Einige von euch kennen mich als Skeptiker bezüglich Neudohum als Auspikiersubstrat gegenüber. Ich habe in der ersten Euphorie 2005 und 2006 Tausende von Sämlingen in Neudohum verloren.
Da ich aber immer wieder die positiven Berichte las habe ich es auch immer wieder mit Neudohum versucht und mit Neudohum Aussaaterde auch Erfolge gehabt, es war allerdings auch nicht besser als andere Substraten.
Vor ein paar Wochen kaufte ich mal wieder einen 70 l-Sack Pflanzerde und habe davon auch zum Umtopfen für andere Zimmerpflanzen genommen, z.B. für eine Amaryllis-ähnliche Blumenzwiebel, den botanischen Namen kenne ich nicht.
Ich wunderte mich nur, dass die Pflanze überhaupt keine Entwicklung zeigte, absolut keine Veränderung an den Blättern innerhalb von etlichen Wochen. Heute fielen mit beim Gießen anderer Pflanzen Trauermücken an diesem Topf auf. Es war ein massiver Befall, beim Herausnehmen der Zwiebel kam mir ein Schwarm Mücken entgegen, und im Boden wimmelte es von Larven.
Am Zwiebelboden waren auch nicht mehr die geringsten Spuren von Wurzelstümpfen zu sehen, alles war säuberlich abgenagt.
Ich halte Neudohum für absolut ungeeignet zur Kultur von Zimmerpflanzen einschließlich von Erdorchideen. Diese Ideen von einem Schutzpilz halte ich auch nicht für erwiesen, sondern die Wachstumserfolge mit Neudohum dürften auf der hohen Düngermenge im Substrat beruhen. Wenn man Glück hat funktioniert es, wenn man Pech hat ist die ganze Kultur im Eimer.
Mal sehen was die Geranien dazu sagen, ansonsten habe ich Neudohum den Krieg erklärt, und es kommt mir nicht mehr ins Haus. :devil :devil :devil :devil :devil :devil :devil :devil :devil :devil
Claus, dieser Beitrag erscheint mir etwas emotional.
Neudohum ist nur ein Werkzeug zur erfolgreichen Kultur von Erdorchideen und keine Erfolgsgarantie.
Jeder Heimwerker weiss doch auch, dass der Dübel noch nicht in der Wand ist, wenn er die Bohrmaschine in die Hand nimmt.
Hallo Claus
Irgendwie hast Du die Seuche am Hals. Hast Du vieleicht irgendwo eine Trauerfliegenzucht???
Sind es vieleicht alte Bestände die Dein Lieferant an den Mann bekommen will??
Das die irgendwie verseucht war??
Denn ich glaube Du bist der einzige der mit dem Zeug so schlechte Erfahrung gemacht hat.
aber Du hast ja das roter Zeug vom Herrn Manne.
Das ist bestimmt besser..
Gruss Rudolf
Die schlechten Erfahrungen von Claus habe ich zum Teil auch gemacht und die Trauerfliegenplage habe ich auch immer wieder.
Ich teste im Moment Neudohum mit Sand, da scheinen sich die Trauermücken nicht ganz so wohl zu fühlen.
Gruß Volzotan
Welchen Sand genau Roman?
Manchmal kommt es bei mir auch vor, das Trauermücken in einem Sack stecken.
Allerdings hatte ich auch schon einen Sack in dem Regenwürmer (genauer gesagt Mistwürmer) drin waren.
Mauersand Körnung 0-2mm.
Gruß Volzotan
Ist ein Versuch wert!
Zitat von: Berthold am 10.Mai.09 um 13:54 Uhr
Claus, dieser Beitrag erscheint mir etwas emotional.
Neudohum ist nur ein Werkzeug zur erfolgreichen Kultur von Erdorchideen und keine Erfolgsgarantie.
Jeder Heimwerker weiss doch auch, dass der Dübel noch nicht in der Wand ist, wenn er den Bohrmaschine in die Hand nimmt.
Berthold,
ja, ich bin ziemlich sauer. Auf der Packung steht: "Kontrollierte Premiumqualität" Das heißt wahrscheinlich, dass die Pflanzerde daraufhin kontrolliert wird ob auch ausreichend Trauermückenlarven drin sind.
Ich habe inzwischen dieses Material aus drei verschiedenen Quellen eingesetzt, es gibt keine Unterschiede. Alle Säcke waren infiziert.
Wenn man allerdings die Texte auf dem Beutel aufmerksam liest, dann ist dieses Material für den "Gartenbereich", auch für "Kästen und Schalen" geeignet, von Zimmerpflanzen ist nicht die Rede. Es wird auch empfohlen, das Material mit anderer Erde zu mischen. Wahrscheinlich sind dann darin die Nematoden, welche den Trauermückenlarven den Garaus machen.
Es fehlt der Hinweis: "Bei Risiken und Nebenwirkungen" :devil :devil
Zitat von: Claus am 10.Mai.09 um 15:05 Uhr
ja, ich bin ziemlich sauer. Auf der Packung steht: "Kontrollierte Premiumqualität" Das heißt wahrscheinlich, dass die Pflanzerde daraufhin kontrolliert wird ob auch ausreichend Trauermückenlarven drin sind.
Das kann ich gut verstehen, mir sind gerade wieder einige A. morio in frischem Neudohum abgefault, glücklicherweise hatten alle schon eine Knolle gebildet.
Und ich lege meine Hand dafür ins feuer, dass es nicht daran lag, dass zuviel gewässert wurde.
Gruß Volzotan
Also doch nicht des Weißheits letzter Schluss? :ka
In was stecken wir denn unsere Orchis als nächstes?
Ich halte Neudohum für absolut ungeeignet zur Kultur von Zimmerpflanzen einschließlich von Erdorchideen. Diese Ideen von einem Schutzpilz halte ich auch nicht für erwiesen, sondern die Wachstumserfolge mit Neudohum dürften auf der hohen Düngermenge im Substrat beruhen. Wenn man Glück hat funktioniert es, wenn man Pech hat ist die ganze Kultur im Eimer.
:-D :-D :-D
Hakone,
was will uns dieses Zitat sagen?
Grüße
Claus
Zitat von: Claus am 10.Mai.09 um 18:46 Uhr
Hakone,
was will uns dieses Zitat sagen?
Grüße
Claus
Claus, dahinter steckt die fernöstliche Weisheit, "lächeln, wenn man nicht genau Bescheid weiss".
Die Sämling machen zuerst ganz kleine haarige weiße feine Wurzeln, sie werden sofort verbrennen bei Berührung mit Salz – spricht Dünger. Daher sollte man warten, bis die 2. Wurzel – spricht die braune dicke Wurzel bildet, dann kann man düngen, vorher nicht.
