Ich habe gehört das es möglich is Orchideensamen neben eine andere Orchidee auf das Substrat zu streuen. Daher stellt sich für mich die frage geht es das ich ein Korkbrettchen nehme auf dem eine Cattleya schilleriana oder ne Neofinetia falcata drauf war das in Regenwasser vollsaugen lasse drauf aussähe und es dann feucht halte unter ner Folie oder so?
Das wird vermutlich nicht gehen, weil die Embryonen in den Samen dieser Arten zu klein sind, um aus eigener Kraft Sämlinge zu bilden. Da müssen also Keimpilze bei der Samenkeimung mithelfen. Aber diese Keimpilze sind ganz sensible Wesen und sind nicht leicht am Leben zu halten. Von den meisten Orchideenarten kennt man diese Pilze gar nicht.
Es gibt Orchideenarten, deren Samen haben so grosse Embryonen, dass sie ohne Pilzunterstützung zu Sämlingen heran wachsen können. Die Sämlinge bilden dann Chlorophyll und können aus eigener Kraft mit Sonnenlicht weiter zu grossen Pflanzen heran wachsen.
Aber ich dachte epiphyten brauchen keinen Pilz? Weil im Nährnedium hab ich doch auch nix oder?
Zitat von: R4NG3R am 29.Mär.13 um 17:22 Uhr
Aber ich dachte epiphyten brauchen keinen Pilz? Weil im Nährnedium hab ich doch auch nix oder?
Doch, im Nährboden ist Zucker. Orchideen können Zucker als Nährstoff aufnehmen, andere Pflanzen können das nicht.
Und wenn ich das korkbrettchen mit gezuckerten regenwasser vollsaugen lasse oder mit Zucker bestreue?
Hui, dann könntest Du Dir ja die Bank sparen. :thumb
Ne das habe ich nich vor und gehe auch von einer wenn überhaupt dann nur von einer sehr schlechten Keimrate.
leider wird das mit dem gezuckerten Regenwasser höchst wahrscheinlich nicht klappen. Davon werden alle möglichen anderen Pilze und Bakterien profitieren und die schönen Samen sind hin. Warte lieber bis du deine Bank fertig hast.
Zucker auf dem Korkbrettchen führt zu Schimmel. Das ist ja der Grund weshalb man steril arbeiten muss, Zucker ist ein guter Nährboden für alle Mikroorganismen.
Aber die ederers habens auch schon mal gemachtund es hat funktioniert. :ka
Zitat von: R4NG3R am 29.Mär.13 um 19:21 Uhr
Aber die ederers habens auch schon mal gemachtund es hat funktioniert. :ka
da musst Du Lotte fragen :yes
solch eine Spontanaussaat habe ich nur 1x gesehen. Dürfte gut 25 Jahre her sein. Da war die Tür zum Nebelwaldhaus im bot.Garten in Bochum nicht abgeschlossen. Die Ziegelwand war mit einer Moosschicht bewachsen und darin befand sich ein oncidienartig aussehender Sämlling.
Zitat von: Uhu am 29.Mär.13 um 20:29 Uhr
solch eine Spontanaussaat habe ich nur 1x gesehen. Dürfte gut 25 Jahre her sein. Da war die Tür zum Nebelwaldhaus im bot.Garten in Bochum nicht abgeschlossen. Die Ziegelwand war mit einer Moosschicht bewachsen und darin befand sich ein oncidienartig aussehender Sämlling.
Verschiedene Encyclia Arten haben wohl die Fähigkeit sich auf sehr dünnen Moospolstern in GWHs weiter zu entwickeln, ohne Dreieckssymbiose mit einer weiteren höhere Pflanze.
Ich finde da keinen Link, aber vor dem ersten Weltkrieg wurden Orchideenaussaaten fast ausschließlich an den Wurzeln von Paphiopedilum die in großen Töpfen kultiviert wurden gemacht. Das war extrem ineffektiv. Zwei Beispiele dazu kann ich auch geben, bei Wichmann geisterte über Jahrzehnte eine Spiranthes als Samenunkraut in den Paphiopedilum Mutterpflanzenbeständen herum und vor ein paar Wochen wurden mir verunkrautete Paphis von Wubben gezeigt, das Unkraut war Cynorkis.
Zitat von: R4NG3R am 29.Mär.13 um 17:31 Uhr
Und wenn ich das korkbrettchen mit gezuckerten regenwasser vollsaugen lasse oder mit Zucker bestreue?
