Cypripedium im Topf

Begonnen von Maja, 13.Jun.16 um 13:40 Uhr

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walter b.

Zitat von: Timm Willem am 11.Dez.21 um 07:51 Uhr
Zitat von: Stick am 10.Nov.21 um 19:06 Uhr
In der Literatur wird immer wieder als Substrat für Cyp kentuckiense im Garten von reinem Sand gesprochen. Kultiviert jemand vom Forum Cyp kentuckiense  im Garten in reinem Sand und wie erfolgreich ist er damit. Welche Art von Sand benützt er/sie? Wer kultiviert Cyp kentuckiense erfolgreich NICHT in reinem Sand in welchem Substrat? Jetzt bin ich aber gespannt.
Seit etwa zehn Jahren kultiviere ich eine Reihe kentuckiense Sämlinge in reinem Sand mit einer relativ feinen Körnung. Das Pflanzenmaterial stammt aus der Zeit vor den Hollandpflanzen, mittlerweile sind die Einzelpflanzen zu riesigen Monstrositäten heran gewachsen. Mit den Baumarktpflanzen kann man die nicht vergleichen, meine sprossen praktisch nicht, sind dafür viel größer!


Ich würde mich Gerhards Frage anschließen und sie konkretisiseren: Aus welcher Quelle stammt der Sand bzw. welche Eigenschaften weist er auf, auch in Blick auf den pH-Wert?
Wäre z.B. auch Löss als Substrat denkbar, da ist der Sand ja ebenfalls recht fein.

Timm Willem

Zitat von: walter b. am 15.Dez.21 um 17:54 Uhr
Zitat von: Timm Willem am 11.Dez.21 um 07:51 Uhr
Zitat von: Stick am 10.Nov.21 um 19:06 Uhr
In der Literatur wird immer wieder als Substrat für Cyp kentuckiense im Garten von reinem Sand gesprochen. Kultiviert jemand vom Forum Cyp kentuckiense  im Garten in reinem Sand und wie erfolgreich ist er damit. Welche Art von Sand benützt er/sie? Wer kultiviert Cyp kentuckiense erfolgreich NICHT in reinem Sand in welchem Substrat? Jetzt bin ich aber gespannt.
Seit etwa zehn Jahren kultiviere ich eine Reihe kentuckiense Sämlinge in reinem Sand mit einer relativ feinen Körnung. Das Pflanzenmaterial stammt aus der Zeit vor den Hollandpflanzen, mittlerweile sind die Einzelpflanzen zu riesigen Monstrositäten heran gewachsen. Mit den Baumarktpflanzen kann man die nicht vergleichen, meine sprossen praktisch nicht, sind dafür viel größer!


Ich würde mich Gerhards Frage anschließen und sie konkretisiseren: Aus welcher Quelle stammt der Sand bzw. welche Eigenschaften weist er auf, auch in Blick auf den pH-Wert?
Wäre z.B. auch Löss als Substrat denkbar, da ist der Sand ja ebenfalls recht fein.
Hallo Walter,

das ist der "gewachsene" Boden in meinem Garten in der Norddeutschen Tiefebene. Der pH-Wert sollte zwischen 5,5 und 7 liegen, da ich regelmäßig mit Dolomit kalke. Löss ist nach meiner Erfahrung nur geeignet, wenn dieser in Grundbeeten schon gut von passenden Gehölzen durchwurzelt und nicht verdichtet ist. Die meisten mir bekannten Standorte von Cypripedium calceolus haben unter der organischen Auflage eine Schicht aus Schluff, nicht Löss. Als Topfsubstrat ist Löss nicht geeignet, da es sich um ein Sediment handelt und nicht durchlässig genug ist.

walter b.