Sämling mit 1. Wurzel in Düngerreich Substrate zu pflanzen ist harakiri.
@Claus,
Du wirst demnächst bei Hakone in die Riege der Konfuziusianer aufgenommen! :-D
Dann wirst du auch öfters zitiert.
Gewöhne Dich schonmal daran.
Zitat von: hakone am 10.Mai.09 um 19:50 Uhr
Die Sämling machen zuerst ganz kleine haarige weiße feine Wurzeln, ...
Diese nennt man in Laienkreisen Rhizoide, glaube ich. :bag
Zitat von: hakone am 10.Mai.09 um 19:50 Uhr
Sämling mit 1. Wurzel in düngerreiche Substrate zu pflanzen ist harakiri.
Hakone, es kommt auf die Dosis an!
Der Begriff "düngerreich" ist relativ. Ich pflanze Sämlinge aus der Flasche meist ohne Wurzeln nur das Protokorm mit Rhizoiden dran in ein Substrat mit
Stickstoff 300 mg/l
Phosphat 200 mg/l
Kali 600 mg/l
Salzgehalt insgesamt 1500 mg/l
mit einem pH-Wert von ca. 6.
Das ist also ein sehr düngerreiches Substrat.
Und wie hoch ist Deine Ausfallrate bei diesem Substrat, Berthold?
Zitat von: Claus am 10.Mai.09 um 12:54 Uhr
...Diese Ideen von einem Schutzpilz halte ich auch nicht für erwiesen, sondern die Wachstumserfolge mit Neudohum dürften auf der hohen Düngermenge im Substrat beruhen. Wenn man Glück hat funktioniert es, wenn man Pech hat ist die ganze Kultur im Eimer....
habe gestern einen Interessanten Vortrag des Marburger Mykologen (Prof.Kost) bei der DOG Mittelhessen zu "Pilze und Orchideen" gehört.
Auf meine positiven Erfahrungen mit Auspikieren von sterilen Sämlingen in verpilztes Substrat (Neudohum) angesprochen erklärte er, dass Pflanzen durch nicht pathogene Pilze angeregt werden können ihre Abwehrleistung zu steigern und dann eine bessere Resistenz gegenüber Schadorganismen bekommen. Soetwas wissenschaftlich zu beweisen ist jedoch sehr schwer. Die Vermutung des Stoffstransportes vom Pilz zur Orchidee konnte erst vor kurzer Zeit nachgewiesen werden, obwohl die Vorstellung/Vermutung schon recht alt ist.
Ein bischen Schwund ist immer, aber inzwischen habe ich etliche Arten erfolgreich darin pikiert. Ich bleib erstmal dabei. Mit größerem trauerfliegenbefall hatte ich jedoch nie Probleme. Die gibt es bei mir auch, kommen höchstwahrscheinlich aus den tropischen Orchis. Ich bekämpfe sie einfach mit einem Spray im Flug. Dann kommen sie kaum dazu Eier zu legen.
Gruß Jürgen
Zitat von: Charlemann am 10.Mai.09 um 21:49 Uhr
Und wie hoch ist Deine Ausfallrate bei diesem Substrat, Berthold?
Michael, das ist eine zu einfache Frage für einen komplexen Ablauf. Das Überleben eines Sämlings hängt von vielen Dingen ab, wie genetische Ausrüstung des Sämlings, Pikierzeitpunkt, richtige Feuchtigkeitshaltung im Substrat, Fernhaltung von Fressfeinden und Infektionskeimen. Welchen Überlebenszeitraum betrachtest Du? Da ist das Substrat selber nur eine einzige Komponente.
Aber asymbiotischen Sämlingen von Dactylorhiza iberica (Aussaat Claus) haben alle Sämlinge nach dem Pikieren überlebt (im Winter sind alle abgefroren). Orchis coriophora fragrans haben alle 4 Wochen überlebt, dann sind alle an einer oberirdischen Blattinfektion eingegangen.
Zitat von: Charlemann am 10.Mai.09 um 19:53 Uhr
Du wirst demnächst bei Hakone in die Riege der Konfuziusianer aufgenommen! :-D
nun, es ist auch nicht erstrebenswert,
dort aufgenommen zu werden.
dann lieber "OPUS DEI"
SO VIEL KONFUSES (WIRRES) GEREDE
HILFT NIEMAND VORAN.............
@ Claus:
milliarden fliegen KÖNNEN sich nicht irren......
Hallo Berthold,
ich bin nun wahrlich kein Neudohumexperte. Wie angekündigt, habe ich aber ein paar Versuche angesetzt.
Schon bei der Vorbereitung fiel mir aber sofort auf, dass dem hohen Gehalt an Makronährstoffen im Neudohum keine Mikronährstoffe gegenüberstehen. Dies wäre ein grober Mangel. Nun empfiehlt der Hersteller ja ausdrücklich das Neudohum beizumischen. So vermute ich, dass die Experten dort davon ausgehen, dass die Mikronährstoffe aus den anderen Bestandteilen des Gemisches kommen. Bei reiner Verwendung müsste also auf alle Fälle mit Mikronährstoffen kompensiert werden.
Im puren Neudohum ist eine Regulierung der Substratfeuchte sehr schwierig. Der Hersteller gibt allerdings wie schon erwähnt, eine Beimischung vor. Den Ansatz von Volzotan es mit Sand zu mischen, ist sehr gut. Mit Sand kann man hervorragend die Substratfeuchte regulieren und er ist in Reaktion neutral. Da Sand aber kaum Nährstoffe hat, sollte der somit immer noch vorhandene Mangel an Mikronährstoffen durch Düngung ausgeglichen werden. Auf Grund der Gehalte im Neudohum wäre hier ein Kakteendünger das Beste.
Die bisher beste Variante in meinen Versuchen ist die Variante Neudohum-Sand-Lehm 1 : 1 : 1 plus Mikronährstoffdüngung.
Trauermücken waren übrigens auch dabei. Das Problem habe ich mit Bi 58 gelöst.
