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Autor Thema: Definition der Arten nach ihren Bestäubern sinnvoll?  (Gelesen 33888 mal)


Offline Berthold

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Re: Definition der Arten nach ihren Bestäubern sinnvoll?
« Antwort #210 am: 13.Okt.21 um 18:54 Uhr »
Es ist Tatsache, dass dieses Verfahren zur Verwirrung führt und damit haben diese Leute aus persönlichem Geltungsbewusstsein den eigentlichen Sinn der Einführung Systematik in der Biologie verfehlt.

Aber wieso unterstellst Du diesen Forschern Geltungsbewusstsein,
Lies Dir doch einmal die Arbeit von Dr. Hendrik Breitkopf durch, die Eveline dankenswerterweise hier verlinkt hat.

Es handelt sich um ein privates Hobby einiger Leute. Ihnen sei ihr Hobby gegönnt, aber es soll nicht auf Kosten oder sonstigen Lasten der Allgemeinheit geschehen.

Wir können hier im Forum auch nicht innerhalb der letzten Jahre 3 mal die Gattungs- oder Artnamen der Steinlaelien ändern.
Da halten wir uns lieber an Jay Pfahl. Er hat 24,079species in 866 genera zusammen getragen und kann nicht 4 Leute hauptberuflich beschäftigen, die regelmässig allen Namen kontrollieren, anpassen und die Pflanzen in seiner Datenbank umordnen.
Weniger gelobt ist genug kritisiert (frei nach Peter Altmaier)


Online FlorianO

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Re: Definition der Arten nach ihren Bestäubern sinnvoll?
« Antwort #211 am: 13.Okt.21 um 19:33 Uhr »
Jay Pfahl Hat wissenschaftlich keinerlei Relevanz.
Ich würde eine Weiterentwicklung in dem Bereich die aufgrund der modernen Technik möglich ist nicht als eine Last bezeichnen, ganz im Gegenteil.
Ob es sinnvoll ist Arten nach Bestäubern zu benennen weiß ich nicht und hätte da auch meine Zweifel. da kenne ich mich zu wenig aus. Beziehe mich auf die molekularbiologischer Sicht.


Offline Berthold

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Re: Definition der Arten nach ihren Bestäubern sinnvoll?
« Antwort #212 am: 13.Okt.21 um 19:54 Uhr »
Jay Pfahl Hat wissenschaftlich keinerlei Relevanz.
.

Ja, aber er hat eine erhebliche Relevanz in der Praxis. Die Systematik wurde erfunden, um ein Lebewesen eindeutig zu identifizieren.
Da kann man nicht auf kaum nachprüfbare genetische Merkmale zurück greifen, zumal sich die Erkenntnisse auf diesem Gebiet auch laufend ändern. Deshalb ist die Zuordnung teilweise willkürlich.
Wieviele genetische Merkmale müssen überein stimmen, damit man von einer Art, Unterart, Rasse, Form oder Sippe ausgehen kann?
Weniger gelobt ist genug kritisiert (frei nach Peter Altmaier)


Offline Manne

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Re: Definition der Arten nach ihren Bestäubern sinnvoll?
« Antwort #213 am: 13.Okt.21 um 21:36 Uhr »
die füher übliche bestimmung von arten war praktisch und nach vollziehbar.
dabei sollte man es belassen. unsere orchideen sind nicht dazu da die minder-
wertigkeisprobleme einiger leute zu befriedigen.


Online FlorianO

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Re: Definition der Arten nach ihren Bestäubern sinnvoll?
« Antwort #214 am: 13.Okt.21 um 21:38 Uhr »
Nur weil man einen Unterschied nicht direkt sieht als Laie oder er immer falsch interpretiert wurde heißt es nicht das es den Unterschied nicht gibt bzw. es wird auch nicht richtiger mit der Zeit. Und wo soll man eine Art denn sonst zuordnen und benennen wenn nicht im Artenname. Und wie geht man mit neu entdeckten Arten um? Sollen die einen veralteten Namen bekommen weil vergleichbare Arten in der Vergangenheit bewiesener Maßen falsch zugeordnet wurde? Das ist doch alles ein viel größeres Chaos.


Online FlorianO

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Re: Definition der Arten nach ihren Bestäubern sinnvoll?
« Antwort #215 am: 13.Okt.21 um 21:41 Uhr »
die füher übliche bestimmung von arten war praktisch und nach vollziehbar.
dabei sollte man es belassen. unsere orchideen sind nicht dazu da die minder-
wertigkeisprobleme einiger leute zu befriedigen.

Es ist etwas komplizierter. du kannst aber die alten Namen auf deinen Schildern lassen, hat eh keine Relevanz, ansonsten sind die Namen nicht falsch sondern nur veraltet.


Offline Manne

  • Beiträge: 8049
Re: Definition der Arten nach ihren Bestäubern sinnvoll?
« Antwort #216 am: 14.Okt.21 um 23:02 Uhr »
dachte ich auch so. den umbenannten kram brauche ich nicht.