Zitat von: Timm Willem am 16.Dez.21 um 22:07 Uhr
Zitat von: walter b. am 15.Dez.21 um 17:54 Uhr
Zitat von: Timm Willem am 11.Dez.21 um 07:51 Uhr
Zitat von: Stick am 10.Nov.21 um 19:06 Uhr
In der Literatur wird immer wieder als Substrat für Cyp kentuckiense im Garten von reinem Sand gesprochen. Kultiviert jemand vom Forum Cyp kentuckiense  im Garten in reinem Sand und wie erfolgreich ist er damit. Welche Art von Sand benützt er/sie? Wer kultiviert Cyp kentuckiense erfolgreich NICHT in reinem Sand in welchem Substrat? Jetzt bin ich aber gespannt.
Seit etwa zehn Jahren kultiviere ich eine Reihe kentuckiense Sämlinge in reinem Sand mit einer relativ feinen Körnung. Das Pflanzenmaterial stammt aus der Zeit vor den Hollandpflanzen, mittlerweile sind die Einzelpflanzen zu riesigen Monstrositäten heran gewachsen. Mit den Baumarktpflanzen kann man die nicht vergleichen, meine sprossen praktisch nicht, sind dafür viel größer!


Ich würde mich Gerhards Frage anschließen und sie konkretisiseren: Aus welcher Quelle stammt der Sand bzw. welche Eigenschaften weist er auf, auch in Blick auf den pH-Wert?
Wäre z.B. auch Löss als Substrat denkbar, da ist der Sand ja ebenfalls recht fein.
Hallo Walter,

das ist der "gewachsene" Boden in meinem Garten in der Norddeutschen Tiefebene. Der pH-Wert sollte zwischen 5,5 und 7 liegen, da ich regelmäßig mit Dolomit kalke. Löss ist nach meiner Erfahrung nur geeignet, wenn dieser in Grundbeeten schon gut von passenden Gehölzen durchwurzelt und nicht verdichtet ist. Die meisten mir bekannten Standorte von Cypripedium calceolus haben unter der organischen Auflage eine Schicht aus Schluff, nicht Löss. Als Topfsubstrat ist Löss nicht geeignet, da es sich um ein Sediment handelt und nicht durchlässig genug ist.

Vielen Dank, Timm! Jetzt würde mich nur noch die ungefähre Korngröße des Sandes interessieren, der bei Dir ansteht, Du schreibst nur von ziemlich fein. Ist es ein fluviales oder marines Sediment?

Timm Willem

Zitat von: walter b. am 17.Dez.21 um 16:49 Uhr
Zitat von: Timm Willem am 16.Dez.21 um 22:07 Uhr
Zitat von: walter b. am 15.Dez.21 um 17:54 Uhr
Zitat von: Timm Willem am 11.Dez.21 um 07:51 Uhr
Zitat von: Stick am 10.Nov.21 um 19:06 Uhr
In der Literatur wird immer wieder als Substrat für Cyp kentuckiense im Garten von reinem Sand gesprochen. Kultiviert jemand vom Forum Cyp kentuckiense  im Garten in reinem Sand und wie erfolgreich ist er damit. Welche Art von Sand benützt er/sie? Wer kultiviert Cyp kentuckiense erfolgreich NICHT in reinem Sand in welchem Substrat? Jetzt bin ich aber gespannt.
Seit etwa zehn Jahren kultiviere ich eine Reihe kentuckiense Sämlinge in reinem Sand mit einer relativ feinen Körnung. Das Pflanzenmaterial stammt aus der Zeit vor den Hollandpflanzen, mittlerweile sind die Einzelpflanzen zu riesigen Monstrositäten heran gewachsen. Mit den Baumarktpflanzen kann man die nicht vergleichen, meine sprossen praktisch nicht, sind dafür viel größer!


Ich würde mich Gerhards Frage anschließen und sie konkretisiseren: Aus welcher Quelle stammt der Sand bzw. welche Eigenschaften weist er auf, auch in Blick auf den pH-Wert?
Wäre z.B. auch Löss als Substrat denkbar, da ist der Sand ja ebenfalls recht fein.
Hallo Walter,

das ist der "gewachsene" Boden in meinem Garten in der Norddeutschen Tiefebene. Der pH-Wert sollte zwischen 5,5 und 7 liegen, da ich regelmäßig mit Dolomit kalke. Löss ist nach meiner Erfahrung nur geeignet, wenn dieser in Grundbeeten schon gut von passenden Gehölzen durchwurzelt und nicht verdichtet ist. Die meisten mir bekannten Standorte von Cypripedium calceolus haben unter der organischen Auflage eine Schicht aus Schluff, nicht Löss. Als Topfsubstrat ist Löss nicht geeignet, da es sich um ein Sediment handelt und nicht durchlässig genug ist.

