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Autor Thema: Bulbophyllum und Cirrhopetalum  (Gelesen 389339 mal)


Offline Ralf

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Bulbophyllum und Cirrhopetalum
« am: 10.Sep.08 um 19:56 Uhr »
Hallo,

blüht noch, B. angusteovatum


Gruß
Ralf
« Letzte Änderung: 10.Jul.17 um 10:01 Uhr von Eerika »
Es gibt Leute, die in jeder Suppe ein Haar finden, weil sie, wenn sie davor sitzen, so lange den Kopf schütteln, bis eins hineinfällt.


Offline Mr. Kaizer

  • Beiträge: 4380
Re: Bulbophyllum und Cirrhopetalum
« Antwort #1 am: 10.Sep.08 um 19:58 Uhr »
Hallo Leute!  :wink

Pünktlich zum Forumsstart brauchen wir natürlich einen Fotothread für die Bulbophyllen und für verwandte Gattungen.

Also: Zeigt mal her was ihr habt!

Gruß
Robert

...Bilder von mir kommen gleich. Muss noch schnell was essen...


Offline Mr. Kaizer

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Re: Bulbophyllum und Cirrhopetalum
« Antwort #2 am: 10.Sep.08 um 20:00 Uhr »
Mensch Ralf... jetzt haben wir 2 Threads!  :-D
Alexa... könntest du die vereinigen?

Gruß
Robert


Offline Ralf

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Re: Bulbophyllum und Cirrhopetalum
« Antwort #3 am: 10.Sep.08 um 22:20 Uhr »
Hallo Robert,

schicke Pflänzchen, mein frostii schiebt leider nur Neutriebe.

Bulbo. macranthum "Sarawak" ist inzwischen in den ewigen Jagdgründen:


Gruß
Ralf
Es gibt Leute, die in jeder Suppe ein Haar finden, weil sie, wenn sie davor sitzen, so lange den Kopf schütteln, bis eins hineinfällt.


Offline Ahriman

  • Beiträge: 2702
Re: Bulbophyllum und Cirrhopetalum
« Antwort #4 am: 11.Sep.08 um 02:21 Uhr »
Hallo!

Vor kurzem erstanden - Bulbophyllum (Hapalochilus) dolichoglottis (?)





Ansonsten sieht es bulbomäßig eher schlecht aus, einem unbekannten lindleyanum-ähnichen Bulbo das endlich blühen wollte hat der Schneck den Blütentrieb weggefressen, und die Blütentriebe von B. woelfliae und B. williamsii sind vertrocknet. Das passiert seit einiger Zeit leider recht häufig, ich habe noch immer keine befriedigende Erklärung dafür gefunden...
B. tentaculiferum welches ich nun auch habe (danke für den Tipp, Robert) schiebt auch mind. 3 Neutriebe, bin schon gespannt!

LG,
Christian



Offline Mr. Kaizer

  • Beiträge: 4380
Re: Bulbophyllum und Cirrhopetalum
« Antwort #5 am: 11.Sep.08 um 03:41 Uhr »
Hi Christian!
Bulbophyllum (Hapalochilus) dolichoglottis (?)
Das ist großartig! Wunderbar... Das brauche ich auch noch.  :thumb

Die Sektion Hapalochilus hat man zwar versucht auszugliedern, wie so einiges andere auch, das war aber nicht von Erfolg gekrönt. Das liegt wohl unter anderem daran, daß es augenscheinlich verwandtschaftliche Beziehungen zu anderen Sektionen gibt, z.B. Leptopus. Dort ist die Lippe nicht komplett unbeweglich wie in der Sektion Hapalochilus, obgleich sie sich ansonsten morphologisch sehr nahe stehen. Da fangen dann die Probleme an, wenn man Hapalochilus als eigenständige Gattung behandeln würde... Ich bin mal gespannt, ob genetische Analysen da etwas Klarheit bringen. (Ich befürchte das Gegenteil.) Schlachtfeld Bulbophyllum...
 :wacko