Flo, ich kann diesen Versuch nur unterstützen. Mit diesen Experimenten wird der Sohnemann sehr schnell passiv flügge.
Du kannst Epidendren-Samen auch auf die Innenseite einer Banane schmieren. Epidendren zeigen oft ein Endosperm. Wenn´s keimt, wird es ein olfaktorisch berauschendes Ergebnis. Wenn ich mir deine Fragen durchlese, und ich bin heute sehr gut aufgelegt, kommt mir, du brauchst vordringlich keine CB, sondern ein halbwegs fundiertes Basiswissen, sonst wird dir das alles auf Dauer keinen Spass machen. Glaub´s mir.
Zitat von: Timm Willem am 29.Mär.13 um 21:11 Uhr
Zwei Beispiele dazu kann ich auch geben, bei Wichmann geisterte über Jahrzehnte eine Spiranthes als Samenunkraut in den Paphiopedilum Mutterpflanzenbeständen herum und vor ein paar Wochen wurden mir verunkrautete Paphis von Wubben gezeigt, das Unkraut war Cynorkis.
Spiranthes sinensis hatte sich auf vielen Töpfen mit Epiphyten in der DDR-Gärtnereien ausgesät, sogar jetzt noch in Schwerte.
In Marl sät sich auf vielen Töpfen Microtis unifolia, Dactylorhiza spec. und Ophrys aus.
Zitat von: Berthold am 29.Mär.13 um 23:22 Uhr
Spiranthes sinensis hatte sich auf vielen Töpfen mit Epiphyten in der DDR-Gärtnereien ausgesät, sogar jetzt noch in Schwerte.
In Marl sät sich auf vielen Töpfen Microtis unifolia, Dactylorhiza spec. und Ophrys aus.
Das mit den Dactylorhiza wurde vor ein paar Jahren in meinem alten Garten zu einem Problem, man konnte nie genau sagen, gehören auftretende kleine Blätter zu der dort eigentlich wachsenden Dactylorhiza oder sind es wild hybridisierte Nachkommen. Um dieses Problem zu minimieren schneide ich seit Jahren alle Blütentriebe bevor sich die erste Blüte öffnet ab.
Was subd epidrensamen? Wikipedia weis es auch nich... :ka
Zitat von: R4NG3R am 29.Mär.13 um 23:42 Uhr
Was subd epidrensamen? Wikipedia weis es auch nich... :ka
Vielleicht ohne Tippfehler probieren: Epidendrum, Mehrzahl eingedeutscht Epidendren. ;-)
Zitat von: Lisa. am 29.Mär.13 um 23:46 Uhr
Zitat von: R4NG3R am 29.Mär.13 um 23:42 Uhr
Was subd epidrensamen? Wikipedia weis es auch nich... :ka
Vielleicht ohne Tippfehler probieren: Epidendrum, Mehrzahl eingedeutscht Epidendren. ;-)
Also ist das experiment das ich auf ein mit Regenwasser vollgesogenes korkbrettchen phal hyb samen aussähe nicht ganz sinnfrei?
Zitat von: R4NG3R am 29.Mär.13 um 23:53 Uhr
Zitat von: Lisa. am 29.Mär.13 um 23:46 Uhr
Zitat von: R4NG3R am 29.Mär.13 um 23:42 Uhr
Was subd epidrensamen? Wikipedia weis es auch nich... :ka
Vielleicht ohne Tippfehler probieren: Epidendrum, Mehrzahl eingedeutscht Epidendren. ;-)
Also ist das experiment das ich auf ein mit Regenwasser vollgesogenes korkbrettchen phal hyb samen aussähe nicht ganz sinnfrei?
Doch, ist völlig sinnfrei, denn auf dem Korkbrettchen wachsen keine andere Pflanzen über mehrere Jahre.
Zitat von: R4NG3R am 29.Mär.13 um 23:53 Uhr
Zitat von: Lisa. am 29.Mär.13 um 23:46 Uhr
Zitat von: R4NG3R am 29.Mär.13 um 23:42 Uhr
Was subd epidrensamen? Wikipedia weis es auch nich... :ka
Vielleicht ohne Tippfehler probieren: Epidendrum, Mehrzahl eingedeutscht Epidendren. ;-)
Also ist das experiment das ich auf ein mit Regenwasser vollgesogenes korkbrettchen phal hyb samen aussähe nicht ganz sinnfrei?
