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Epipactis palustris

Begonnen von Uhu, 06.Nov.21 um 13:18 Uhr

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Uhu

Die im Vorgarten gekeimten Epipactis palustris stehen ungünstig. Letzten Herbst hatte ich schon eine Pflanze in Topfkultur übergeführt. Nun habe ich eine weitere entnommen. Erstmal habe ich um die Pflanze den Boden mit der Gartenkralle gelockert. Danach habe ich die Pflanze wie einen Grassoden entnommen und die Erde vorsichtig ausgewaschen. Trotz vorsichtigem Vorgehen hat es ein paar Wurzeln gekostet. Die Pflanze hatte im letzten Sommer noch keine 10 Triebe; sie hat aber recht viele Triebspitzen entwickelt. Blühfähig dürften diese alle noch nicht sein. Braucht noch 1-2 Jahre. Ich werde nun in einer Schale in Seramis mit etwas Kalk und Basaltsplitt. Obenauf streue ich ganz dünn ein bisschen Pflanzerde.

Einige wenige Rhizomstücke mit Trieb kann ich an Interessierte abgeben.
Grüße Jürgen

Uhu

2 Dact. fuchsii saßen auch noch mit drin  :-D
Grüße Jürgen

Berthold

Zitat von: Uhu am 06.Nov.21 um 13:18 Uhr
Die im Vorgarten gekeimten Epipactis palustris stehen ungünstig. Letzten Herbst hatte ich schon eine Pflanze in Topfkultur übergeführt. Nun habe ich eine weitere entnommen. Erstmal habe ich um die Pflanze den Boden mit der Gartenkralle gelockert. Danach habe ich die Pflanze wie einen Grassoden entnommen und die Erde vorsichtig ausgewaschen. ...

Jürgen, warum hast Du die Erde ausgewaschen?
Wolltest Du den Keimpilz loswerden? :classic
Weniger gelobt ist genug kritisiert (frei nach Peter Altmaier)

walter b.

Zitat von: Berthold am 06.Nov.21 um 14:27 Uhr
Zitat von: Uhu am 06.Nov.21 um 13:18 Uhr
Die im Vorgarten gekeimten Epipactis palustris stehen ungünstig. Letzten Herbst hatte ich schon eine Pflanze in Topfkultur übergeführt. Nun habe ich eine weitere entnommen. Erstmal habe ich um die Pflanze den Boden mit der Gartenkralle gelockert. Danach habe ich die Pflanze wie einen Grassoden entnommen und die Erde vorsichtig ausgewaschen. ...

Jürgen, warum hast Du die Erde ausgewaschen?
Wolltest Du den Keimpilz loswerden? :classic

Würde ich auch so machen, da die Keimpilze wie anderes Bodenleben wohl absterben und das Substrat sich verdichtet, wodurch Infektionen begünstigt werden. Zudem brauchen die Pflanzen den Pilz ja nicht mehr, da sie schon grüne Blätter haben, außerdem sitzen die Pilze ja auch in den Wurzeln und können so möglicherwiese sogar das neue Substrat besiedeln

Uhu

Bei mit Erdballen getopften Orchideen hab ich schlechte Erfahrungen gemacht. Faulende Wurzelenden; leider auch angeschnittene Dactylorhizaknollen... das kann alles zu Fäulnis führen.

Das Rhizomm habe ich auf Substrat gelegt und mit diesem dann auch abgedeckt, angießen, fertig.
ich hoffe auf eine gesunde Endomykorhizza. Aber kein schlechter Gedanke, werde mal schauen was ich an Samen noch habe.  Werde dann mal was drüber streuen.
Grüße Jürgen

Berthold

Zitat von: walter b. am 06.Nov.21 um 15:05 Uhr
Zitat von: Berthold am 06.Nov.21 um 14:27 Uhr
Zitat von: Uhu am 06.Nov.21 um 13:18 Uhr
Die im Vorgarten gekeimten Epipactis palustris stehen ungünstig. Letzten Herbst hatte ich schon eine Pflanze in Topfkultur übergeführt. Nun habe ich eine weitere entnommen. Erstmal habe ich um die Pflanze den Boden mit der Gartenkralle gelockert. Danach habe ich die Pflanze wie einen Grassoden entnommen und die Erde vorsichtig ausgewaschen. ...

