Orchideenkultur

Fachbereich => Orchideenvermehrung und Kultur => Kulturtechnik, Dünger, Substrate u.a. => Thema gestartet von: Stick † am 01.Jan.10 um 14:13 Uhr

Titel: Bentonit
Beitrag von: Stick † am 01.Jan.10 um 14:13 Uhr
Nachträglich wünsche ich allen ein gesundes und erfolgreiches (Garten-) Jahr.

Wer hat Erfahrung mit grob körnigem Bentonit in Orchideen (Cypripedium) Substrat?

VG!
Gerhard
Titel: Re: Bentonit
Beitrag von: Berthold am 01.Jan.10 um 14:22 Uhr
Hallo Gerhard,
mein Bentonit klebt mit Wasser zu einer lehmartigen Masse zusammen. Das versaut jede Bodenstruktur.
Titel: Re: Bentonit
Beitrag von: pierre am 01.Jan.10 um 14:28 Uhr
Bentonit nur Erfahrung mit Koi

beim Cypripedium in welche Mischung Verhältnis ?. Oder meinst du Gesteinmehl ?
Titel: Re: Bentonit
Beitrag von: Stick † am 01.Jan.10 um 19:22 Uhr
In meinem Buch, 'Düngerlexikon für den Gartenbau' von Günter Evers, wird Bentonit als hervorragender Dreischichttonmineral beschrieben. Sollte allerdings nicht mehr als 7-8 Kg/M³ für Topfpflanzen verwendet werden. Müsste man mal als Versuch zu den rein mineralischen Substrat für Cyps dazu mischen, da es sehr gut puffert und die Wasserkapazität optimiert.
Titel: Re: Bentonit
Beitrag von: pierre am 01.Jan.10 um 19:31 Uhr
ist Bentonit = Gesteinmehl ?.
Titel: Re: Bentonit
Beitrag von: Stick † am 01.Jan.10 um 19:47 Uhr
Zitat von: hakone am 01.Jan.10 um 19:31 Uhr
ist Bentonit = Gesteinmehl ?.
Nein Bentonit ist nicht gleich Gesteinmehl. Bentonit ist ein Ton und besteht zu 40-60% aus Montmorillonit.
Titel: Re: Bentonit
Beitrag von: knorbs am 01.Jan.10 um 20:42 Uhr
ich verwende bentonit in topfsubstraten aber auch im garten, weil ich eine sandigen braunerdeboden habe. bentonit gibt's als staubfeines mehl oder in körnung. mit dem bentonitmehl arbeite ich lieber. ich nehme als basis eine (feiner-)körnige mineralische komponente, z.b. liadrain, lava oder auch mal kalksplitt + gebe das in eine mörtelmaschine, gut anfeuchten + etwas feingesiebte humose anteile dazu. wärend sich die trommel dreht gebe ich bentonitmehl dazu + lasse das ganze dann so ~20 minuten drehen. heraus kommen pillen, weil das bentonit die humosen anteile beim ständigen drehen um die feuchten steinchen geklebt hat. gibt man zum schluss noch etwas feinen quarzsand dazu, dann erhält mein ein sehr luftiges, aber gut wasserspeicherndes körniges substrat, das nicht verklebt + seine struktur auch nach sehr langer zeit im topf so bleibt. habe das auch schon im garten so verwendet + gute erfahrungen damit gemacht.