BG
Manne
Zitat von: Manne am 11.Mai.09 um 09:33 Uhr
Den Ansatz von Volzotan es mit Sand zu mischen, ist sehr gut. Mit Sand kann man hervorragend die Substratfeuchte regulieren und er ist in Reaktion neutral.BG
Manne
Wenn man nun noch Lehm, besser Löss, zufügt, wird das Ganze noch besser. Dann mit Blühpflanzendünger düngen und schließlich das Neudohum wieder heraus holen. Dann hat man wahrscheinlich ein Optimum erreicht. :lol2 :lol2 :lol2
Claus
Frag Tassos in Korfu:
Zitat von: tkodkaHello again
I have the same big problem.This year I made experiment with Neodohum with big sucess.I will post photos in the forum in a couple of days.Form my experience with Ophrys (I have more than 500 plants (unfortunately I had , I don't know how many i will have next autumm) ) the sign of something is going wrong is the fast yellowish or black leaves, after that the plant either forced to grow fast to try to make seeds , or just dies with all it;s leaves black. For example I have 40 Ophrys cerastes , all of them infected during February , 16 of them dies with black leaves without produce flower but they produced smaller new tuber, 9 of the rest dies without producing new tuber, 12 of the rest produces flowers very early for this species and made seed pods but die quiqly after that and only 3 of them have flower now and are vigorous.To understand the difference between normal and abnormal life note that the one and only Ophrys cerastes I plant in Neudochum at the same time with the others and with the same conditions exactly, now is starting to produce spike , has all its leaves and look incredible healthy.And this is the correct time for that.
Tassos
Hier die ganze Diskussions in Freds Forum:
http://forum.terrorchid.org/viewtopic.php?t=1267
Claus,
wenn du jetzt ein paar säcke NEUDOHUM übrig hast.
sagt ihm,
dass du die bei deinem nächsten aufenthalt mitbringst. :thumb
Zitat von: Claus am 10.Mai.09 um 12:54 Uhr
Es war ein massiver Befall, beim Herausnehmen der Zwiebel kam mir ein Schwarm Mücken entgegen, und im Boden wimmelte es von Larven.
Am Zwiebelboden waren auch nicht mehr die geringsten Spuren von Wurzelstümpfen zu sehen, alles war säuberlich abgenagt.
Ich halte Neudohum für absolut ungeeignet zur Kultur von Zimmerpflanzen einschließlich von Erdorchideen.
Dieser Thread ist doch wohl der Treppenwitz der Geschichte.
Ausgerechnet Claus, der mit seinen Kollegen und seiner Firma die Plagen der gesamten Menschheit durch Insektenbefalls ihrer geliebten Pflanzen stark gelindert hat, beklagt sich, dass er in Walsrode nicht Herr der Trauermücken wird.
Claus, war denn das Lebenswerk von Dir und Deiner Firma wirklich so sinnlos?
Und wenn jemand behauptet, Neudohum könnte man nicht gut wässern, so verrät er damit, dass er das Substrat hat austrocknen lassen. Allein dadurch gehen die meisten Sämlinge über den Jordan.
Zitat von: Berthold am 11.Mai.09 um 14:14 Uhr
Dieser Thread ist doch wohl der Treppenwitz der Geschichte.
Ausgerechnet Claus, der mit seinen Kollegen und seiner Firma die Plagen der gesamten Menschheit durch Insektenbefalls ihrer geliebten Pflanzen stark gelindert hat, beklagt sich, dass er in Walsrode nicht Herr der Trauermücken wird.
Claus, war denn das Lebenswerk von Dir und Deiner Firma wirklich so sinnlos?
Berthold, also erstens habe ich keine Insektizide hergestellt sondern NC, MC, CMC und Plastikfolien und zweitens 14 Tage Urlaub auf Rhodos reichen zur Vermehrung dieser tückischen Viehcher und zum Verzehr von Zwiebelböden (nicht Zwiebelkuchen!) aus. Wie schnell sind also die winzigen Knollen von Erdorchideen aufgefressen.
Soll ich dir am Samstag gut infiziertes Material zwecks eigener Vermehrung mitbringen?
Ansonsten: :devil :skull :devil :skull :devil :skull :devil :skull
Zitat von: Berthold am 10.Mai.09 um 23:41 Uhr
Zitat von: Charlemann am 10.Mai.09 um 21:49 Uhr
Und wie hoch ist Deine Ausfallrate bei diesem Substrat, Berthold?
Michael, das ist eine zu einfache Frage für einen komplexen Ablauf. Das Überleben eines Sämlings hängt von vielen Dingen ab, wie genetische Ausrüstung des Sämlings, Pikierzeitpunkt, richtige Feuchtigkeitshaltung im Substrat, Fernhaltung von Fressfeinden und Infektionskeimen. Welchen Überlebenszeitraum betrachtest Du? Da ist das Substrat selber nur eine einzige Komponente.
Aber asymbiotischen Sämlingen von Dactylorhiza iberica (Aussaat Claus) haben alle Sämlinge nach dem Pikieren überlebt (im Winter sind alle abgefroren). Orchis coriophora fragrans haben alle 4 Wochen überlebt, dann sind alle an einer oberirdischen Blattinfektion eingegangen.
Entschuldigung das ich Dich unterfordere. :-D
Natürlich dachte ich an eine Prozentzahl zwischen Null und Einhundert.
Und gedacht habe ich natürlich an eine Überlebensaduer bis zur Blüte. :rot
Zitat von: Berthold am 11.Mai.09 um 14:14 Uhr
Und wenn jemand behauptet, Neudohum könnte man nicht gut wässern, so verrät er damit, dass er das Substrat hat austrocknen lassen. Allein dadurch gehen die meisten Sämlinge über den Jordan.
Das stimmt allerdings, Berthold!
Ich habe eher das Problem, das der Boden zu feucht bleibt.
Von Austrocknung keine Spur.
Zitat von: Manne am 11.Mai.09 um 09:33 Uhr
...Trauermücken waren übrigens auch dabei. Das Problem habe ich mit Bi 58 gelöst.
Hallo Manne,
kann man mit dem Zeug auch gießen? In welcher Konzentration verwendet man das gg. Trauermücken?
Hallo winwen,
ich nehme das Mittel sowohl zum Sprühen als auch zum Gießen. Wenn mal Raupen da sind, beißen sie nur einmal rein. Bin sehr zufrieden damit.
BG
Manne
Also ich habe mit meinem Neudohumgemisch noch keine Orchis über den Jordan geschickt. Und das sage ich nicht aus Angeberei.
Mein Dank für den Hinweis geht immer noch an Berthold.
Aber im Sand Lehmgemisch habe ich, ich nehme an aus Unvermögen Orchis gehimmelt.
Falscher Lehm? falscher Sand? Unkenntniss der Materie? alles ist möglich.
Nur nicht mit Neudohum. ( Ich weiss bis heute nicht wie eine Trauerfliege in dem Zeug aussieht)
Hallo Rudolf,
nach unbestätigten Meldungen sollen Trauermücken um Lorsch einen großen Bogen fliegen. :wink :wink :wink
Gegen Trauermücken hilft eine simple Methode. Die Trauermücken können im Sand oder Lava keine Eier ablegen. Folglich eine dünne Schicht Sand (nicht untermischen, sondern oben streuen) oder Lavamehl ausbringen. Die zweite Generation abwarten. Während dessen den Boden versiegelt halten.
