentlichen Habitus verpasst habe, kann sie jetzt in einem neuen sehr grossen Topf noch zur doppelten Grösse heran wachsen und soll dann auch ordentlich blühen. :yes
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