Vielen Dank, Timm! Jetzt würde mich nur noch die ungefähre Korngröße des Sandes interessieren, der bei Dir ansteht, Du schreibst nur von ziemlich fein. Ist es ein fluviales oder marines Sediment?
Hallo Walter,
das ist typische norddeutsche Geest Landschaft. An der Zusammenstellung des Bodens war bei letzter Gelegenheit dort mehr Wind als Wasser beteiligt. Ich denke, dass die genaue Zusammensetzung des Bodens keine so große Rolle spielt, calceolus wächst bei mir auch problemlos in einer ausschließlich organischen Auflage. Ich möchte nur niemandem dazu raten so etwas auszuprobieren.

Hans-Herbert

Meine Cypris haben hoffentlich den Winter gut überstanden : es gab wenig und selten Schnee. Auch der Frost war nur mäßig bei minus 5..6°C ! Seit 3 Wochen haben wir Trockenheit.
Jetzt sollte ich mit dem Gießen und Düngen beginnen.!?
Für Ratschläge bin ich dankbar ! MfG aus München (7a/6b)

Uhu

im Austrieb brauchen Cypris natürlich auch genügend Feuchtigkeit; besonders wenn sie im Topf sitzen. Aber durch Wärme und Feuchtigkeit werden auch die Schnecken aus dem Winterschlaf geweckt.
Grüße Jürgen

Hans-Herbert

Danke Jürgen !
-ich werde das Topfsubstrat ab sofort mit Osmocote Langzeitdünger düngen
-ich werde alle 3 Wochen ins Gießwasser Orchideenflüssigdünger zufügen
-ich werde die Schädlinge bekämpfen:große und kleine Schnecken und ev. Raupen
Mit freundlichen Grüssen Hans-Herbert

Alwin

Zitat von: Hans-Herbert am 24.Mär.22 um 06:59 UhrDanke Jürgen !
-ich werde das Topfsubstrat ab sofort mit Osmocote Langzeitdünger düngen
-ich werde alle 3 Wochen ins Gießwasser Orchideenflüssigdünger zufügen

Ich frage mich warum willst du vor Austrieb und Blüte düngen?
Gutes Substrat und Wasser reichen in der Regel voll aus
Immer wenn ich meine Cyps gedüngt habe sind Sie abgefault
Leichtes überbrausen am Morgen reicht meiner Meinung nach völlig aus
Dann ist auch die Oberfläche des Nachts nicht nass und Schnecken unfreundlicher
Ein paar Schneckenkörner auf dem Substrat schaden den Cyps weniger als Dünger
Ist aber nur meine Meinung
Osmocote Langzeit Dünger sparsam verwendet wohl auch nicht
Gemästete Orchis / Cyps blühen meist nur einmal  und niepeln ab
Ich habe schon viele durch gut gemeinte Betreuung vernichtet
Die Einen  sagen so ... Die Anderen sagen so
Ich sage betrachtet Euch als höflich gegrüßt
... alwin

Manne

ich sehe in deinem substrat seramis. bei meinen pflanzen war dies immer tödlich.

Berthold

Zitat von: Manne am 24.Mär.22 um 09:50 Uhrich sehe in deinem substrat seramis. bei meinen pflanzen war dies immer tödlich.

Ich kann mir das eigentlich nicht vorstellen, da Seramis absolut neutral ist und praktisch keine wasserlöslichen Stoffe ausstößt.
Es hält lediglich die Feuchtigkeit im Substrat länger, d. h. man kann/muss seltener giessen.
Weniger gelobt ist genug kritisiert (frei nach Peter Altmaier)

Alwin

Zitat von: Berthold am 24.Mär.22 um 10:00 Uhr
Zitat von: Manne am 24.Mär.22 um 09:50 Uhrich sehe in deinem substrat seramis. bei meinen pflanzen war dies immer tödlich.

