gehe zu Seite

Autor Thema: Alba, semialba, flava, ochracea  (Gelesen 6142 mal)


Offline Phil

  • Beiträge: 2462
    • Photo-Stream
Re: Alba, semialba, flava, ochracea
« Antwort #15 am: 07.Apr.11 um 17:28 Uhr »
Faulheit ist die Furcht vor bevorstehender Arbeit.
Marcus Tullius Cicero


Online Berthold

  • Beiträge: 73364
  • Immer engagiert
    • Fröhliches Orchideenforum
Re: Alba, semialba, flava, ochracea
« Antwort #16 am: 07.Apr.11 um 17:31 Uhr »
Hmm und was ist das dann jetzt?
http://www.flickr.com/photos/96454410@N00/5598255714/in/contacts/

das ist eine ganz normale Ophrys speculum alba.
Die Ophrys gehören ja zu den Gattungen, bei denen immer ein gelb zurück bleibt, wenn die Farbstoffe fehlen. Ganz weisse speculum gibt es nicht, bzw. sind nicht lebensfähig.
Weniger gelobt ist genug kritisiert (frei nach Peter Altmaier)


Offline Nightwolf

  • Beiträge: 73
Re: Alba, semialba, flava, ochracea
« Antwort #17 am: 07.Apr.11 um 18:43 Uhr »
Also wenn die Art normalerweise über rote/orangene etc Farbstoffe verfügt und eine Pflanze der selben Art eine weisse Blüte produziert dann ist diese weissblütige Pflanze höchstwahrscheinlich eine Mutation?

http://orquidea.base33.net/noticias/314-gongora-quinquenervis-alba

Ich hätte so gerne eine weissfarbene gongora aber die sind wohl sehr selten zu bekommen. Also kann ich nur darauf hoffen dass ich, wenn ich eine Pflanze kaufe, diese einen Gendefekt hat? :/


Online Berthold

  • Beiträge: 73364
  • Immer engagiert
    • Fröhliches Orchideenforum
Re: Alba, semialba, flava, ochracea
« Antwort #18 am: 07.Apr.11 um 21:42 Uhr »
Also wenn die Art normalerweise über rote/orangene etc Farbstoffe verfügt und eine Pflanze der selben Art eine weisse Blüte produziert dann ist diese weissblütige Pflanze höchstwahrscheinlich eine Mutation?

genau so ist das.
« Letzte Änderung: 08.Apr.11 um 09:17 Uhr von Berthold »
Weniger gelobt ist genug kritisiert (frei nach Peter Altmaier)


Offline Burki

  • Beiträge: 2456
    • Homepage Modellmotoren
Re: Alba, semialba, flava, ochracea
« Antwort #19 am: 08.Apr.11 um 08:20 Uhr »
Hake ich auch mal nach:
Wenn es bei, sagen wir mal rotorangenen Blüten, auch Varianten mit grüngelblichen Blüten gibt, war ich bisher davon ausgegangen, daß dies Variationen sind, die auf unterschiedliche Standorte zurückzuführen sind. Die sich möglicherweise auf eine andere Bestäuberart spezialisiert haben.
Oder doch nur aufgrund fehlender Rotanteile?
Oder kommt beides vor?
Grüße, Burki     http://bulbophyllum.de/Bulbophyllum/

Die billigen Tricks sind oft die preiswertesten.
Verdorbener Spaß muß nicht sofort weggeworfen werden.
Zwei accounts kosten nicht das doppelte sondern Nerven.
Hat die Sache einen Haken, hänge was Aufgebundenes dran.


Online Berthold

  • Beiträge: 73364
  • Immer engagiert
    • Fröhliches Orchideenforum
Re: Alba, semialba, flava, ochracea
« Antwort #20 am: 08.Apr.11 um 09:30 Uhr »
Ob es ein genetischer Defekt ist oder eine "gewollte genetische Veränderung" kann man daran unterscheiden, ob die Pflanze stabil ist und ob sie in grösseren Stückzahlen auftritt.

Bei Datylorhiza sambucina gibt es Pflanzen mit roten und mit gelben Blüten und noch echte alba-Formen mit weissen Blüten.

Man vermutet, die Blüte tritt in zwei Farbvarianten auf, um Bestäuberinsektien zu überlisten. Wenn die Insekten gelernt haben, dass sie an den roten Blüten keinen Nektar finden, sollen sie zu den gelben Blüten fliegen und umgekehrt. 
Weniger gelobt ist genug kritisiert (frei nach Peter Altmaier)


Offline Burki

  • Beiträge: 2456
    • Homepage Modellmotoren
Re: Alba, semialba, flava, ochracea
« Antwort #21 am: 08.Apr.11 um 09:55 Uhr »
Alles klar, danke. ;-)
Grüße, Burki     http://bulbophyllum.de/Bulbophyllum/

Die billigen Tricks sind oft die preiswertesten.
Verdorbener Spaß muß nicht sofort weggeworfen werden.
Zwei accounts kosten nicht das doppelte sondern Nerven.
Hat die Sache einen Haken, hänge was Aufgebundenes dran.


Offline Ahriman

  • Beiträge: 2670
Re: Alba, semialba, flava, ochracea
« Antwort #22 am: 09.Apr.11 um 21:18 Uhr »
Berthold, ich denke ich habe sogar mal einen Artikel gelesen der die Lebensfähigkeit mit den Farbstoffen korrelliert, wie du geschrieben hast gehts bei vielen Arten ohne das Gelb nicht. Andererseits manchmal scheinbar schon wie bei der C. aurantiaca.

Burki, B. pectenveneris gibt es definitiv in weiß, das habe ich beim Kopf als Mutation inmitten von roten Blüten gesehen, mit allen Übergängen. Mit der grünen Blüte hast du wohl recht, das ist eine andere Art. Dass diese Farben standortpezifisch sind denke ich nicht, es ist eher eine Bandbreite der natürichen Variation. Schon wenn man eine Kapsel aussät kann man starke Unterschiede in den Farbtönen der Blüten der Nachkommen sehen. Die grünen Formen von normalerweise bunten Blüten (fällt das auch unter alba wie bei vielen Paphis?) schlagen sich in der Natur meist schlechter, sei es dass sie den Bestäubern weniger gefallen oder die Pflanze andere damit einhergehende "Behinderungen" hat und schlechter wächst. Sonst wären diese Blütenfarben nicht so selten.

LG,
Christian