Zitat
Ansonsten sieht es bulbomäßig eher schlecht aus, einem unbekannten lindleyanum-ähnichen Bulbo das endlich blühen wollte hat der Schneck den Blütentrieb weggefressen, und die Blütentriebe von B. woelfliae und B. williamsii sind vertrocknet. Das passiert seit einiger Zeit leider recht häufig, ich habe noch immer keine befriedigende Erklärung dafür gefunden...
Mmmmh... ein Mangel an Luftfeuchtigkeit kann man da wohl ausschließen, oder? Gewächshaus vermute ich? Ich habe auch schon öfter beobachtet, unter anderem bei B. woelfliae, daß das bei einem Mangel an Licht passieren kann. Bei mir also meist im Winter. Die Heizung ist noch nicht an, das Licht aber schon Mangelware... Da schaffen es die zierlichen Blütenstände manchmal nicht. Zu kühle Temperaturen scheinen das ebenfalls zu begünstigen.
Also wir hatten hier die vergangenen Wochen sehr bedeckten Himmel und recht kühles Wetter. Ich weiß nicht, wie es in Wien ausschaut. Dann vielleicht noch ein recht schattiger Standort... Wäre zumindest eine Idee.

Zitat
B. tentaculiferum welches ich nun auch habe (danke für den Tipp, Robert) schiebt auch mind. 3 Neutriebe, bin schon gespannt!
Du musst aufpassen, daß du es nicht zu warm und nicht zu trocken hälst. Im Sommer hatte mein tentaculiferum ziemlich gelitten, weil es einfach zu warm war. Die Kultur ist also eher wie bei einem kühl-temperierten Pleuro. (Nur für diese Pflanze sehne ich den Winter herbei.)

Gruß  :wink
Robert


Offline Ralf

  • Beiträge: 5073
Re: Bulbophyllum und Cirrhopetalum
« Antwort #6 am: 12.Sep.08 um 22:00 Uhr »
Ja Ralf, wirklich schade um das feine Pflänzchen! Ein Grund weniger, um bei dir einzubrechen und Bulbos zu stehlen. 

Aber Robert,

Du wolltest doch nicht etwa wirklich?!    :wacko

Ein Fast- Dauerblüher, B. maquilingense:


Gruß
Ralf

Es gibt Leute, die in jeder Suppe ein Haar finden, weil sie, wenn sie davor sitzen, so lange den Kopf schütteln, bis eins hineinfällt.


Offline Ralf

  • Beiträge: 5073
Re: Bulbophyllum und Cirrhopetalum
« Antwort #7 am: 12.Sep.08 um 22:44 Uhr »
B. patens macht Neutriebe, hoffentlich kommt danach das hier...


Gruß
Ralf
Es gibt Leute, die in jeder Suppe ein Haar finden, weil sie, wenn sie davor sitzen, so lange den Kopf schütteln, bis eins hineinfällt.


Offline Ahriman

  • Beiträge: 2702
Re: Bulbophyllum und Cirrhopetalum
« Antwort #8 am: 15.Sep.08 um 01:13 Uhr »
Robert, B. dolichoglottis gibt es beim Kopf noch recht zahlreich!

Wegen den Bütentrieben - trocken ist es im Glashaus wahrlich nicht, eher zu feucht möglicherweise.
Hm, Licht sollte es auch geben, hängen weniger als 1m unter einer 70W HQI als Zusatzbeleuchtung. Gut, direkte Sonne kommt dafür nur sehr selten hin.
Die Temperatur könnte ein Faktor sein, obwohl es zumindest tagsüber immer kanpp 30°C gehabt hat. Nachts gehts dann aber auf 16°C runter.

Kanns auch ne Infektion sein?
Ich hatte in letzter Zeit recht viel mit Blattflecken zu kämpfen, dank Zimt/Gewürnelken - Alkoholextrakt und Folicur scheinen die aber wieder halbwegs unter Kontrolle zu sein.

