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Autor Thema: Symbiotische Kultur von Mutterpflanzen  (Gelesen 1182 mal)


Offline purpurea

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Re: Symbiotische Kultur von Mutterpflanzen
« Antwort #30 am: 11.Mai.17 um 13:47 Uhr »
Ich würde aber trotzdem an den Rand der Versuchsabteil einen Acaulehügel integrieren.So können sie dann in das mit Roundoup behandelte Stück einwachsen.Oder einbüchsen oder vom Hügel ausbüchsen. grins
Liebe Grüsse an die meisten.
Rudolf.V
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Offline Claus

  • Beiträge: 12522
Re: Symbiotische Kultur von Mutterpflanzen
« Antwort #31 am: 18.Mai.17 um 18:55 Uhr »
Seit ein paar Jahren mache ich Versuche verschiedene Gattungen in Mörtelkästen zu kultivieren, z.B. D. sphagnicola im sauren Moor (1), darin ist Hochmoortorf + Kies 1:1, der nicht vollständig - aber fast - kalkfrei ist. Die werden jetzt im dritten Jahr blühen. Es waren Sämlinge auf B1.

In einer anderen Kiste ist dasselbe Substrat, aber in 10 cm Tiefe habe ich noch Dolomitsplitt eingemischt, der so etwa die Körnung von Straßensplitt hat. Das ist eine Wunderkiste; denn darin haben sich noch Rhododendren von selbst ausgesät - die müssen raus, es sind ein paar Fritillaria meleagris drin und auch 1 oder 2 L. martagon. Die darin vorhandenen Arten von Dactylorhiza blühen jedes Jahr, eine Pflanze ist riesig. Und dann hatte ich auch ein paar Cyp. reginae-Sämlinge eingesetzt (2), die jetzt offenbar richtig loslegen wollen. Alle Dactys waren symbiotische Sämlinge auf B1.

In diesem Jahr zeigen sich erstmals Sämlinge, ich hatte die Dactys ihre Samen ausstreuen lassen (3). Das ist bei mir im Garten das erste Mal, dass sich Orchideen selbst aussäen, obwohl ich immer wieder überschüssige Samen an verschiedenen Stellen ausgetreut hatte - auch im Schnittlauch. Ja, und dann hat sich dieses Moos ausgebreitet (4)

Ich glaube übrigens nicht, dass der jetzt im Substrat offenbar vorhandene Keimpilz der B1 ist; denn B1-Agar hatte ich nach Gebrauch im Garten bereits immer wieder ausgestreut. Auch die reginae-Sämlinge waren in den letzten beiden Jahren mickrig und scheinen jetzt erst gefördert zu werden. Das Gewusel in der Kiste ist hier zu sehen (5).

Den nächsten Kasten werde ich genauso präparieren, allerdings mit dem Boden der Wunderkiste infizieren. Vielleicht spielt auch das Moos eine Rolle.
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Online Berthold

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Re: Symbiotische Kultur von Mutterpflanzen
« Antwort #32 am: 18.Mai.17 um 21:07 Uhr »
Vielleicht spielt auch das Moos eine Rolle.

Das Moos vergleichmässigt auf jeden Fall die Feuchtigkeit, insbesondere in der oberen Bodenschicht, wo sich die kleinen Sämlinge entwickeln.
Ich denke auch, der Keimpilz für Dactylorhiza im Garten hat nichts mit unseren B1 oder A36 zu tun.