Wie kommst Du darauf? Etwa weil Phalaenopsis zu den Epidendroideae gehören?
Zitat von: Berthold am 29.Mär.13 um 23:56 Uhr
Zitat von: R4NG3R am 29.Mär.13 um 23:53 Uhr
Zitat von: Lisa. am 29.Mär.13 um 23:46 Uhr
Zitat von: R4NG3R am 29.Mär.13 um 23:42 Uhr
Was subd epidrensamen? Wikipedia weis es auch nich... :ka
Vielleicht ohne Tippfehler probieren: Epidendrum, Mehrzahl eingedeutscht Epidendren. ;-)
Also ist das experiment das ich auf ein mit Regenwasser vollgesogenes korkbrettchen phal hyb samen aussähe nicht ganz sinnfrei?
Doch, ist völlig sinnfrei, denn auf dem Korkbrettchen wachsen keine andere Pflanzen über mehrere Jahre.
könntest du mir bitte erkläsen was du meinst? Ich komm nich drauf. :ka
Zitat von: Lisa. am 30.Mär.13 um 00:04 Uhr
Zitat von: R4NG3R am 29.Mär.13 um 23:53 Uhr
Zitat von: Lisa. am 29.Mär.13 um 23:46 Uhr
Zitat von: R4NG3R am 29.Mär.13 um 23:42 Uhr
Was subd epidrensamen? Wikipedia weis es auch nich... :ka
Vielleicht ohne Tippfehler probieren: Epidendrum, Mehrzahl eingedeutscht Epidendren. ;-)
Also ist das experiment das ich auf ein mit Regenwasser vollgesogenes korkbrettchen phal hyb samen aussähe nicht ganz sinnfrei?
Wie kommst Du darauf? Etwa weil Phalaenopsis zu den Epidendroideae gehören?
Zitat von: Matthias am 29.Mär.13 um 21:26 Uhr
Zitat von: R4NG3R am 29.Mär.13 um 17:31 Uhr
Und wenn ich das korkbrettchen mit gezuckerten regenwasser vollsaugen lasse oder mit Zucker bestreue?
Flo, ich kann diesen Versuch nur unterstützen. Mit diesen Experimenten wird der Sohnemann sehr schnell passiv flügge.
Du kannst Epidendren-Samen auch auf die Innenseite einer Banane schmieren. Epidendren zeigen oft ein Endosperm. Wenn´s keimt, wird es ein olfaktorisch berauschendes Ergebnis. Wenn ich mir deine Fragen durchlese, und ich bin heute sehr gut aufgelegt, kommt mir, du brauchst vordringlich keine CB, sondern ein halbwegs fundiertes Basiswissen, sonst wird dir das alles auf Dauer keinen Spass machen. Glaub´s mir.
Es gibt die Gattung Epidendrum und die Unterfamilie Epidendroideae.
Bau doch mal die Bank, das ist erfolgsversprechender. :yes
PS: Lies und verstehe Matthias' Post bitte nochmal. ;-)
Zitat von: Lisa. am 30.Mär.13 um 00:12 Uhr
Es gibt die Gattung Epidendrum und die Unterfamilie Epidendroideae.
Bau doch mal die Bank, das ist erfolgsversprechender. :yes
PS: Lies und verstehe Matthias' Post bitte nochmal. ;-)
Ja das is nur ein nebenbei experiment. Und nie im leben ein cleanbenchersatz.
Und noch mal:
Zitat von: Lisa. am 30.Mär.13 um 00:12 Uhr
PS: Lies und verstehe Matthias' Post bitte nochmal. ;-)
Matthias sagte:
ZitatFlo, ich kann diesen Versuch nur unterstützen. Mit diesen Experimenten wird der Sohnemann sehr schnell passiv flügge.
Du kannst Epidendren-Samen auch auf die Innenseite einer Banane schmieren. Epidendren zeigen oft ein Endosperm. Wenn´s keimt, wird es ein olfaktorisch berauschendes Ergebnis. Wenn ich mir deine Fragen durchlese, und ich bin heute sehr gut aufgelegt, kommt mir, du brauchst vordringlich keine CB, sondern ein halbwegs fundiertes Basiswissen, sonst wird dir das alles auf Dauer keinen Spass machen. Glaub´s mir.
Also das mit der Rinde ist offenbar entweder eine symbiotische Aussaat (die Ederers wissen nicht, ob da der richtige Pleionen-Pilz drauf war) oder es war eine selbständige Keimung (was manche Orchideen ja auch fertigbringen). Versuchen kann man es ja.....
