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Autor Thema: Lilium Aussaat und in vitro Vermehrung  (Gelesen 6460 mal)


Offline Matthias

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Re: Lilium Aussaat und in vitro Vermehrung
« Antwort #105 am: 13.Mär.18 um 11:39 Uhr »
Das Gel dient in erster Linie der mechanischen Fixierung der Bulbe. Sie soll sich im Schwerefeld nicht ständig um alle Achsen drehen.

Physikalisch gesehen, drehen wir uns alle pemanent im Schwerefeld um die Achse und wachsen trotzdem. :)  Berthold, ich kann das alles nicht umlegen, in Ermangelung von Zeit. Aber du bist als Pensionist herzlich eingeladen, mir helfend unter die Ärmeln zu greifen. Es gibt sogar ein Gästezimmer mit Kruzifix und Leiter.

Forscher haben herausgefunden ... und sind dann doch wieder hineingegangen.


Offline Berthold

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Re: Lilium Aussaat und in vitro Vermehrung
« Antwort #106 am: 13.Mär.18 um 11:53 Uhr »
Das Gel dient in erster Linie der mechanischen Fixierung der Bulbe. Sie soll sich im Schwerefeld nicht ständig um alle Achsen drehen.

Physikalisch gesehen, drehen wir uns alle permanent im Schwerefeld um die Achse und wachsen trotzdem. :) 

Matthias, ich möchte nicht aussschliessen, dass Du manchmal das Gefühl hast, Dich um Deine eigene Achse zu drehen.
Aber der Mensch sollte doch immer das richtige Gefühl haben, wo oben und wo unten ist, sonst bekommt auch er Schwierigkeiten.

Das Umlegen der Sämlinge ist eine aufwendige und nicht sehr schöpferische Tätigkeit, deshalb reisse ich mich nicht darum.
Ausserdem ist bei einem Privatus immer die Zeit knapp, was mich schon veranlasst hat, nur noch dass Wichtigste auszusäen.
Ich würde mir an Deiner Stelle die weltweit 5 schönsten Lilien aussuchen, und mich auf die Mehrmehrung und Aufzucht nur dieser Arten zu konzentrieren.


Offline Matthias

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Re: Lilium Aussaat und in vitro Vermehrung
« Antwort #107 am: 13.Mär.18 um 12:54 Uhr »
5 Lilienb bloß? Das ist ja langweilig.
Was sind denn (Deine) 5 schönsten Lilien? Jetzt bin ich neugierig ... .
Forscher haben herausgefunden ... und sind dann doch wieder hineingegangen.


Offline Berthold

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Re: Lilium Aussaat und in vitro Vermehrung
« Antwort #108 am: 13.Mär.18 um 14:11 Uhr »
Ich kenne mich nicht gut aus, aber canadense und pomponium sind  unter den ersten 5, denke ich.


Offline partisanengärtner

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Re: Lilium Aussaat und in vitro Vermehrung
« Antwort #109 am: 13.Mär.18 um 18:24 Uhr »
Und die anderen 20 die Du gerne hast, belegen dann die anderen 5 Plätze. Nicht zu vergessen ein paar Reservearten. :-D


Offline Eveline

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Re: Lilium Aussaat und in vitro Vermehrung
« Antwort #110 am: 13.Mär.18 um 18:31 Uhr »
 :rofl


Offline Berthold

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Re: Lilium Aussaat und in vitro Vermehrung
« Antwort #111 am: 13.Mär.18 um 19:16 Uhr »
Und die anderen 20 die Du gerne hast, belegen dann die anderen 5 Plätze. Nicht zu vergessen ein paar Reservearten. :-D

ja, aber man muss sich doch irgendwann mal entscheiden, sonst wächst einem alles über den Kopf und das sind dann meist die langweiligen Arten.
« Letzte Änderung: 13.Mär.18 um 20:54 Uhr von Berthold »


Offline partisanengärtner

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Re: Lilium Aussaat und in vitro Vermehrung
« Antwort #112 am: 13.Mär.18 um 20:35 Uhr »
Sein Problem ist halt das man selbst so einfache Arten wie die Henryi kaum noch reinrassig bekommt. Alles vermanscht.
Meine vom Händler sind auch wenn sie normal aussehen wenigstens teilweise verkreuzt.

