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Autor Thema: Arten der Stein-Laelien (Laelia, jetzt Cattleya)  (Gelesen 143030 mal)


Offline walter b.

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Re: Arten der Stein-Laelien (Laelia, jetzt Cattleya)
« Antwort #600 am: 25.Aug.19 um 13:39 Uhr »
Meine alvarenguensis sind gerade mitten im Trieb, die erste Blütenscheide konnte ich gerade beim Gießen entdecken. Die beiden Anderen haben bis jetzt nur zweite Blätter im entfaltenden (Haupt)Blatt zu erkennen gegeben, doch haben sie das an früheren Trieben auch schon gemacht. Es kommen auch noch zwei oder drei weitere Triebe an den Pflanzen und die brauchen sicher noch ein paar Wochen bis ich sehen kann ob sie blühen wollen.


Offline walter b.

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Re: Arten der Stein-Laelien (Laelia, jetzt Cattleya)
« Antwort #601 am: 31.Aug.19 um 13:48 Uhr »
À propos, Wolfgang, der von Kew akzeptierte Name ist Cattleya longipes.
Obwohl ich mir nicht ganz sicher bin, die echte longipes soll einen langen Blütenstiel, aber sonst die gleiche Farbgebung haben. Es gibt auch Abbildung von solchen Pflanzen im Netz, die diese Definition bestätigen würden. Meine Pflanzen unter diesem Namen (als L. lucasiana oder überhaupt falsch beschriftet gekauft) haben Blütenstiele die die Blätter nicht überragen. Vielleicht ist die Art so variabel oder sind es doch zwei Arten?
C. Lucasiana ist jedenfalls eine Hybride und deswegen seit Langem vergeben und nicht als Name verfügbar, ostermayeri war schon zu Laelia-Zeiten ein Synonym. Vielleicht wird der aber wieder spruchreif, wenn es sich doch um zwei Arten handeln sollte...

Viele Grüße
Walter


Offline Muralis

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Re: Arten der Stein-Laelien (Laelia, jetzt Cattleya)
« Antwort #602 am: 01.Sep.19 um 14:30 Uhr »
Danke Walter, deine Ausführungen klingen plausibel und durchdacht.

Aber nur die wenigsten haben Lust, hartnäckig am richtigen Namen dranzubleiben. Mir geht es da nicht anders, trotz einer gewissen botanisch-floristischen Vergangenheit. Es ist nur zu verlockend, bei den gewohnten, altbekannten Namen zu bleiben. Noch dazu, wo die Resultate der genetisch arbeitenden Taxonomen für den kleinen Orchidioten zu Hause im Gewächshaus oder an der Fensterbank optisch gar nicht nachvollziehbar sind. Es ist doch viel "griffiger" zu wissen, diese Pflanzen haben 4 Pollinien, jene acht. Mit dieser Erkenntnis kann man was anfangen und kann es nachvollziehen. Mit Laelia lucasiana kann nach wie vor jeder noch was anfangen zwischen Brasilien und Niederösterreich, aber wer kennt schon "Cattleya longipes"?

Bei mir sind inzwischen die beiden ersten Blüten der Cattleya colnagoi NICHT aufgegangen. Sie haben sich offenbar geselbstet. Vermutlich neigt diese Art dazu; sie öffnet auch ihre Blüten nicht vollständig, wie auch die dritte Blüte jetzt zeigt.

Ich hoffe, dass jetzt die Cattleya cinnabarina (kann nur hoffen, dass dieser Name so passt) ihre 6 Knospen korrekt zur Blüte bringt...


Offline walter b.

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Re: Arten der Stein-Laelien (Laelia, jetzt Cattleya)
« Antwort #603 am: 01.Sep.19 um 14:54 Uhr »
Ganz korrekt!

Die colnagoi mag ich sehr mit ihren Knospen die sich rot öffnen und die Blüten dann nach orange verfärben. Blühen hier auch gerade. Ein Feuerwerk in Orange-Rot zusammen mit den sanguilobas!


Offline walter b.

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Re: Arten der Stein-Laelien (Laelia, jetzt Cattleya)
« Antwort #604 am: 01.Sep.19 um 15:09 Uhr »
By the way, auch ich tue mir nicht immer leicht mit den Umbenennungen, wo Artnamen plötzlich aus Prioritätsgründen (meist, weil schon ein natürlicher oder künstlicher Hybride so genannt wurde) wegfallen, andere auftauchen und ich dann erst um fünf Ecken draufkomme dass die beiden Namen nicht zwei verschiedene, sondern ein und dieselbe Art benennen.