Leider habe ich keinen Überblick darüber, welche Orchideen Samen mit hinreichendem Endosperm ausbilden, sodass sie zu einer selbständigen Keimung fähig wären, jedoch liegt es nicht nur am Endosperm. Manche tragen durchaus Vorräte bei sich, können damit aber nichts anfangen (weil sie z.B. Stärke nicht spalten können).
@Berthold: Welche Pflanzen können denn keinen Zucker aufnehmen (wie Du zu Beginn schriebst)?
Zitat von: winwen am 30.Mär.13 um 05:26 Uhr
@Berthold: Welche Pflanzen können denn keinen Zucker aufnehmen (wie Du zu Beginn schriebst)?
Ich denke, die meisten können das nicht, denn die dicken Zuckermoleküle passen nicht durch die dünnen Löcher in den Wurzelmembranen. Da passen nur anorganische Moleküle, bzw. Ionen durch.
Zitat von: Berthold am 30.Mär.13 um 10:25 Uhr
Ich denke, die meisten können das nicht, denn die dicken Zuckermoleküle passen nicht durch die dünnen Löcher in den Wurzelmembranen. Da passen nur anorganische Moleküle, bzw. Ionen durch.
Warum ist dann in allen Medien zum Klonen von Pflanzen aus geeigneten Explantaten Zucker drin? Das würde dann ja keinen Sinn machen.
Zitat von: winwen am 30.Mär.13 um 15:16 Uhr
Zitat von: Berthold am 30.Mär.13 um 10:25 Uhr
Ich denke, die meisten können das nicht, denn die dicken Zuckermoleküle passen nicht durch die dünnen Löcher in den Wurzelmembranen. Da passen nur anorganische Moleküle, bzw. Ionen durch.
Warum ist dann in allen Medien zum Klonen von Pflanzen aus geeigneten Explantaten Zucker drin? Das würde dann ja keinen Sinn machen.
Ich weiss nicht. Vielleicht ist das Meristemgewebe nicht von Wurzelhäuten umgeben.
Ein Ca2+ - Ion soll 100 pm groß sein, Saccharose = Rohr- oder Rübenzucker 1 nm, d.h. 10 x so groß. Von daher würde Bertholds Aussage passen. Man findet im Netz auch den Hinweis, dass Saccharose zwecks Verdauung erst enzymatisch in Glucose und Fructose gespalten werden muss, damit diese kleineren Zucker durch die Darmwand passen. Ich bin bei dieser Aussage etwas skeptisch.
Aber wie ist das nun bei der in vitro Aussaat? Da nimmt man doch auch Rohrzucker, der nun sicher nicht unter den sterilen Bedingungen gespalten wird. Seltsam.
Bill Steele nimmt statt Saccharose allerdings Glucose für Cypripedien-Aussaaten, weil er meint damit bessere Ergebnisse zu bekommen. Ich fand keinen Unterschied und nehme Saccharose.
Aus zuverlässiger Quelle wurde mir versichert, dass man von 30 Jahren beim Studiengang zur Dipl.-Biologin an der Uni Bonn im Fach Pflanzenphysiologie gelernt hat, dass Pflanze durch die Wurzeln nur anorganische Substanzen aufnehmen können.
Ob diese Erkenntnisse inzwischen überholt sind, ist mir unbekannt.
In einem der ersten Bücher über die Hybridisierung von Orchideen steht auch etwas zur Aussaat:
The Orchid Stud-Book
R.A. Rolfe und C.C. Hurst
1909
http://ia600303.us.archive.org/19/items/orchidstudbooken00rolf/orchidstudbooken00rolf.pdf
Bei den vielen Seiten müsste ich erst einmal etwas blättern aber bisher fand ich da nur 388 leere Seiten. Aber Stand der Technik kann das ja auch nicht sein, wenn das Buch von 1909 ist.
Ich fand auch eine Aussage, dass Wurzeln nur imstande seien, Nährstoffe in Form von geladenen Ionen aufzunehmen: http://www.dsv-saaten.de/export/sites/dsv-saaten.de/extras/dokumente/innovation-ab-3-2010/wurzel-teil-zwei-1-11.pdf Darf man ggf. vielleicht und eventuell an dem Stand der Forschung in Biologie etwas zweifeln?
Wie kommen z.B. Hormone in die Pflanze? Deren Moleküle wie z.B. Benzyladenin oder Furfuryladenin sind doch noch größer als Zucker.