Dem tentaculiferum geht es soweit gut, in den tieferen Bereichen des Glashauses hat es bei hoher LF auch im Hochsommen kaum über 25°C. Jetzt nach dem Wetterumschwung scheints mit dem Sommer sowieso vorbei.
Bin mir noch nicht sicher ob ich es im Winter ins Kellerkalthaus (12°C) tue oder doch lieber im Glashaus bei 22°C tags und 16°C nachts lasse.

Ralf, das maquilingense ist schon was tolles. Meins aus Planegg ist recht dunkel, ich habe in der Gärtnerei Kopf aber auch recht helle Klone blühen shen - scheint recht variabel zu sein.

Hier eine Riesenblüte - als B. comberi gekauft, laut Roberts Buch sieht das aber doch deutlich anders aus...





Scheint jedoch recht häufig als dasselbe verkauft zu werden in 2 Gärtnereien habe ich es schon gesehen, auch bei www.orchidspecies.com sieht es so aus.


LG,
Christian


Offline Mr. Kaizer

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Re: Bulbophyllum und Cirrhopetalum
« Antwort #9 am: 15.Sep.08 um 23:54 Uhr »
Hi Christian!
Robert, B. dolichoglottis gibt es beim Kopf noch recht zahlreich!
Habe die Fährte schon aufgenommen...  :yes

Zitat
Kanns auch ne Infektion sein?
Ich hatte in letzter Zeit recht viel mit Blattflecken zu kämpfen, dank Zimt/Gewürnelken - Alkoholextrakt und Folicur scheinen die aber wieder halbwegs unter Kontrolle zu sein.
Ja, das könnte natürlich auch sein. Die können auch schon mal einen Blütentrieb dahinraffen.
Ich bin da selbst noch bei vielen Dingen unsicher. Gerade bei sehr zierlichen Blütenständen habe ich immer mal wieder Schwierigkeiten, daß sie einfach vertrocknen. Mehrere Ursachen habe ich da im Verdacht:
- Lufttrockenheit, kühle Temperaturen und Lichtmangel
-> weil das häufiger im Spätherbst/Winter passiert. Pflanzen, die zuvor ohne Probleme geblüht haben, schaffen das nun nicht mehr. Ist mir bei B. pectenveneris und woelfliae schon passiert. B. nymphopolitanum verhält sich ganz ähnlich, obwohl es vergleichsweise robuste Blütenstände hat: Im Hochsommer blüht es ohne Probleme, aber wenn es kühler wird (und der Himmel bedeckt ist), trocknen die Blütenstände weg.
- Substrat trocknet aus
-> einige Bulbos scheinen es nicht zu mögen, wenn das Substrat zwischenzeitlich austrocknet. Wenn es dauernd feucht ist, wachsen die Blütenstände ohne Probleme, aber sobald es zwischendurch mal austrocknet, vertrocknen auch die Blütenstände. Das ist mir vor allem bei einem Bulbo spec. (vermutlich stormii) im Hochsommer aufgefallen. Bei B. ambrosia, das im letzten Winter alle Blütentriebe eingebüßt hatte, vermute ich ähnliches. Die Pflanzen ansich vertragen es problemlos, wenn sie zwischendrin abtrocknen, aber die Blütenstände nicht. Auch anderen Arten wird das nachgesagt, so z.B. B. plumatum. Das ist bei mir gerade Knospig. Ich beobachte das mit Argusaugen!

Zitat
Dem tentaculiferum geht es soweit gut, in den tieferen Bereichen des Glashauses hat es bei hoher LF auch im Hochsommen kaum über 25°C. Jetzt nach dem Wetterumschwung scheints mit dem Sommer sowieso vorbei.
Bin mir noch nicht sicher ob ich es im Winter ins Kellerkalthaus (12°C) tue oder doch lieber im Glashaus bei 22°C tags und 16°C nachts lasse.
Wenn ich das richtig beobachtet habe, fängt es so ab 23-24°C an rumzuzicken. Bei mir trat da dieser Ziehharmonikaeffekt auf, also ähnlich wie bei den Miltonien, wenn man sie zu warm und zu trocken hält. Ich denke, daß es bei dir im Glashaus schon zurecht kommen sollte. Gerade auch wegen der Feuchte und wegen der deutlichen Nachtabsenkung.
Aber ich bin da auch noch am experimentieren...

