In den letzten Monaten habe ich euch über das NSG Michaelsberg und NSG Kaiserberg (http://www.orchideenkultur.net/index.php?topic=5963.0) berichtet.
Heute haben Phil und ich diesen Standort wieder besichtigt.
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Die Fruchtstände von diesem Jahr haben mittlerweile zahlreiche einheimische Pflanzen, wie z.B. Giersch (?), überwuchert.
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Nicht zu übersehen sind zwei nordamerikanische Arten der Goldrute (Kanadische Goldrute (Solidago canadensis) und Riesen-Goldrute (Solidago gigantea)), die bereits im Frühjahr, lange bevor die ersten Orchideen zur Blüte kommen, eine stattliche Größe erreicht haben. Blütezeit beider Arten wird von Ende Juli bis Anfang Oktober angegeben, wobei die kanadische hier etwas später dran ist.
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Kanadische Goldrute (Solidago canadensis)
wird irreführender Weise größer als die Riesen-Goldrute
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Riesen-Goldrute (Solidago gigantea) auch Späte Goldrute und Hohe Goldrute
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Die relativ späte Blüte im Jahr bietet zahlreichen einheimischen Insekten Nahrung
Beide Arten gelten trotz allem als invasive Neophyten, Pflanzen also, die in unserem Lebensraum nahezu keine Konkurrenten oder Feinde haben. Die Ausbreitung zieht erhebliche ökologische Probleme mit sich. Insbesondere lichtliebende Pflanzen wie die Orchideen werden durch diese wuchskräftigen Stauden verdrängt.
Goldruten vermehren sich neben Samen durch dichte Rhizome. Selbst Rhizomteile (Gartenabfälle etc.) treiben wieder aus.
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Besonders dicht wachsen die Stauden an den Wiesenrändern...
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... durchziehen aber langsam das ganze Gebiet
Im NSG Michaelsberg versucht man durch Abmähen die Bestände im Zaum zu halten; zumindest die Teile, die man mit dem Mäher erreicht. Sinnlos eigentlich, wenn man an die Rhizomvermehrung denkt. Und die gekürzten Pflanzen treiben munter weiter.
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Eine gemähte Wiese, die Goldrute schlägt wieder aus
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Im Vordergrund bereits abgemähte Pflanzen, im Hintergrund die blühenden Stauden
Ein weiterer Neophyt aus Nordamerika, der als problematisch eingestuft wird:
Gewöhnliche Robinie oder Falsche Akazie (Robinia pseudoacacia)
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Hier hat man bereits mit der Abholzung der Robinien angefangen.
An dieser Stelle haben wir letztes Jahr noch Gymnadenia conopsea und Anacamtis pyramidalis gesehen.
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Ist das Orchideenwunderland verloren? :heul
Hallo Alexa,
das Problem mit der Goldrute kenne ich. Seit Jahren versuche ich die Pflanze in meinem Garten in Schach zu halten. Das geht aber nur durch ausreißen und ausgraben, und das mehrmals im Jahr. Das Zeug ist sehr hartnäckig. :weird
Im Garten kann man Roud up anwenden. Die Goldrute wird dann bis in die kleinste Wurzelspitze abgetötet.
Alles andere muss man immer wieder machen, gibt kein Ende.
Draussen ist es schwieriger. Da braucht man bestimmte Genehmigungen.
Hallo Manne,
Roud up habe ich bisher nicht verwendet, da ich viele Tiere zu Hause und auch im Garten habe. Mir ist das Zeug zu unheimlich. :heul
Da werde ich wohl weiter ausgraben müssen. :yes
Man muss es ja nicht sprühen. Man kann die Blätter auch mit einem Pinsel bestreichen. Ein Drittel der Blätter reicht aus.
Mache ich immer wenn in meinem Hochmoor unerwünschte Sachen auftreten.
Es gibt im Gartenmarkt selektive Unkrautmittel. Diese sind für breitblättrige Unkräuter und werden über die Blätter aufgenommen, das Gras bleibt stehen weil die Grashalme zu schmal ist um die erforderliche Menge zu halten.
Zitat von: Jürgen a.d.E. am 17.Aug.10 um 17:21 Uhr
Es gibt im Gartenmarkt selektive Unkrautmittel. Diese sind für breitblättrige Unkräuter und werden über die Blätter aufgenommen, das Gras bleibt stehen weil die Grashalme zu schmal ist um die erforderliche Menge zu halten.
Jürgen, das selektive Mittel ist ein Mittel gegen zweikeimblättrige Pflanzen. Auf einkeimblättrige wie Gräser wirkt es nicht, egal wie breit die Blätter sind.
Es ist das klassischen Unkrautvernichtungsmittel, das die Bauern auf dem Kornfeld gegen Unkräuter spritzen. Es wirkt aber auch nicht gegen alle zweikeimblättrigen Pflanzen, so ist Giersch z. B. ein Spezialfall.
Stimmt, aber das Neue von Neudorf "Gierschfrei" haut auch das Zeug weg. Man muß es nur zweimal auftragen. Gundermann ist auch so ein Problemgewächs.
es gibt eine schöne Alternative um den Giersch zu schwächen, nämlich regelmäßig die Blätter ernten. Sie können vielseitig als Gemüse und Pesto verwendet werden und haben ein angenehm mildes Aroma!