So wird sich Mathias weiterhin um das Kreuz das er sich aufgeladen hat kümmern und leise stöhnend ab und an mal um Hilfe an einen kompetent erscheinenden Liebhaber wenden.

Ich habe erst Mal meine sicher nicht reinrassigen L.henryi entsorgt und den Rest werde ich argwöhnisch beäugen bis ich mal was sicher reines auftreiben kann. Bei meinen 3 sicher falschen Exemplaren waren es Samenform und Samenkapsel die nicht passten. Der Rest hat alles gestimmt. :-p


Offline Matthias

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Re: Lilium Aussaat und in vitro Vermehrung
« Antwort #113 am: 14.Mär.18 um 17:55 Uhr »
Axel, Berthold et al., ich gebe euch allen recht ...
Klar begann ich mal mit Liliensamen, die leicht zu erhalten waren. Regale, formosanum, candidum ... . Und freute mich im Spätherbst 2016 sehr, dass sie keimten.
Sich nur auf 5 Spezies zu spezialisieren, ich denke, Berthold, das meinste Du aus dem Stegreif heraus. Denke doch nur rhodopaeum, jankae, kesselring, albanicum, chalcedonicum, pomponium, carniolicum, ... diese in unserer mehr oder weniger erreichbaren Nähe sind doch allesamt nicht wirklich käuflich zu erwerben. Von akkusianum, ledebourii ganz zu schweigen. Ende 2016 hatte ich dann schon ca 50 verschiedene Spezies in der Aussaat. Und dann ist´s einfach mehr und mehr geworden. Diese initialen Spezies werden auch die ersten sein, die aus den Bechern herauskönnen bzw. dienten mir gerade das unzerstörbare regale und candidum für die Gewebekulturen (und im weiteren Verlauf reifte die Erkenntnis, dass dieses aktuell nichts bringt).
Ich denke mit den +/- 115, 120 verschiedenen Lilienspezies, die schwer, aber doch mit der Zeit über Samen zu erhalten sind, bin ich immer noch weit unter den knapp über 1.200 verschiedenen Orchideenspezies, die einst mein Labor füllten und ich - zugegeben - sehr gefordert, teils überfordert war. Da sollte ein Zehntel der Menge schon gehen, zumal Lilien keine Heizung brauchen und keine Zusatzbeleuchtung.
Ich bin nach wie vor in der Phase, in der ich noch nicht abschätzen kann, was es bringt, ob es etwas bringt. Aber unbestritten bereitet es Freude. Ihr könnt mir aber helfen, wenn ich die Antwort erhalte, was Sinn macht zu vermehren. Wenn ich so die diversen Reports hier verfolge, dass pyrenaicum oft schon vor der Blüte auf Nimmerwiedersehen verschwindet, manch anderes ebenso, erhebt sich schon die Frage, macht es Sinn, das nachzuziehen bzw. stets für Nachschub zu sorgen, was so nicht zu erhalten ist? Eure Meinung hierbei würde mich wirklich interessieren. Ist souliei, yapingense, georgei, saccatum, ... also das Kleinzeug zu halten von unseren klimatischen Verhältnissen her?
Letztes Jahr schrieb ich noch, dass stewartianum als Samen zu mir unterwegs ist. Mittlerweile ist es der dritte Versuch, dass diese Spezies durch den Zoll kommt. Es wird gelingen. Ein Sempervivoideum Standort in China ist gefunden und ich werde Anfang 2019 auch Samen erhalten. Und doch einmal mehr, macht das Sinn?
Sinn kann ich mir nur selber geben, solange mir die Nachzucht Freude bereitet. Aber Faktum ist auch, ich kann diese Lilien ausgetopft hier nicht halten, dazu ist mein Leben, sind meine Verpflichtungen zu unstet. Also hängt der Sinn sehr wohl auch weiterführend von anderen ab.
Pomponium ist durchaus nett, keimt auch, nicht stark, aber es tut ;). Ein "rostiges Horn" finde ich persönlich pott-hässlich, aber selbst diese Hässlichkeit zu bekommen als Zwiebel scheint unmöglich, ja, als Hybrid´, was diese Blüte um keinen Deut´ schöner macht, finde ich. Also was würde Euch interessieren? Wenn ich das weiß, kann ich mich ja darauf einstellen.
Von Eveline hab ich ein typisch bescheidenes Listchen, damit tu ich mir leichter.
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Offline Matthias