Oder muss ich mir vorstellen, dass Enzyme des Keimlings schon in der Lage sind, die Saccharose zu spalten? Glucose und Fructose sind als Moleküle aber auch nicht so klein und auch nicht ionisiert.
Alles sehr merkwürdig. Das kommt mir vor wie die Untersuchung der Flugfähigkeit von Hummeln. Vom aerodynamischen Prinzip her kann die Hummel nicht fliegen. Aber die Hummel weiß das nicht und fliegt doch.
Zitat von: Claus am 30.Mär.13 um 23:29 Uhr
Wie kommen z.B. Hormone in die Pflanze? Deren Moleküle wie z.B. Benzyladenin oder Furfuryladenin sind doch noch größer als Zucker.
Oder muss ich mir vorstellen, dass Enzyme des Keimlings schon in der Lage sind, die Saccharose zu spalten? Glucose und Fructose sind als Moleküle aber auch nicht so klein und auch nicht ionisiert.
Ich denke, die Hormone werden von der Pflanze selber erzeugt.
Orchideen sind ja bei der Substanz-Aufnahme die grosse Ausnahme, aber wohl nur im Protokorm-Stadium, nicht durch die Wurzeln
Zitat von: Berthold am 30.Mär.13 um 23:37 Uhr
Ich denke, die Hormone werden von der Pflanze selber erzeugt.
Orchideen sind ja bei der Substanz-Aufnahme die grosse Ausnahme, aber wohl nur im Protokorm-Stadium, nicht durch die Wurzeln
Die Pflanze erzeugt natürlich Hormone selbst. Aber in unseren Nährmedien zur Keimung sind doch in vielen Fällen Hormone unerlässlich. Weshalb soll das bei Protokormen anders sein als bei Wurzeln?
Zitat von: Claus am 30.Mär.13 um 23:29 Uhr
Bei den vielen Seiten müsste ich erst einmal etwas blättern aber bisher fand ich da nur 388 leere Seiten. Aber Stand der Technik kann das ja auch nicht sein, wenn das Buch von 1909 ist.
Es gibt eine Literatur aus Wien von 1905(finde ich jetzt aber gerade nicht), dort wird detailliert beschrieben, wie man Orchideen an Paphiopedilum aussät. Nun ist das sicher nicht Stand der heutigen Technik, aber es ist eine funktionierende Methode.
Da ich mich einige Zeit mit der symbiotischen Aussaat am Wurzelbereich von Pflanzen beschäftigt habe, und es nach wie vor für eine "andere" aber nicht unbedingt überflüssige Methode halte, denke ich, dass man eine solche Technik nicht unbedingt verwerfen sollte. Das Hauptproblem der historischen Variante war wohl die suboptimale Nährpflanze für den Pilz, es gibt nachweislich bessere als Paphiopedilum.
In leicht abgewandelter Form ist eine solche Methode auch heute noch anwendbar.
Momentan bereite ich einen Versuch für den Sommer vor, bei dem es darum geht eine Art auszusäen, mit der wir weder symbiotisch noch asymbiotisch in den letzten Jahren wesentliche Fortschritte gemacht haben, die aber nachweislich an bestimmten Pilzwirtspflanzen keimt.
Diese älteste der drei Aussaatmethoden könnte in modernisierter Form für Erdorchideen einen Lückenfüller zwischen der symbiotischen und der asymbiotischen Aussaat darstellen. Die Jungpflanzen von Arten die durch die schnelle Bildung phenolischer Substanzen sehr problematisch in der Aussaat sind, können mit dieser Methode regelmäßig gespült werden. Gleichzeitig können die Jungpflanzen sehr hoch mit Nährstoffen versorgt werden und über die jahreszeitlich wechselnden Bedürfnisse muss man sich auch keine Gedanken machen.
Zitat von: Timm Willem am 31.Mär.13 um 09:15 Uhr
Es gibt eine Literatur aus Wien von 1905(finde ich jetzt aber gerade nicht), dort wird detailliert beschrieben, wie man Orchideen an Paphiopedilum aussät.
Das war doch die Zeit als auch Sigmund Freud seine Thesen in Wien verbrietet hat, oder?
Zitat von: Berthold am 31.Mär.13 um 12:20 Uhr
Zitat von: Timm Willem am 31.Mär.13 um 09:15 Uhr
Es gibt eine Literatur aus Wien von 1905(finde ich jetzt aber gerade nicht), dort wird detailliert beschrieben, wie man Orchideen an Paphiopedilum aussät.