LG Peter
Zitat von: Jürgen a.d.E. am 18.Aug.10 um 16:10 Uhr
Stimmt, aber das Neue von Neudorf "Gierschfrei" haut auch das Zeug weg.
Das kann ich bestätigen, man muss es nur früh genug an die Pflanzen bringen, dann reicht u.U. schon eine Behandlung. Ist wirklich mal ein wirksames Mittel gegen Giersch.
Zitat von: Charlemann am 19.Aug.10 um 09:48 Uhr
Zitat von: Jürgen a.d.E. am 18.Aug.10 um 16:10 Uhr
Stimmt, aber das Neue von Neudorf "Gierschfrei" haut auch das Zeug weg.
Das kann ich bestätigen, man muss es nur früh genug an die Pflanzen bringen, dann reicht u.U. schon eine Behandlung. Ist wirklich mal ein wirksames Mittel gegen Giersch.
Und das macht den anderen Pflanzen wirklich nichts? :weird
Nein, ich habe wirklich nichts Negatives beobachten können.
Das ist das Zeugs. (http://www.gartenorchids.de/shop/show_product.php/cPath/128_140/products_id/367)
Zitat von: Charlemann am 19.Aug.10 um 09:48 Uhr
... man muss es (Gierschfrei) nur früh genug an die Pflanzen bringen, dann reicht u.U. schon eine Behandlung. Ist wirklich mal ein wirksames Mittel gegen Giersch.
Was heisst denn "früh genug"? Wäre eine Anwendung jetzt sinnlos, also heuer noch rausreissen und erst im Frühjahr anwenden?
Zitat von: Charlemann am 19.Aug.10 um 09:48 Uhr
Zitat von: Jürgen a.d.E. am 18.Aug.10 um 16:10 Uhr
Stimmt, aber das Neue von Neudorf "Gierschfrei" haut auch das Zeug weg.
Das kann ich bestätigen, man muss es nur früh genug an die Pflanzen bringen, dann reicht u.U. schon eine Behandlung. Ist wirklich mal ein wirksames Mittel gegen Giersch.
Ich habe es gestern getestet. Die Blätter werden sofort braun, aber werden auch die Wurzeln wirklich geschädigt?
Aber es ist sehr teuer. Da kann man auch für 1,5 Stunden eine Mitarbeiterin beschäftigen, die schafft auch in der Zeit ordentlich Giersch weg im Garten.
Zitat von: Berthold am 22.Aug.10 um 17:04 Uhr
Ich habe es gestern getestet. Die Blätter werden sofort braun, aber werden auch die Wurzeln wirklich geschädigt?
Dann probier ich's morgen auch mal.
Das Zeug kommt immerzu von der Nachbarin rüber, trotz Wurzelsperre. Und vollständig mit Rhizom kriegt man's nie raus.
Das Zeug wirkt Wurzeltief, das heißt es dringt in die Pflanze ein und schädigt bzw. vernichtet die komplette Pflanze.
Die Mitarbeiterin (warum eigenlich .....in? :-D) übersieht mit ziemlicher Sicherheit Teile vom Giersch. So kommte er nächstes Jahr definitv wieder.
Zitat von: Charlemann am 22.Aug.10 um 18:27 Uhr
Die Mitarbeiterin (warum eigenlich .....in? :-D)
sie hält sich besser an meine Anweisungen.
Ich hätte jetzt gedacht wegen der kleineren Hände - können geschickter den Giersch rausfummeln; wie beim Fensterputzen - kommen besser in die Ecken.
Zitat von: Moli am 22.Aug.10 um 19:46 Uhr
Ich hätte jetzt gedacht wegen der kleineren Hände - können geschickter den Giersch rausfummeln; wie beim Fensterputzen - kommen besser in die Ecken.
nein, männliche Gierschzupfer sind genau so geschickt wie weibliche.
Fenster putzen können Männer wahrscheinlich sogar besser als Frauen. In 250 m Höhe an der Hochhäuser sieht man nur männliche Fensterputzer, meist sogar Indianer.
Indianer im Ruhrgebiet ?
Zitat von: Berthold am 22.Aug.10 um 21:24 Uhr
meist sogar Indianer.
Von welchem Stamme sind die denn, vom Stamme der Schoschonen oder der Kosovoindianer? :bag
Zitat von: Moli am 22.Aug.10 um 17:30 Uhr
Zitat von: Berthold am 22.Aug.10 um 17:04 Uhr
Ich habe es gestern getestet. Die Blätter werden sofort braun, aber werden auch die Wurzeln wirklich geschädigt?
Dann probier ich's morgen auch mal.
Das Zeug kommt immerzu von der Nachbarin rüber, trotz Wurzelsperre. Und vollständig mit Rhizom kriegt man's nie raus.
Sieht bislang gut aus, die ganzen Akelei-Sämlinge sind auch platt.
Naja, im Frühjahr werden wieder neue Rhizome reingewachsen sein, dann wird sich erst zeigen, ob man die Rhizome längerfristig los wird.
Aber wirklich nicht billig, das Gierschfrei.