Ich kann mir das eigentlich nicht vorstellen, da Seramis absolut neutral ist und praktisch keine wasserlöslichen Stoffe ausstößt.
Es hält lediglich die Feuchtigkeit im Substrat länger, d. h. man kann/muss seltener giessen.
Meinst du nicht dass Dolomiten Kalk
oder Grieß die Feuchtigkeit genau so hält
Aber besser in den Nährstoff Kreislauf passt
Könner wie orchis pallens Timm Willen oder Du haben mit Seramis Erfahrung und wissen was sie tun müssen
Aber Anfänger haben ganz schlechte Karten mit dem Umgang..
Sag ich mal so
Die Einen  sagen so ... Die Anderen sagen so
Ich sage betrachtet Euch als höflich gegrüßt
... alwin

Hans-Herbert

Danke Alwin !
Alle Deine Argumente und Ratschläge sind für mich hilfreich und ich werde sie berücksichtigen !
Viele liebe Grüsse aus München

Berthold

Zitat von: Alwin am 24.Mär.22 um 14:46 UhrMeinst du nicht dass Dolomiten Kalk
oder Grieß die Feuchtigkeit genau so hält
Aber besser in den Nährstoff Kreislauf passt
Könner wie orchis pallens Timm Willen oder Du haben mit Seramis Erfahrung und wissen was sie tun müssen
Aber Anfänger haben ganz schlechte Karten mit dem Umgang..
Sag ich mal so

Alwin, Seramis hält die Feuchtigkeit länger wegen der eingebaute Poren.
Seramis ist kein Bestanddteil des Nährstoffkreislaufes, da es keine Substanzen abgibt, ausser Feuchtigkeit.
Weniger gelobt ist genug kritisiert (frei nach Peter Altmaier)

Timm Willem

Zitat von: Manne am 24.Mär.22 um 09:50 Uhrich sehe in deinem substrat seramis. bei meinen pflanzen war dies immer tödlich.
Seramis ist auch nach meiner Erfahrung ein sehr zuverlässiger KILLER für Cypris!

Timm Willem

Zitat von: Alwin am 24.Mär.22 um 09:44 Uhr
Zitat von: Hans-Herbert am 24.Mär.22 um 06:59 UhrDanke Jürgen !
-ich werde das Topfsubstrat ab sofort mit Osmocote Langzeitdünger düngen
-ich werde alle 3 Wochen ins Gießwasser Orchideenflüssigdünger zufügen

Ich frage mich warum willst du vor Austrieb und Blüte düngen?
Gutes Substrat und Wasser reichen in der Regel voll aus
Immer wenn ich meine Cyps gedüngt habe sind Sie abgefault
Leichtes überbrausen am Morgen reicht meiner Meinung nach völlig aus
Dann ist auch die Oberfläche des Nachts nicht nass und Schnecken unfreundlicher
Ein paar Schneckenkörner auf dem Substrat schaden den Cyps weniger als Dünger
Ist aber nur meine Meinung
Osmocote Langzeit Dünger sparsam verwendet wohl auch nicht
Gemästete Orchis / Cyps blühen meist nur einmal  und niepeln ab
Ich habe schon viele durch gut gemeinte Betreuung vernichtet
Hallo Alwin,
ich denke, es ist sehr sinnvoll Cypris nach Abschluss der Streckungsphase/ab Blühbeginn bis etwa zur ersten oder zweiten Augustwoche relativ intensiv zu düngen, zumindest in sehr durchlässigem Sandboden. Danach sollte der restliche Stickstoff nach Möglichkeit ausgewaschen oder von anderen Pflanzen aufgenommen werden.

Möglicherweise ist das aber auch regional sehr unterschiedlich, den regelmäßig als Mail-Newsletter im Frühjahr versandten Kulturhinweis eines Gärtners: sehr früh/viel/lange und regelmäßig mit flüssigem Volldünger zu versorgen, kann ich nur sehr eingeschränkt nachvollziehen, und möchte mal gutmütig davon ausgehen, dass der Ursprungsregion des Newsletters am Alpenrand klimatisch bedingt zu dieser Meinung beiträgt.