Liebe Grüsse aus der Schweiz,
Rafael
Zitat von: Claus am 11.Mai.09 um 22:48 Uhr
Hallo Rudolf,
nach unbestätigten Meldungen sollen Trauermücken um Lorsch einen großen Bogen fliegen. :wink :wink :wink
Jetzt weiss ich auch was die grossen dunklen Wolken sind. Ich dachte immer es braut sich ezwas über meinem Kopf zusammen.
Aber im Falle des Falles habe ich ja meine kleinen Höhlenbewohner. Die machen denen schon den Garaus. O-) O-)
Ein nicht von Trauer(fliegen) geplagter Rudolf :whistle :whistle
Zitat von: Rafaelissimo am 11.Mai.09 um 23:42 Uhr
Gegen Trauermücken hilft eine simple Methode. Die Trauermücken können im Sand oder Lava keine Eier ablegen. Folglich eine dünne Schicht Sand (nicht untermischen, sondern oben streuen) oder Lavamehl ausbringen. Die zweite Generation abwarten. Während dessen den Boden versiegelt halten.
Liebe Grüsse aus der Schweiz,
Rafael
Hallo Rafael,
die Mücken werden schon mit dem Neudohum mitgeliefert. Beim Öffnen eines neuen Sacks kam mir schon ein ganzer Schwarm entgegen. Damals dachte ich, das wäre eine Ausnahme, jetzt weiß ich, sie gehören zur Ausstattung.
Viele Grüße
Claus
Ich habe jetzt Neudohum seit zwei Jahren im Einsatz aber nicht bei den Erdorchideen sondern bei meinem anderen Pfleglingen nämlich Amorphophallus. Hier kann ich nur positives berichten. Wenn mir sonst bei noch so sorgfältiger Pflege immer wieder die schwierigeren Arten im Topf vergammelt sind so habe ich seit dem ich in Neudohum topfe keine, überhauptkeine Verluste mehr. Sogar wenn ich in der beginnenden Wachstumzeit zuviel gieße, gibt es im Neudohum keine Verluste. Vor Neudohum habe ich jede aber auch jede Erdmischung incl. sämtlicher Fungiziede probiert aber ohne durchschlagenden Erfolg. Das ließt sich hier so leicht aber ich war zwischendurch schon so frustriert, daß ich es aufgeben wollte. Dagegen ist die Kultur von Cypripedien ein klacks ;-).
Neudohum benutze ich nicht bei den Erdorchideen, denn ich habe seit Jahren ein Standardsubstrat in das ich auch meine/die Sämlinge setze. Große Verluste bei den Sämlingen habe ich noch nicht erlebt. Im Winter erhalten sie ihre Kühlphase im Kühlschrank und im Frühjahr überführe ich sie dann in mein Substrat in die Töpfe.
Erwin
Zitat von: Erwin am 12.Mai.09 um 18:43 Uhr
Wenn mir sonst bei noch so sorgfältiger Pflege immer wieder die schwierigeren Arten im Topf vergammelt sind so habe ich seit dem ich in Neudohum topfe keine, überhauptkeine Verluste mehr. Sogar wenn ich in der beginnenden Wachstumzeit zuviel gieße, gibt es im Neudohum keine Verluste. Vor Neudohum habe ich jede aber auch jede Erdmischung incl. sämtlicher Fungiziede probiert aber ohne durchschlagenden Erfolg. Das ließt sich hier so leicht aber ich war zwischendurch schon so frustriert, daß ich es aufgeben wollte.
Erwin, mir ging es mit den Erdorchideen bei der Topfkultur genau so. Ich hatte vor Frust fast alles in den Garten gepflanzt. Jetzt hole ich fast alles aus dem Garten wieder zurück in die Topfkultur.
Zunächst dachte ich, die Verluste lägen an den organischen Bestandteilen im Substrat (20% Blumenerde oder Rindenhumus), die habe ich dann auf null reduziert. Aber in den rein mineralischen Substraten (alle möglichen Mischungen aus Seramis, Dolomitsplitt, Sand, Perlite und Löss) sind dann einige Australier und Südafrikaner innerhalb von 2 Monaten komplett verfault. Über 70% der mediterranen haben spätestens im März im Gewächshaus Stengelfäule bekommen. Das hatte einfach keinen Spass mehr gemacht.
Aber inzwischen hat für mich ein neuer Lebensabschnitt begonnen.
Macht nur weiter so, ich bin resistent! :stop :stop :stop :stop :stop
Zitat von: Claus am 12.Mai.09 um 19:42 Uhr
Macht nur weiter so, ich bin resistent! :stop :stop :stop :stop :stop
Claus, Neudohum wirkt wie die bekannte Hirt-Methode des Josef-Hirt-Institutes für optimale Lebens- und Arbeitsgestaltung in Zürich.
Nach 6-monatiger Anwendung der Hirtmethode konnte ich meine Lebensfreude um 17,5% steigern. Meine berufliche Leistungsfähigkeit nahm sogar um 23% zu, sagt Prof. Dr. Wilhelm P. aus I., Kunde des Hirt-Institutes.
Also überlege es Dir noch mal.
Zitat von: Berthold am 12.Mai.09 um 21:49 Uhr
Nach 6-monatiger Anwendung der Hirtmethode konnte ich meine Lebensfreude um 17,5% steigern. Meine berufliche Leistungsfähigkeit nahm sogar um 23% zu, sagt Prof. Dr. Wilhelm P. aus I., Kunde des Hirt-Institutes.
Das habe ich nicht mehr nötig !!!!! :-p :-p :-p :-p
Man muss nur mal richtig nachforschen, dann kommt die Wahrheit ans Licht. Heute war ich bei Berthold und habe als erstes die Säcke mit Neudohum Pflanzerde kontrolliert, daraus kamen mir die Mücken schon entgegen.
Dann habe ich heimlich ein Foto gemacht, das nun das ganze Geheimnis löst, die Trauermücken werden ständig geräuchert und mit Sprühnebeln bekämpft. Noch ist nicht bekannt, was in der Sprühflasche ist, aber das bekomme ich auch noch heraus.
Claus
Großartiges Foto!
Zitat von: Claus am 16.Mai.09 um 23:26 Uhr
Noch ist nicht bekannt, was in der Sprühflasche ist, aber das bekomme ich auch noch heraus.
Das sieht mir verdächtig nach Keikiboost aus.
Zitat von: Mr. Kaizer am 17.Mai.09 um 00:12 Uhr
Das sieht mir verdächtig nach Keikiboost aus.