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Re: Lilium Aussaat und in vitro Vermehrung
« Antwort #114 am: 29.Mär.18 um 15:43 Uhr »
Seit Tagen beim Eintopfen von Lilien-Zwiebeln.
Heute mal untergekommen ... akkusianum. Von diesen habe ich 3 Klone. Sie trieben über Herbst, Winter in leicht feuchtem Sphagnum gut aus. Schlecht allerdings in Torf.
Bei ledebourii ist es umgekehrt.


Lilium akkusianum 1. Klon
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Offline Berthold

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Re: Lilium Aussaat und in vitro Vermehrung
« Antwort #115 am: 29.Mär.18 um 17:21 Uhr »
Sieht gut aus, Matthias, ich sehe keine Faulstellen.


Hier Lilium jankae, im Juli 2016 ausgesät auf Sand-Blumenerde-Mischung.
Die Art keimt gut, allerdings scheinen adulte Pflanzen kurzlebig zu sein, was das Kulturbedürfnis deutlich reduziert.


Offline Matthias

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Re: Lilium Aussaat und in vitro Vermehrung
« Antwort #116 am: 30.Mär.18 um 07:09 Uhr »
Deine Semmlinge sind aber auch schön gewachsen, stramm wie Zinnsoldaten. Da kann ich nicht mithalten. Meine sind ein ungeordneter Haufen. Dein pardalinum var. giganteum, benannt nach Prinz Harry, produzierte um die 150 neue Pflanzen. Und noch immer ist genug da, dass die beiden Altulben vielleicht heuer blühen werden.
Endlich kamen stewartianum-Samen an.
Dafür herrscht Betrüblichkeit, 12 michauxii-Bulben wurden vom englischen Zoll gemopst, wiewohl für Phyto aufgekommen wurde, nur steckte der nette amerikanische Michauxii-Gärtner die Überbezahlung für Phyto ein und sandte sie ohne Papiere. In Zeiten der illegalen Migration ist es offenbar wurscht ob Mensch oder Pflanz´.
Hat jemand von euch poilianei? Und nein, ich zahle nicht 75 Euro in die Schweiz plus 25 Euro Versand.

Dieses gepunktete chalcedonicum ... ist das noch alive? Der Anblick erregt mich sehr. Oder stammt das Foto nicht aus den Marl´schen Latifundien?

lg
Matthias
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Offline Berthold

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Re: Lilium Aussaat und in vitro Vermehrung
« Antwort #117 am: 30.Mär.18 um 20:08 Uhr »
Dieses gepunktete chalcedonicum ... ist das noch alive? Der Anblick erregt mich sehr.

lg
Matthias

Matthias, die gepunkteten chalcedonicum sind hier nicht mehr aufgetaucht. Vielleicht finden sich aber unter den ausgesäten noch solche, aber mit denen kann es noch lange dauern.


Offline Berthold

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Re: Lilium Aussaat und in vitro Vermehrung
« Antwort #118 am: 02.Apr.18 um 17:27 Uhr »
Lilium monadelphum keimt gut, allerdings erst nach 2 Wintern.
Alle adulten Zwiebeln sind hier jedoch schnell abgefault. Vielleicht gibt es unten der Sämlingen robustere Exemplare


Offline Matthias

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Re: Lilium Aussaat und in vitro Vermehrung
« Antwort #119 am: 13.Mai.18 um 14:26 Uhr »

erstes ledebourii  erwacht aus dem Winterschlaf. Diese Art ist über Schuppen recht leicht zu vermehren. Das hier ist eine der beiden Zwiebeln, die im letzten Herbst radikal verkleinert wurden, und sie treibt dennoch. Ca. 30 Schuppenaustriebe ruhen noch unter dem Substrat.


pumilum, hab´s wohl etwas zu gut gemeint mit der Menge pro Schale.


es wird zunehmend voller


majoense


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