Paphiopedilum herrmannii

Begonnen von Muralis, 13.Aug.19 um 11:02 Uhr

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Muralis

Im 2. Versuch ist es mir nun gelungen. Nachdem ein Exemplar mit 2 Knospen vor 2 Jahren in der Spätoktoberhitze des Wintergartens gestorben ist, hab ich seit einem halben Jahr wieder eins, das beim Umsetzen in 2 Teile zerfallen ist. Gerade der kleinere hat jetzt eine sehr hübsche Blüte hervorgebracht.

Die Pflanze scheint einfach in der Kultur zu sein.

Was mich aber interessiert: Ist es eine reine Art oder eine Naturhybride, wie man oft liest? Herr Canh behauptet aus eigener Anschauung das Gegenteil, weil bei ihm die mutmaßlichen Elternarten nicht vorkommen: https://www.slippertalk.com/threads/paphiopedilum-herrmannii-in-situ.35137/

Ich kann sowohl helenae als auch esquirolei nicht so ohne weiteres in dieser Blüte entdecken...

FlorianO

Eine sehr hübsche Art! Wie groß sind die Pflanzen?

Muralis

Für ein Paphiopedilum sehr klein.


Davey1970



walter b.

Zitat von: Muralis am 26.Apr.22 um 21:54 Uhr
Zitat von: Davey1970 am 26.Apr.22 um 21:33 UhrNatural hybrid

Definitely not  ;-)

Es scheint inzwischen erwiesen zu sein, dass es sich bei dieser Art um eine hybridogene Spezies handelt. Frage mich aber bitte nicht, wo ich das gelesen habe, ich kann mich nicht erinnern.   :bag

Muralis

Ja, man liest das in sehr vielen Quellen. Überzeugender jedoch sind Forschungsberichte, nach denen im Umkreis von mehr als 100km um den Fundort von herrmannii keine anderen Paphiopedilen wachsen.
Und in hermannii kann ich weiters die mutmaßlichen Eltern P. helenae und P. esquirolei in keinster Weise wiedererkennen. Als Hybride müssten die Pflanzen zudem stärker zwischen den Elternarten streuen, tun sie aber nicht, sie sind auffallend konstant.

walter b.

Aber denkst Du, dass die hundert Kilometer für Orchideensamen eine unüberwindbare Distanz bilden? Und wer weiß, vielleicht stammen die Samen für die Hybride ja auch von Fundorten, wo die Elternarten heute gar nicht mehr existieren?
Dazu kommt, dass eine Hybride an einem isolierten Standort nach längerer Zeit auch ein einheitliches Bild entwickeln kann, ähnlich wie Cattleya x silvana oder, noch besser, Cattleya x fidelensis.
Nur so ein Gedanke...

FlorianO

Der Orchideen Samen muss ja nicht so weit fliegen sondern der Pollen um eine Hybride zu schaffen. Bei ein paar wenigen Samen ist die Chance doch sehr klein das daraus eine blühfähige Pflanze entsteht die dazu noch als kreuzungspartner für eine stabile Hybridenpopulation ausreicht. Klar nicht unmöglich aber unwahrscheinlich. Was aber definitiv dagegen spricht ist das die artentypischen Merkmale der mutmaßlichen Eltern nicht nicht wirklich bei den Pflanzen zu sehen ist.