Nein, nein Robert,
das fängt irgendwie mit "
C o n f" an und hört mit "
m o l l" auf. Oder war es doch "
d u r"? Das murkst mit Sicherheit die Mückenlarven ab.
Claus
Zitat von: Claus am 16.Mai.09 um 23:26 Uhr
Man muss nur mal richtig nachforschen, dann kommt die Wahrheit ans Licht. Heute war ich bei Berthold und habe als erstes die Säcke mit Neudohum Pflanzerde kontrolliert, daraus kamen mir die Mücken schon entgegen.
Dann habe ich heimlich ein Foto gemacht, das nun das ganze Geheimnis löst, die Trauermücken werden ständig geräuchert und mit Sprühnebeln bekämpft. Noch ist nicht bekannt, was in der Sprühflasche ist, aber das bekomme ich auch noch heraus
Genial!
Tolles Foto! :thumb
Ich glaube das der Sprühnebel eher ein Placebo-Mittel ist.
Es kommt mehr darauf an was er da so raucht.
Wie war den der Geruch des Räuchermittels Claus, hatte das überhaupt etwas mit Tabak zu tun?
Hallo Michael,
ich glaube, du bist auf dem richtigen Weg. Es wurde einem beim Einatmen etwas schwummrig. :-D :-D :-D
@Berthold,
welche Substanzen rauchst Du da? :-D
Aber mal im Ernst, ich habe mit NeudoHum Pflanzerde auch relativ wenig Probleme.
Vielleicht liegt es aber auch an den jeweiligen Kulturen.
Ich habe bei mir die Töpfe mit Nematoden "verseucht" die angeblich gut gegen Trauermücken sind. Auch habe ich einen Vorteil, der damals beim Umbau der Garage zum Treibhaus erstmal Negativ vorkam, aber zeittechnisch nicht anders zu lösen war.
Die innenliegende Schattierung.
Irgendeine Schattierung musste ich ja machen aber eine komplette Aussenschattierung kam damals aus zeittechnischen Umständen nicht in Betracht und wäre mir viel zu Voluminös auf dem Garagendach vorgekommen. Daher entschied ich mich zu einer äusserst kostengünstigen Alternative.
Innenliegend aus Segeltuch jeweils 1,50m breit und 6m lang.
Das ganze Spiel hat ca. 130€ gekostet.
Einen riesigen Vorteil habe ich erst später erkannt.
Über der Schattierung ist es meist Bullenheiß durch die Stauhitze.
Trauermücken die jetzt Natürlich bedingt erstmal nach oben fliegen gelangen an den Seiten und in der Mitte der Schattierung direkt unter das Glasdach.
Und was da mit denen geschieht brauche ich ja nicht zu sagen, ist doch Grillsaison. :-D
So dezimieren sich die Trauermücken bei mir praktisch bei Sonnenschein automatisch.
Gestern war ich auf der Jahrestagung der deutschen Vereinigung für Mykorrhizaanwendung. Es gab viele interessante Vorträge, die auch immer wieder unser Thema mit den Orchideen tangierten.
Da wurde auch angemerkt, das in Mykorrhiza Kulturversuchen gern viele Trauermücken auftreten, da sich die Larven von den Hyphen ernähren.
Für mich ist das ein guter Hinweis, warum die Versuche von Claus und mir in die Hose gingen.
Es scheint ganz einfach so, das die Trauermücken den Glomus intraradices so zur Minna machen, dass kein fördernder Effekt mehr auftritt.
Es gab auch Hinweise warum die fördernde Wirkung nach einigen Monaten nachlässt, der Glomus hat einen raschen Lebenszyclus und wenn der dann erstmal angefangen hat sich auf die Produktion von Sporenkörpern zu konzentrieren, ist das vegetative Wachstum des Myzels gleich Null.
Das zeigten Versuche in denen untersucht wurde, wie gut sich das Myzel ausbreitet, wenn eine mykorrhizierte Pflanze samt Substrat in ein größeres Gefäß gesetzt wird.
Ist denn mittlerweile gesichert, das wirklich Glomus intraradices in der Neudohum Pflanzerde drin ist?
Gruß Volzotan
Zitat von: Volzotan am 19.Nov.09 um 12:44 Uhr
Ist denn mittlerweile gesichert, das wirklich Glomus intraradices in der Neudohum Pflanzerde drin ist?
Gruß Volzotan
Dieser Glomus ist neben anderen explizit bei der Neudohum
Rosenerde angegeben, bei der NH
Pflanzerde ist der Hinweis auf die Pilze allgemeiner gehalten (wahrscheinlich aus rechtlichen Gründen). Aber ich denke, sie beinhaltet das Gleiche.
Zitat von: Volzotan am 19.Nov.09 um 12:44 Uhr
Es scheint ganz einfach so, das die Trauermücken den Glomus intraradices so zur Minna machen, dass kein fördernder Effekt mehr auftritt.
Gruß Volzotan
Roman, es tritt aber sicher noch der anderer Effekt zusätzlich auf.
Wenn ein Neudohumtopf ca. 5 Monate nass im Regen steht bei mittleren Temperaturen fault fast alles drin ab und wenn das Substrat trockener und damit luftiger gehalten wird, leben die Hyphen wahrscheinlich länger.
Ja sicher, aber Claus und ich haben sicher nicht ständig zu viel gegossen.
Ich versuche nur den Grund herauszufinden, weswegen bei euch Neudohum so wunderbar funktioniert, bei mir aber nicht. Vor einer Woche hatte ich noch den Verdacht, das die Trauermückenlarven vieleicht auch Wurzelspitzen fressen.
Gruß Volzotan
Zitat von: Volzotan am 19.Nov.09 um 23:26 Uhr
Vor einer Woche hatte ich noch den Verdacht, das die Trauermückenlarven vieleicht auch Wurzelspitzen fressen.
Gruß Volzotan
in
ganz seltenen Fällen sind bei mir Minisämlinge von 0.5 mm Durchmesser und 10 mm Länge im Substrat umgefallen. Ich konnte mit der Lupe an der Bruchstelle keine Fäulnis erkennen. Deshalb hege ich auch den leichten Verdacht, dass die Pflanzen abgebissen wurden.
Wegen der möglichen Schäden durch tierische Schädlinge habe ich vor Jahren mal beschlossen, meine Pflanzen vorbeugend generell zu schützen.
Bi 58 ist da fast ideal. Es wirkt ja nicht nur im Boden, sondern die Pflanzen nehmen es auch auf. Diese Art von Schutzschirm hat einige Vorteile.
Ich muss Manfred da zustimmen, der Tipp stammte ja von ihm. Ihr wisst wie ich immer gegen Neudohum polemisiert habe, und ich bin natürlich mit der Beurteilung noch nicht fertig.