Das war doch die Zeit als auch Sigmund Freud seine Thesen in Wien verbrietet hat, oder?
Siehst du da einen Zusammenhang zwischen Wurzeln und dem menschlichen Hirn oder bist du gerade sehr off-topic? grins
Zitat von: Ralla am 31.Mär.13 um 12:43 Uhr
Siehst du da einen Zusammenhang zwischen Wurzeln und dem menschlichen Hirn oder bist du gerade sehr off-topic? grins
Nein, in Wien herrschte damals Offenheit für neue moderne Erkenntnisse, deshalb wundert es nicht, dass solche Dinge in Wien veröffentlicht wurden :classic.
Zitat von: Berthold am 31.Mär.13 um 12:55 Uhr
Zitat von: Ralla am 31.Mär.13 um 12:43 Uhr
Siehst du da einen Zusammenhang zwischen Wurzeln und dem menschlichen Hirn oder bist du gerade sehr off-topic? grins
Nein, in Wien herrschte damals Offenheit für neue moderne Erkenntnisse, deshalb wundert es nicht, dass solche Dinge in Wien veröffentlicht wurden :classic.
in Wien herrscht
e damals immer eine Offenheit für neue moderne Erkenntnisse
Zitat von: R4NG3R am 29.Mär.13 um 15:50 Uhr
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Daher stellt sich für mich die frage geht es das ich ein Korkbrettchen nehme ...
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das in Regenwasser vollsaugen lasse
...
Kork ist weitestgehend hydrophob, da wird sich so gut wie nichts mit Wasser vollsaugen, quasi auch kaum benetzen lassen.
Schönen Gruß
Peter
Zitat von: Postpiet am 02.Apr.13 um 00:35 Uhr
Zitat von: R4NG3R am 29.Mär.13 um 15:50 Uhr
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Daher stellt sich für mich die frage geht es das ich ein Korkbrettchen nehme ...
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das in Regenwasser vollsaugen lasse
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Kork ist weitestgehend hydrophob, da wird sich so gut wie nichts mit Wasser vollsaugen, quasi auch kaum benetzen lassen.
Schönen Gruß
Peter
Naja das Korkbrettchen lieg schon seit 3 Tagen beschwehrt in einem Eimer mit Regenwasser und hat schon etwas an Gewicht zugelegt. Ausserdem Besteht meine Hoffnung in der unebenen Oberfläche in der sich die Samen und das Wasser sehr gut halten. Zudem habe ich vor das Korkbrettchen in eine Alu-Schale zu legen da immer nen halben Zentimeter Wasser drinn stehen zu lassen allein wegen der LF.
Zitat von: R4NG3R am 02.Apr.13 um 00:43 Uhr
Naja das Korkbrettchen lieg schon seit 3 Tagen beschwehrt in einem Eimer mit Regenwasser und hat schon etwas an Gewicht zugelegt.
Die Gewichtszunahme ist wohl durch Wasser in Hohlräumen im Kork zu erklären. Sobald das Teil aus dem Wasser heraus ist, wird das Wasser ratzfatz verdunsten und dann ist wieder alles trocken.
Zitat von: Timm Willem am 31.Mär.13 um 09:15 Uhr
Momentan bereite ich einen Versuch für den Sommer vor, bei dem es darum geht eine Art auszusäen, mit der wir weder symbiotisch noch asymbiotisch in den letzten Jahren wesentliche Fortschritte gemacht haben, die aber nachweislich an bestimmten Pilzwirtspflanzen keimt.
Simon, der Sommer hat begonnen. Wie weit ist der Versuch gediehen?
Zitat von: Berthold am 16.Jul.13 um 21:16 Uhr
Zitat von: Timm Willem am 31.Mär.13 um 09:15 Uhr
Momentan bereite ich einen Versuch für den Sommer vor, bei dem es darum geht eine Art auszusäen, mit der wir weder symbiotisch noch asymbiotisch in den letzten Jahren wesentliche Fortschritte gemacht haben, die aber nachweislich an bestimmten Pilzwirtspflanzen keimt.
Simon, der Sommer hat begonnen. Wie weit ist der Versuch gediehen?
Die Mutterpflanzen müssen erst Samen ansetzen.
Danach wird es wohl eineinhalb Jahre bis zu den ersten Blättchen dauern.