Das ist ja bei Cattleya hoehnei so, denn Cattleya x mixta ist eine Hybride aus dem 19.Jahrhundert, aber auch bei Cattleya bicalhoi, wo auf den Namen Cattleya dayana ebenfallls eine uralte Kreuzung registriert ist.

Meine letzte Entdeckung war, dass C. vandenbergii die frühere L. duvenii ersetzen dürfte, auch wegen einer früher beschriebenen Hybride.

Ich finde das jedenfalls spannend und bin mir sicher dass es den Geist jung hält.

Und ich meine nach wie vor, die Pflanzen sollen alles sein, Hoffmannseggella, Sophronitis oder eben am einfachsten Cattleya, aber es sind sicher keine Laelia-Arten. Das ist schon spätestens seit den 60-er Jahren des letzten Jahrhunderts im Gespräch und heute eindeutig und klar erwiesen.


Offline Muralis

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Re: Arten der Stein-Laelien (Laelia, jetzt Cattleya)
« Antwort #605 am: 09.Sep.19 um 11:31 Uhr »
Ich verwende am besten nur mehr den Artnamen, das haben schon die Entomologen so gehandhabt, nachdem sich bei ihren Viechern die Gattungsnamen ständig geändert haben.

Bei mir blüht jetzt die cinnabarina zum ersten Mal aus einem bei mir entwickelten Trieb, nachdem aus der dürren BS eines bereits vorhandenen Triebs mit Verspätung ein verkümmerter Blütenstand gekommen ist, dessen Blüten z.T. abstarben, die restlichen waren eher schlecht entwickelt.

Ich bin mir aber nicht sicher, ob es wirklich eine cinnabarina ist? Die meisten Bilder von cinnabarina im Netz zeigen Pflanzen mit schmäleren, eleganteren Blütenblättern und sehr langen Lippen.

Bei der colnagoi lautet die Endbilanz so, dass nur eine einzige Blüte aufgegangen ist, die anderen haben sich selbstbestäubt...


Offline walter b.

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Re: Arten der Stein-Laelien (Laelia, jetzt Cattleya)
« Antwort #606 am: 09.Sep.19 um 11:46 Uhr »
Wenn sie von O&M stammt, habe ich die Gleiche. Blüht auch gerade. Ich halte das für keine reine cinnabarina, eher für sanguiloba oder eine Hybride aus den beiden. Ich habe noch nie gehört dass cinnabarina eine so rote Lippe hätte.

Lustig, meine colnagois machen immer alle Blüten schön weit auf. Vereinzelt gibt es Kapseln, ich hätte das aber eher auf irgendwelche Insekten geschoben.


Offline Muralis

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Re: Arten der Stein-Laelien (Laelia, jetzt Cattleya)
« Antwort #607 am: 09.Sep.19 um 15:30 Uhr »
Ja, da geh ich jetzt mal davon aus, dass es eine sanguiloba ist, denn eine Hybride aus cinnabarina x sanguiloba zu fabrizieren wäre eigentlich nicht sehr sinnvoll. Und dazu die tiefroten Lippenseitenlappen.  Für eine sanguiloba ist sie ja ganz schön groß, für eine cinnabarina dafür eher zu klein. Natürlich ist meine auch von O&M, sonst hat die ja kaum jemand im Angebot. Schade...

Das mit den Insekten bei der colnagoi wäre theoretisch auch noch möglich. Immerhin ist die einzige Blüte im Wohnzimmer aufgegangen, denn ich habe sie hereingenommen, weil ich anfangs der Hitze und der Sonne die Schuld gegeben habe, dass aus den ersten zwei Blüten nichts wurde. Inzwischen steht sie wieder draußen im Schatten und prompt hat sich die 4. Blüte auch nicht geöffnet. Müsste fast was Nachtaktives sein, das schon in die kaum geöffneten Knospen krabbelt...


Offline Machu Picchu

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Re: Arten der Stein-Laelien (Laelia, jetzt Cattleya)
« Antwort #608 am: 26.Sep.19 um 16:18 Uhr »
Im März diesen Jahres habe ich von Regine Elsner eine Cattleya (Laelia) colnagoi gekauft, die jetzt die ersten beiden Blüten geöffnet hat:


« Letzte Änderung: 26.Sep.19 um 19:47 Uhr von Machu Picchu »
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Liebe Grüße
Hans


Offline walter b.

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Re: Arten der Stein-Laelien (Laelia, jetzt Cattleya)
« Antwort #609 am: 26.Sep.19 um 17:07 Uhr »
Hallo Hans,

ein schöner Erfolg!
Mit Cattleya colnagoi hat man viel Freude, sie ist eine treue Seele und blüht gerne!