Wenn ich die ca. 10-Liter-Mischung von Neudohum und Seramis 2:1 fertig habe, wobei ich kein Wasser zusetze (!), dann gebe ich eine Lösung von 2 ml Bi58 in ca. 100 ml Wasser dazu und mische noch einmal kräftig durch. Das mache ich immer in einer Schiebkarre, nicht auf dem Frühstückstisch. grins grins
Wichtig ist, dass nach dem Auspikieren über zunächst längere Zeit nicht gegossen werden muss. Dazu klebe ich ja die Schlitze der Obi-Kisten zu und lege den ziemlich dicht schließenden Deckel auf.
Wie das nach längerer Zeit mit den Trauermücken aussieht weiß ich ja noch nicht. Man kann dann natürlich mit Bi58 nachsprühen, so wie ich das bisher immer mit einem Insektizid aus der Sprühdose gemacht hatte. Aber zunächst ist wohl mit Trauermücken nix.
Was mir z.B. auffällt:
Sämlinge von Knollenorchideen, die nicht sehr tief im Boden sitzen, zeigen neue Rhizoide, die über die Oberfläche des Substrats ragen. Foto 1
Im Einzelfall ragt eine nicht im Boden befindliche Wurzel heraus und bildet in der Luft Rhizoide. Foto 2
Für mich sind das Zeichen, dass die Pflanzen sich wohlfühlen.
Bei Pflanzen mit Blättern, die schon kurz vor dem Einziehen waren, verfaulen und verschimmeln diese Blätter an der Oberfläche gerne, aber im Boden bleiben die Knöllchen gesund. Das ist der auch oft im Garten zu beobachtende Schimmel, der hat mit normalem blauen, schwarzen oder grünen Schimmel nichts zu tun.
Allerdings, es kommt auch vor, vor allem bei relativ fleischigen Blättern, dass dann die Infektion auch die Pflanze erfasst. Die Schutzfunktion hat also auch ihre Grenzen.
Zitat von: Claus am 20.Nov.09 um 09:30 Uhr
Bei Pflanzen mit Blättern, die schon kurz vor dem Einziehen waren, verfaulen und verschimmeln diese Blätter an der Oberfläche gerne, aber im Boden bleiben die Knöllchen gesund. Das ist der auch oft im Garten zu beobachtende Schimmel, der hat mit normalem blauen, schwarzen oder grünen Schimmel nichts zu tun.
Allerdings, es kommt auch vor, vor allem bei relativ fleischigen Blättern, dass dann die Infektion auch die Pflanze erfasst. Die Schutzfunktion hat also auch ihre Grenzen.
Genau deshalb predige ich, die Pflanzen am Beginn einer Wachstumsperiode und nicht am Ende zu pikieren.
Die im Glas produzierten Blätter sind einfach nicht für die fast reale Welt im OBI-Kasten gebaut. Man kann sie aber mit einer feinen Schere abschneiden, wenn sie anfangen schlapp zu machen bevor sich dann andere Pilze auf ihnen ansiedeln.
Die Schutzwirkung ist natürlich machtlos gegen Infektionen, die von oben kommen. Pilze, die sich auf den Blättern ansiedeln sind eine andere Gefahrenquelle, gegen die ich bisher nur ein einziges Mittel kenne, nämlich Operationen. Es wäre schon ein grosser Zufall, wenn vorhandene Fungizide zu dem Infektionspilz passen würden.
Claus, warum bei Dir die Wurzeln aus dem Boden wachsen, verstehe ich nicht. Hast Du mal die Schwerkraft überprüft in Walsrode?
Zitat von: Claus am 20.Nov.09 um 09:30 Uhr
Dazu klebe ich ja die Schlitze der Obi-Kisten zu und lege den ziemlich dicht schließenden Deckel auf.
WELCHE "OBI kiste" meinst du?
kann ich mal ein bild sehen?
(katalog nummer würde auch helfen)
die haben doch sooooooo viele kisten da zu stehen :ka
Zitat von: dieter am 20.Nov.09 um 11:44 Uhr
WELCHE "OBI kiste" meinst du?
kann ich mal ein bild sehen?
Außenmaße mit Deckel: 34 x 43 x 15 cm
Vorn eine Ikea-Kiste, dann auch eine große Obi-Kiste, die ist mir aber zu unhandlich.
Um Fragen vorzubeugen: Die hinten sichtbaren Kisten stehen senkrecht!
danke Claus :thumb
Zitat von: Volzotan am 19.Nov.09 um 12:44 Uhr
Ist denn mittlerweile gesichert, das wirklich Glomus intraradices in der Neudohum Pflanzerde drin ist?
Gruß Volzotan
Ich habe mal direkt bei Neudorff nachgefragt, die Antwort war:
"In der NeudoHum PflanzErde sind keinerlei Glomus-Pilze enthalten. Lediglich die NeudoHum RosenErde enthält Mycorrhiza-Pilze zur besseren Bewurzlung von Rosen. NeudoHum-Erden haben eine besonders gute Wasserleitfähigkeit und sind sehr strukturstabil. Vermutlich liegen hier die Ursachen für das gute Wachstum von Orchideen, das uns oft von Orchideenfreunden bestätigt wird."
Ich denke, dass damit das Rätsel nicht gelöst ist. Kleine Sämlinge verhalten sich auf Neudohum oft so wie auf normalem Nährboden mit dem Unterschied, dass sie in Neudohum die normale Entwicklung einer Erdorchidee machen und letztlich Knollen oder Speicherwurzeln bilden.
Vor allem der Übergang von einer sterilen zur unsterilen Kultur ist auf anderen Substraten immer äußerst kritisch. Man kann z.B. kleine Knollen aus dem Nährboden entnehmen, in dem die Blätter bereits eingezogen haben, setzt sie in Neudohum, und dann treiben die meisten dort wieder aus. Lässt man sie dagegen im Glas, gehen sie zumeist ein. Legt man sie in diesem Zustand auf neuen Nährboden um, dann bleiben sehr viele in der Entwicklung stecken, sterben dann später zumeist wieder ab. Das hängt natürlich auch sehr stark von Gattung und Art ab.
Könnten aus der Kompostierung der Neudohum-Rohstoffe hormonähnliche Stoffe entstanden sein? :ka :ka Diese "besonders gute Wasserleitfähigkeit" wird es wirklich nicht sein. :nee :nee Sie stimmt so auch gar nicht. Oder ist es nur die starke Düngung, die aber wegen der organischen Bestandteile nur sehr langsam abgegeben wird? :ka :ka D.h. in der Bodenlösung selbst ist die Düngerkonzentration zwar gering, der Dünger wird aber nach Verbrauch durch die Pflanze sofort wieder nachgeliefert, also so, wie auf gutem Weizenboden oder auf Manfreds Löss.