Zitat
Hier eine Riesenblüte - als B. comberi gekauft, laut Roberts Buch sieht das aber doch deutlich anders aus...

Scheint jedoch recht häufig als dasselbe verkauft zu werden in 2 Gärtnereien habe ich es schon gesehen, auch bei www.orchidspecies.com sieht es so aus.
Dann hast du bestimmt auch die Zeichnung, oder? Da wäre ein Vergleich der Lippen interessant. Aber wie du schon sagst, ich glaube auch nicht, daß das B. comberi ist, sondern Bulbophyllum membranaceum (syn. B. nuruanum). Der Habitus beider Arten ist sehr ähnlich, aber die Blüten sind sehr verschieden.
Hier Bulb. membranaceum:
http://www.univie.ac.at/HBV/categories.php?cat_id=273
http://www.orchidsindonesia.com/bulbophyllum/membranaceum.html
Ich könnte mir vorstellen, daß es vielleicht gar kein echtes comberi im Handel gibt. Aber wer weiß...

Gruß
Robert
« Letzte Änderung: 16.Sep.08 um 00:03 Uhr von Mr. Kaizer »


Offline Berthold

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Re: Bulbophyllum und Cirrhopetalum
« Antwort #10 am: 22.Sep.08 um 00:30 Uhr »
Robert, wen wollen Sie mit den Blüten eigentlich beeindrucken?
« Letzte Änderung: 22.Sep.08 um 01:50 Uhr von Berthold »
Weniger gelobt ist genug kritisiert (frei nach Peter Altmaier)


Offline Mr. Kaizer

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Re: Bulbophyllum und Cirrhopetalum
« Antwort #11 am: 22.Sep.08 um 01:03 Uhr »
Robert, wen wollen sie mit den Blüten eigentlich beeindrucken?

Berthold, das kann ich ihnen verraten: Die Frauen natürlich.

Nun, die Bulbos werden in der Regel von Fliegen (bzw. Dipteren) bestäubt. Bulbophyllum longissimum wohl von Fruchtfliegen, weil der Duft an reifes Obst erinnert. Bulb. rothschildianum verströmt einen fauligen Geruch, da kommt wohl eher eine Aasfliege oder Ähnliches in Betracht. Das sind die Eltern der Hybride. Bei ihr liegt der Geruch tatsächlich zwischen fruchtig und faulig.
Aber wie es zu diesen langgeschwänzten Blüten kommt, das weiß ich auch nicht genau. Das scheint aber zusammen mit Färbung, Musterung und Geruch wohl attraktiv auf die Bestäuber zu wirken. Auffallen ist hier eben von Vorteil.

Weißt du... eine (platonische) Freundin meinte einmal, daß ich eine Fliege wäre. Ich glaube sie hatte da was genommen. Darüber denke ich im Zusammenhang mit den Bulbophyllen oft nach. Ich weiß aber nicht, welche Schlußfolgerung ich daraus ziehen soll.

Gruß
Robert


Offline Berthold

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Re: Bulbophyllum und Cirrhopetalum
« Antwort #12 am: 22.Sep.08 um 01:57 Uhr »
reifes Obst.... einen fauligen Geruch,
.
..Freundin meinte einmal, daß ich eine Fliege wäre...
Ich weiß aber nicht, welche Schlußfolgerung ich daraus ziehen soll.
Gruß
Robert
war es denn reifes Obst oder eher ein fauliger Geruch?
Weniger gelobt ist genug kritisiert (frei nach Peter Altmaier)


Offline Mr. Kaizer

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Re: Bulbophyllum und Cirrhopetalum
« Antwort #13 am: 22.Sep.08 um 02:40 Uhr »
war es denn reifes Obst oder eher ein fauliger Geruch?
Eher gerade reifes Obst. Da war noch nichts faulig.



Offline Alexa

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Re: Bulbophyllum und Cirrhopetalum
« Antwort #14 am: 22.Sep.08 um 07:44 Uhr »
Robert, das Lisbet ist traumhaft!