Viele Grüße
Walter


Offline Muralis

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Re: Arten der Stein-Laelien (Laelia, jetzt Cattleya)
« Antwort #610 am: 15.Okt.19 um 14:29 Uhr »
Meine hat letzten Winter geblüht, wohl ziemlich bald nach Abschluss des Triebes.

Hast Recht, Walter - bei meiner alvarenguensis (ein Zungenbrecher) tut sich jetzt was, die will tatsächlich in den Winter hineinblühen, aber vll. kann ich sie bis in den zeitigen Frühling hin abbremsen, wäre dann so ähnlich wie bei damals bei meiner seligen harpophylla.

Die Bulbe von meinem Neutrieb hat in etwa so viel Volumen wie alle vorigen NT zusammen, die nicht bei mir produziert wurden.


Offline walter b.

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Re: Arten der Stein-Laelien (Laelia, jetzt Cattleya)
« Antwort #611 am: 15.Okt.19 um 15:02 Uhr »
Hallo Wolfgang,

na, das sieht ja nach Pflegerfolg aus!
Aber warum willst Du nicht im Winter die schönen Blüten genießen?
Ich würde nichts unnötig verzögern sondern eher den Dingen seinen Lauf lassen. Weiter maximal Licht und je nach Temperatur gelegentlich gießen. Am besten nie stärker austrocknen lassen, quasi bügelfeucht. Sonst schmeißt die Pflanze womöglich noch den Blütentrieb, ist mir schon passiert. Und das tut dann weh...

Viele Grüße
Walter


Offline Muralis

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Re: Arten der Stein-Laelien (Laelia, jetzt Cattleya)
« Antwort #612 am: 15.Okt.19 um 20:28 Uhr »
Das hängt mit den winterlichen Klimabedingungen in meinem Wintergarten zusammen. Es wird irgendwann einmal recht kalt werden bei gleichzeitig an die 100% LF, das ist sehr ungünstig fürs Blühen. Die Pflanzen an sich überstehen das problemlos. Aber wenn man den BT jetzt nicht übertrieben antreibt, dann wächst der unter diesen Bedingungen extrem langsam weiter und man kommt dann mit der Blüte u.U. in die 2. Februarhälfte oder März, dann passt es schon wieder.

Sieht nach Kulturerfolg aus - ja, damit habe ich gerechnet. Ich gehe mit den neuen und den wenigen überlebenden alten Steinlälien (resp. Felsencattleyen) sehr planvoll zu Werke und es sieht fast überall sehr gut aus bzw. sind einige noch voll am Wachsen. Anbei reginae (als solche gekauft im Frühjahr von msb), die ist jetzt fast fertig, ich dachte nur nicht, dass bei der die Blüten erst im nächsten Frühjahr kommen, man sieht in den kleinen BS noch nichts von einem BT.


Offline Berthold

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Re: Arten der Stein-Laelien (Laelia, jetzt Cattleya)
« Antwort #613 am: 15.Okt.19 um 20:51 Uhr »
Die Steinlaelien haben in ihrer Heimat eine deutlich längere warme Wachstumszeit. Da gibt es nicht das Problem, dass die Blüte in den kalten Winter hinein treibt.
Hier gibt es auch viele knospige Pflanzen. Warmstellen alleine reicht auch nicht, denn dann fehlt das Licht für strammes Wachstum.
Weniger gelobt ist genug kritisiert (frei nach Peter Altmaier)


Offline Muralis

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Re: Arten der Stein-Laelien (Laelia, jetzt Cattleya)
« Antwort #614 am: 16.Okt.19 um 10:08 Uhr »
Berthold, ich denke, dass du da Recht hast. Dennoch geht es sich bei vielen Steinlälien aus, dass sie im Sommer blühen. Andere blühen definitiv erst nach dem Winter im Frühling aus einer trockenen BS wie etwa milleri (meine neue hat jetzt 2 trockene BS) und flava (meine neue ist schon im Sommer mit der BS fertig gewesen, wartet mit dem Blühen aber wieder auf den Frühling).
Ich dachte nach früheren Erfahrungen aber nicht, dass da reginae auch dazugehört. Die Pflanze war auch viel größer als die reginae´s, die ich von früher her kannte. Aber die gleich 3 kernigen NT, die sie bei mir im Außenaufenthalt gemacht hat, würden habituell schon ganz gut passen. Tolle Pflanze im Moment, wenn das so weitergeht...