Meine Meinung dazu ist, dass wir das Rätsel nur mit der "Methode des genauen Beobachtens" lösen werden und alle Beobachtungen zusammentragen müssen.
Claus, wie Du ja weist stehe ich der alleinigen Zuweisung bestimmter Wirkungen nur auf den Pilz etwas kritisch gegenüber. Wenn schon, dann bitte allgemein, Mikroorganismen. Welcher Art auch immer.
Als erstes wird wohl der durch die Aufdüngung vorhandene Gesamtsalzgehalt eine Rolle spielen.
Als Zweites, verhält sich Neudohum ähnlich wie einige grobfaserige Salztorfe, welche ich vor Jahren mal getestet habe. Ich habe damals die Wirkung auf frei werdende Huminsäuren zurück geführt.
Meine damaligen Tests mit Ophrysarten haben zu sehr kräftigen Pflanzen geführt. Eine Biene hat gut 65 cm erreicht. Man musste aber nach 4 – 6 Monaten auswechseln, sonst sind sie abgefault.
Erst zu diesem Zeitpunkt setzen durch stark vermehrte Bakterienaktivität Abbauprozesse ein, welche Orchideen dann nicht mehr vertragen.
Manfred,
es könnte schon sein, dass Huminsäuren für einige Zeit eine gewisse Schutzfunktion ausüben. Das setzt aber wahrscheinlich voraus, dass das Substrat nicht zu nass wird; denn dann könnte die örtlich vorhandene Konzentration an Huminsäuren zu groß werden, und die Sämlinge werden gegerbt, sprich, die Proteine in den Pflanzen denaturieren.
Dafür spricht, dass meine Kultur einer großen Anzahl an O. spitzelii in reinem Neudohum in einem kalt stehenden Blumenkasten recht gut durch den Winter 2006/2007 kam, ersichtlich an den vielen grünen Triebspitzen, aber als ich sie dann im Frühjahr gegossen hatte, ging der größte Teil kurz danach ein.
Das ist auch der Grund, weshalb ich Sämlinge in Neudohum/Seramis nach dem Auspikieren nicht einschlämme. Das bügelfuechte Substrat enthält in den Bodenporen eine ausreichend hohe Luftfeuchte, um eine Schädigung durch Austrockung der feinen Rhizoide zu verhindern.
Claus, ich hatte immer einen Auswaschungsprozess mit in Verdacht. Es könnte aber auch sein, das ab einem gewissen Punkt der in Gang kommende Abbauprozess die Salze bindet. Dann wäre dieser Schutz weg.
Also insgesammt dürfte das freie Salz, bzw. dessen Verfügbarkeit wohl der kritische Punkt sein.
Zitat von: Claus am 24.Nov.09 um 09:55 Uhr
Ich habe mal direkt bei Neudorff nachgefragt, die Antwort war:
"In der NeudoHum PflanzErde sind keinerlei Glomus-Pilze enthalten. Lediglich die NeudoHum RosenErde enthält Mycorrhiza-Pilze zur besseren Bewurzlung von Rosen. NeudoHum-Erden haben eine besonders gute Wasserleitfähigkeit und sind sehr strukturstabil. Vermutlich liegen hier die Ursachen für das gute Wachstum von Orchideen, das uns oft von Orchideenfreunden bestätigt wird."
Das stimmt nicht, was der Mensch sagt, fast nichts davon.
Zitat
Könnten aus der Kompostierung der Neudohum-Rohstoffe hormonähnliche Stoffe entstanden sein? :ka :ka Diese "besonders gute Wasserleitfähigkeit" wird es wirklich nicht sein. :nee :nee Sie stimmt so auch gar nicht. Oder ist es nur die starke Düngung, die aber wegen der organischen Bestandteile nur sehr langsam abgegeben wird? :ka :ka D.h. in der Bodenlösung selbst ist die Düngerkonzentration zwar gering, der Dünger wird aber nach Verbrauch durch die Pflanze sofort wieder nachgeliefert, also so, wie auf gutem Weizenboden oder auf Manfreds Löss.
Meine Meinung dazu ist, dass wir das Rätsel nur mit der "Methode des genauen Beobachtens" lösen werden und alle Beobachtungen zusammentragen müssen.
Standardblumenerden mit Torfanteil haben bei mir nie funktioniert, ebensowenig mineralische Mischungen mit Rindenhumus.
Alwin hat allerdings mit Rindenhumusmischungen Erfolge. Das kann jedoch auch an den Konzentrationen und der Art der mineralischen Bestandteile liegen.
Beyrle empfiehlt ja seine Holzfasern als Zumischungen, in Ausnahmefällen auch bis 100%. Die sollten dann ja einen ähnliche Effekt haben wie Neudohum. Die Beyrleschen Holzfasern sind nicht mit Pilzen infiziert, aber er setzt meistens seine symbiotisch erzeigten Pflanzen hinein und infiziert dadurch.
Man, wenn er bloss nicht immer sein Passwort vergessen würde :sad:
Zitat von: Timm Willem am 24.Nov.09 um 15:15 Uhr
Hallo Berthold,
meinst Du Pinienrinde(als Dekorrinde gehandelt) oder die immer etwas schleimige Fichtenrinde(gemein als Rindenhumus bezeichnet?
nein, Rindenhumus, also fermentierten Rindenmulch, der auch als Blumenerde entweder pur oder als Zumischnung in Handel ist.
Zitat von: Berthold am 24.Nov.09 um 14:28 Uhr
Zitat von: Claus am 24.Nov.09 um 09:55 Uhr
Ich habe mal direkt bei Neudorff nachgefragt, die Antwort war:
"In der NeudoHum PflanzErde sind keinerlei Glomus-Pilze enthalten. Lediglich die NeudoHum RosenErde enthält Mycorrhiza-Pilze zur besseren Bewurzlung von Rosen. NeudoHum-Erden haben eine besonders gute Wasserleitfähigkeit und sind sehr strukturstabil. Vermutlich liegen hier die Ursachen für das gute Wachstum von Orchideen, das uns oft von Orchideenfreunden bestätigt wird."
Das stimmt nicht, was der Mensch sagt, fast nichts davon.
Genau!
Selbst mein Aussendienstler von Neudorff ist sich zu 100% sicher das die Grunderde mit einem Pilz verseucht wird. Als ich ihn dann mit dem Glomus intraradices konfrontierte grinste er und sagte nur, "Jetzt sag ich nichts mehr.".
Soll für mich heissen, das wir auf dem richtigen Weg sind.