mit dem gröberen bentonit funktioniert das so nicht. die betonitkörnchen kann man einfach zu substraten hinzumischen, werden aber dann beim gießen im substrat matschig + verkleben mit den anderen substratbestanteilen. im garten entstehen daraus unter mithilfe der mikroorganismen irgendwann die erstrebenswerten "ton-humus-komplexe".
Titel: Re: Bentonit
Beitrag von: purpurea † am 03.Jan.10 um 14:59 Uhr
Hallo Norbert
Sehr gut erklärt. Denn ich mache es seit Jahren genau so.
Bei mir kommt Urgesteinsmehl und etwas Kalkazetat dazu.
Dann noch Mangan und Magnesium dazu. :thumb
Und alles gut in der Maschine rumrühren lassen. :whistle
Gruss Rudolf.V
Titel: Re: Bentonit
Beitrag von: Claus am 03.Jan.10 um 19:10 Uhr
Rudolf,
wo hast du denn das Calciumacetat her? Das kannst du ja auch oral einnehmen, um den Oberschenkelhalsbruch beim Hinfallen zu vermeiden.  :ka :ka :ka
Titel: Re: Bentonit
Beitrag von: Primel † am 03.Jan.10 um 19:39 Uhr
Ich verwende Bentonit (etwas grobkörnig) bei den Alpinen Pflanzen mit sehr gutem Erfolg. Könnte auch bei Cyps funktionioren, denn manche kommen in so einem Gemisch auch vor!
Wird nicht das feine Mehl rasch ausgeschwemmt und somit bald wirkungslos?

Hans
Titel: Re: Bentonit
Beitrag von: Berthold am 03.Jan.10 um 20:00 Uhr
Zitat von: Claus am 03.Jan.10 um 19:10 Uhr
..Calciumacetat... Das kannst du ja auch oral einnehmen, um den Oberschenkelhalsbruch beim Hinfallen zu vermeiden.  :ka :ka :ka

Claus, hat mein Vater auch genommen. Der ganze Keller war voller Kaziumtablettenröhrchen. Aber ich glaube das klappt nicht, denn der Calziumhaushalt ist im Körper sehr sorgfältig ausgeregelt. Da muss man an den Regelparametern drehen. Mehr Rohstoffzufuhr wird da nicht viel nutzen.
Sonst könnte man Osteoporose einfach durch Calciumtabletten heilen.
Titel: Re: Bentonit
Beitrag von: pierre am 03.Jan.10 um 20:06 Uhr
nicht Calciumtablette sonders

Bisphosphonat
Denosumab
Titel: Re: Bentonit
Beitrag von: Claus am 03.Jan.10 um 23:31 Uhr
Ach Hakone, Biphosphonat ist Gift. Man muss rechtzeitig Calcium zuführen, damit die Reserven nicht ausgehen. Also viel Milchprodukte essen. Die meisten Calcium-Präparate enthalten Calciumcarbonat, das wird aber vom Körper kaum resorbiert. Calciumgluconat oder -citrat sind wesentlich besser.

Dann kann Calcium natürlich auch nicht so einfach eingebaut werden, da dazu Vitamin D notwendig ist, sonst kommt es gleich wieder hinten raus. :-D

Am einfachsten ist Lebertran, da hat man noch das Vitamin A gleich dabei. Und der Lebertran von heute ist nicht diese ranzige Emulsion unserer Kindheit. Oder, wenn es eben teurer werden soll Vitamin D3 1000 i.E. pro Tag im Winter und im Sommer dafür 2-3 mal täglich 30 min nackt in die Sonne.

Dann gibt auch kein Rheuma, wenn man die Zufuhr an Zucker gering hält.

Die Ärzte lehnen diese Vitamin D -Behandlung meistens ab, weil es in den 30-er Jahren des letzten Jahrhunderts Todesfälle durch Vitamin D gab, weil die verrückten Amerikaner damals riesige Mengen nahmen, nach dem Motto "viel hilft viel". Dann verkalken die kleinen Gefäße (Niere, Lunge, Auge) und dann ist man tot.
Titel: Re: Bentonit
Beitrag von: knorbs am 04.Jan.10 um 16:25 Uhr
Zitat von: Primel am 03.Jan.10 um 19:39 Uhr
Wird nicht das feine Mehl rasch ausgeschwemmt und somit bald wirkungslos?

nein, das feine mehl hängt sich beim mischen, egal ob mit hand oder in der maschine, sofort an alle feuchten substratpartikel.