Jürgen, warum hast Du die Erde ausgewaschen?
Wolltest Du den Keimpilz loswerden? :classic

Würde ich auch so machen, da die Keimpilze wie anderes Bodenleben wohl absterben und das Substrat sich verdichtet, wodurch Infektionen begünstigt werden. Zudem brauchen die Pflanzen den Pilz ja nicht mehr, da sie schon grüne Blätter haben, außerdem sitzen die Pilze ja auch in den Wurzeln und können so möglicherwiese sogar das neue Substrat besiedeln

Ja, aber im neuen Boden sitzen andere Pilze, die die Pflanze zum Abfaulen bringen können. Deshalb ist es immer sicherer die Keimpilze möglichst lange an der Pflanze am Leben zuhalten.
Die Pilze liefern bei vielen Orchideen auch Schutz vor dem Abfaulen der erwachsenen Pflanzen. Extrem ist das der Fall z. B. bei Orchis pallens oder Cephalanthera damasonium, microphylla, aber nicht bei longifolia.
Weniger gelobt ist genug kritisiert (frei nach Peter Altmaier)

walter b.

Da habe ich schon gelesen dass empfohlen wird etwas vom "alten" Boden dem neuen Substrat beizufügen.

Uhu

Ich hab 2 Schalen bepflanzt - kann mal einen kleinen Vergleich machen.
Grüße Jürgen

Berthold

Zitat von: walter b. am 06.Nov.21 um 16:29 Uhr
Da habe ich schon gelesen dass empfohlen wird etwas vom "alten" Boden dem neuen Substrat beizufügen.
Ja, das klappt am besten, wenn der neue Boden steril ist. Sonst besteht die Gefahr, dass aggressive Pilze vorhanden sind, die schnell den Keimpilz und die Pflanze töten.
Das gilt auch für die Kultur im Garten.
Weniger gelobt ist genug kritisiert (frei nach Peter Altmaier)

Berthold

Zitat von: Uhu am 06.Nov.21 um 16:36 Uhr
Ich hab 2 Schalen bepflanzt - kann mal einen kleinen Vergleich machen.

Etwas wenig für eine seriöse Erkenntnis, 10 Schalen wären besser, Jürgen  :classic
Weniger gelobt ist genug kritisiert (frei nach Peter Altmaier)

walter b.

Zitat von: Berthold am 06.Nov.21 um 16:36 Uhr
Zitat von: walter b. am 06.Nov.21 um 16:29 Uhr
Da habe ich schon gelesen dass empfohlen wird etwas vom "alten" Boden dem neuen Substrat beizufügen.
Ja, das klappt am besten, wenn der neue Boden steril ist. Sonst besteht die Gefahr, dass aggressive Pilze vorhanden sind, die schnell den Keimpilz und die Pflanze töten.
Das gilt auch für die Kultur im Garten.

In einem frisch gemischten Boden sollten alle Pilze zumindest gestört sein, insofern könnte sich dann alle von Neuem entwickeln. Und wenn man auf ein aerobes Milieu achtet, zum Beispiel mit wenig organischem Anteil im sonst mineralischen Substrat, sollte sich kein schädlicher Pilz so schnell einnisten können.

Berthold

Zitat von: walter b. am 06.Nov.21 um 16:41 Uhr
In einem frisch gemischten Boden sollten alle Pilze zumindest gestört sein, insofern könnte sich dann alle von Neuem entwickeln.
.

Das Myzel der vorhandenen Pilze kannst Du durch mischen nicht zerstören, Walter.
Aber es scheint so zu sein wie Du sagst, dass die Keimpilze für die meisten heimischen Orchideen in humusarmen Böden leben. In organischem Substrat steigt die Konkurrenz.
Weniger gelobt ist genug kritisiert (frei nach Peter Altmaier)

Uhu

Zitat von: Berthold am 06.Nov.21 um 16:38 Uhr
Zitat von: Uhu am 06.Nov.21 um 16:36 Uhr
Ich hab 2 Schalen bepflanzt - kann mal einen kleinen Vergleich machen.

Etwas wenig für eine seriöse Erkenntnis, 10 Schalen wären besser, Jürgen  :classic

für meine Erkenntnisse soll es reichen, mal sehen ob überhaupt etwas keimt.

habe heute fuchsii und praetermissa darauf ausgesät und mit etwas Zuckerwasser angegossen.
Grüße Jürgen