Zitat von: Charlemann am 24.Nov.09 um 16:49 Uhr
Als ich ihn dann mit dem Glomus intraradices konfrontierte grinste er und sagte nur, "Jetzt sag ich nichts mehr.".
Soll für mich heissen, das wir auf dem richtigen Weg sind.
Ich vermute, die haben jetzt langsam mitbekommen, dass ihre Pflanzerde besondere Fähigkeiten besitzt, die sie vorher selber nicht kannten und wollen jetzt einen Nachbau verhindern.
Zitat von: Berthold am 24.Nov.09 um 17:51 Uhr
Zitat von: Charlemann am 24.Nov.09 um 16:49 Uhr
Als ich ihn dann mit dem Glomus intraradices konfrontierte grinste er und sagte nur, "Jetzt sag ich nichts mehr.".
Soll für mich heissen, das wir auf dem richtigen Weg sind.
Ich vermute, die haben jetzt langsam mitbekommen, dass ihre Pflanzerde besondere Fähigkeiten besitzt, die sie vorher selber nicht kannten und wollen jetzt einen Nachbau verhindern.
Genauso sehe ich das auch.
Und das sie noch durch Zugabe von Zuschlagstoffen "verbesserbar" ist, wird sich auch noch herumsprechen.
Zitat von: Timm Willem am 24.Nov.09 um 17:56 Uhr
Rindenhumus fault doch schnell weiter, wo liegen da die positiven Eigenschaften?
Es fault zwar schneller, fängt aber besser an als Mulch oder Rinde.
Durch die Fermentierung sind Mikroorganismen enthalten, die lebenden Pflanzen eher nützen als schaden.
Aber ich benutze es schon lange nicht mehr für Orchideenkulturversuche.
Rindenhumus eignet sich recht gut als Zuschlagstoff für Dactys. Wenn dann noch Moos auf den Töpfen oder Kästen angesiedelt wird, gibt es unschlagbare Erfolge. Das gilt allerdings nicht für D. romana und sambucina. Bei D. romana geht wohl auch Neudohum nicht, aber vielleicht waren auch die Sämlinge nicht ideal.
Zitat von: Claus am 24.Nov.09 um 18:12 Uhr
Rindenhumus eignet sich recht gut als Zuschlagstoff für Dactys.
Claus, Du meinst, es ist dafür ausreichend, oder?
Bei dem Rindenhumus ist es wie mit allen organischen Bestandteilen. Es müssen die aggressiven Anfangsphasen abgeschlossen sein. Man hat dann einen milden Humus. Den ertragen viele Arten oder werden sogar gefördert.
Man muss allerdings beachten, dass beim Zumischen dieses Stoffes als Bestandteil einer Mischung, noch einmal eine aggressive Phase auftreten kann. Quasi als Anpassung an die neuen Verhältnisse.
Sinnvoll ist wohl die Mischung ansetzen, dann vier Wochen stehen lassen und dann erst Pflanzen.
Michael Weinert hat Mitte der 90er ein Substrat aus Seramis/Tonkügelchen und Rindenhumus für seine Cypripedien in Topfkultur propagiert. Mischungsverhältnis war so ca. 50:20:30.
Ich hab ganz gute Erfolge mit Cyp-Hybriden, den einfachen Arten und auch Knollen (Pterostylis u.ä., Ophrys) gehabt. Ist (denke ich) nicht so stark aufgedüngt wie NH Pflanzerde, aber ich hab auch seit ein paar Jahren auf keinen Sackaufdruck mehr geguckt.
Edaphon Rindenhumus gabs in drei Körnungen bei Agravis oder wie Raiffeisen jetzt heißt.
Frage: womit düngen die bei Neudorff die Erden? nehmen die diese Melasse, die sie auch einzeln verkaufen?
Zitat von: purpurea am 25.Nov.09 um 15:01 Uhr
Bei den 5 Sack Neudo die ich gestern geholt habe ist keine einzige traurige Fliege gewesen. grins grins grins
Um diese Jahreszeit wirst du kaum Mücken finden. Aber Eier sind sicher darin.
Da hilft pschschschttt Bi58 :whistle :whistle :whistle
Sind die Jahreszeit gebunden????
Wenn ich auf das Termometer schaue sind es 18 Grad. :thumb :thumb :thumb
Nicht im Zimmer, draussen. :yes :yes :yes :yes
Zitat von: purpurea am 25.Nov.09 um 15:01 Uhr
Gegenargumente sind gewünscht. :whistle :whistle :whistle
Gruss Rudolf.V
Rudolf, dann sag doch erst mal, was drin abfault.
Berthold, ich kann die Frage nicht verstehen.
Bezieht sie sich auf Neudohum oder auf das Vulkanit??
Zitat von: purpurea am 25.Nov.09 um 16:26 Uhr
Berthold, ich kann die Frage nicht verstehen.
Bezieht sie sich auf Neudohum oder auf das Vulkanit??
auf Vulkanit, Rudolf. Neudohum kann ich selber beurteilen.
Das Zeug ist noch jungfräulich. :rot :rot :rot
Wie soll ich jetzt schon wissen wie es wirkt. :ka :ka :ka
Ich werde einfach alle meine Cypripedien die in dem Loch standen und keine Abnehmer fanden :-D :-D O-) O-) O-) dem Vulkanit zum Frass vorwerfen. :whistle
Aber wie ich schon sagte, ich werde es etwas ergänzen. :thumb
Irgendetwas wird sich schon tun. grins grins
Du weisst, ich probiere gerne etwas neues aus. :whistle :whistle
Bei einigen meiner Neudohum Pikiertöpfe hat sich in kurzer Zeit (2 Monate) im Substrat ein weisses etwas körniges Myzel gebildet.
In diesem Neudohum kommen die Sämlinge schnell zum Wachstumsstillstand, wachsen gar nicht an oder faulen nach kurzer Zeit ab. Da hilft nur sofortiger Substratwechsel.
Ich vermute, es liegt an der Produktionscharge der Säcke.
So langsam versteh ich auch, warum der Hersteller sich krampfhaft weigert, Aussagen über die Inhaltsstoffe zu treffen. Er weiss es nicht. Er sollte mal ein Qualitätssicherungssystem nach ISO 9000 in seiner Firma installieren.
Zitat von: Berthold am 02.Dez.09 um 18:16 Uhr
Er sollte mal ein Qualitätssicherungssystem nach ISO 9000 in seiner Firma installieren.
Pilze, Bakterien oder andere Lebensformen dieser Kategorien wachsen nicht nach ISO 9000.
Kannst Dir ja ein Schildchen an Deine Orchideen dran stellen.
(http://www.cheesebuerger.de/smiliegenerator/vorschau/923649.png)