Laelia superbiens

Begonnen von Ohey †, 14.Jul.14 um 14:56 Uhr

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Berthold

Zitat von: Laetitia am 22.Sep.23 um 20:58 UhrDer Neutrieb ist aber arg spät dran, pass auf, dass er Dir nicht wegfault im Herbst, wenn das Licht abnimmt. Mir es schon mehrmals passiert. Jetzt ab Oktober breche ich sie bei den mexikanischen Laelien ab.

Die Pflanze hatte kaum funktionsfähige Wurzeln bei ihrer Ankunft hier in Marl. Da kann man kaum frühe Neutriebe erwarten.
Weniger gelobt ist genug kritisiert (frei nach Peter Altmaier)

Uhu

Berthold, bei der Wärme liebenden Art ist zu viel Feuchtigkeit bei niedrigen Temperaturen wirklich gefährlich. Der Topf ist noch relativ klein. Kannst du die Pflanze nicht fürs erste im Haus am hellsten Fenster überwintern?

@Wolfgang, klasse Kulturerfolg  :thumb
Grüße Jürgen

Berthold

Zitat von: Uhu am 23.Sep.23 um 16:08 UhrBerthold, bei der Wärme liebenden Art ist zu viel Feuchtigkeit bei niedrigen Temperaturen wirklich gefährlich.

Ja, Jürgen, jetzt ist es aber im Kalthaus noch sehr warm und trocken.

Hie Laelia superbiens alba von Wichmann. Sie hat Wurzeln und 4 Neutriebe gebildet. Ich bin zufrieden.
Weniger gelobt ist genug kritisiert (frei nach Peter Altmaier)

Uhu

Eine sehr schöne Pflanze, Berthold. Die erwachsenen Exemplare vertragen kalte Winter wahrscheinlich besser als Jungpflanzen. Eine große alba hab ich auch, ich lasse sie ganzjährig im Wintergarten. Leider hat sie bisher erst 1x geblüht.

@ Laetitia, bei mir treiben insbesondere die mexikanischen Laelien oft noch  einmal spät aus. Besonders anceps treiben zum Teil aus der neuen Bulbe mit Knospentrieb jetzt nochmal aus. Bis zu welcher Größe brichst Du die Neutriebe aus? bis 5cm?
Grüße Jürgen

Laetitia

@ Jürgen, den Fall hatte ich dieses und vorletztes Jahr,

- dieses Jahr bei L. speciosa, beding durch die trockene Hitzeperiode haben diejenigen, die noch nicht im März-April geblüht haben, sondern zu spät dran waren und in die trockene-heiße Periode ab Juni zum treiben kamen, im Sommer einfach Wachstumspause gemacht und erst Ende August mikrige Triebe gebracht. Da habe ich die Triebe (ca. 3-4 cm hoch) abgebrochen, weil diese bis Oktober nie ausreifen und da bereits die Winterruhe begingt. Ich hatte noch nie Fäulnis bei speciosa gehabt aber jetzt!
- ein anderer Fall aus einem anderen Grund: L. anceps habe ich nach der Bewertung in Wiesbaden im Januar bestäubt, was der "schwangeren Mutterpflanze" viel Kraft kostet, und diese daher erst viel später austreibt, statt Juni-Juli erst jetzt September, da habe ich auch gebrochen (Triebe ca. 3-4 cm hohe)
eine kleine Auswahl meiner Schätze:<br />https://www.flickr.com/people/146111897@N05/

Muralis

Zitat von: Thea am 21.Sep.23 um 19:01 UhrWolfgang, hast du schon mal den Umfang und die Höhe gemessen? Die sieht ja riesig aus.
Und wie lang werden jetzt die Blütentriebe bei dir?  :weird

Ich hab jetzt die ganzen 12 Seiten teilweise überflogen, also sorry, wenn ich es überlesen habe  :ka .

Alles in allem wird es so knapp 1,5m x 1,5m werden. Das sollte man dann des öfteren in den Tauchbottich mit Düngerlösung heben. Dort bleibt der Topf 40 Sekunden unter Wasser. Aber ich bin am Trainieren, damit ich es noch eine Weile schaff. Die Pflanze bildet auch willig Luftwurzeln, also könnte man noch ohne Umtopfen eine Weile weitertun...

Insgesamt sind dann die Bulben zwar größer geworden als die letzten, aber nicht so dick  wie erwartet. Das hängt vermutlich mit den heißen Sommertemperaturen zusammen. Da kann man düngen, was man will, da geht nicht wirklich was weiter. Folglich werden auch die Blütenstände kaum größer werden als letztes Jahr.
Aber ich wäre zufrieden, wenn es wieder so wie letztes Jahr würde, das war schön genug.

Thea

Das sind schon heftige Maße.
Ich wünsche dir, dass du sie noch lange pflegen kannst  :yes .
LG Thea

Muralis

Die Blütenstandslänge habe ich eben vermessen, vom Ansatz bis zur Spitze. Es reicht bis zur Obergrenze dessen, was bei Halbinger & Soto für L. superbiens angegeben wird. Die Pflanze ist aber im Freien bei gutem Licht gestanden, hat also keine vergeilten GWH-Blütenstandstriebe.

Der größte Blütenstand hält im Augenblick bei 122cm, der 2. bei 105. Der unerwartete Blütenstand des kleinen Extratriebs hat immerhin auch schon 68cm und wird wohl einige Blüten schaffen. Bei den beiden anderen Trieben rechne ich mit Blütenständen an oder über der Obergrenze der in der Literatur angegebenen Werte (7-12 Blüten).

Muralis

Heute habe ich die Pflanze zu einer Kunststoffstellage gestellt, um dort die Blütenstands-Stängel mit Blumenbindedraht annähernd gerade binden zu können.

Habe auch ein paar Bilder geknipst, um eine Vorstellung zu vermitteln, welches Ungetüm man da handeln muss. Die Blütenschwerter der beiden größeren Stände sind bereits riesig. Das feuchtkühle Klima jetzt im Wintergarten wäre optimal, dass keine Knospen verkleben.

Ich bin einmal gespannt, wie das Ganze jetzt ausgeht.

walter b.

Wolfgang, die Pflanze ist eine wahre Pracht, sie ist unglaublich toll!! !

Muralis

Ja, seh ich auch so, meine Kultur funktioniert. Wenn man das Richtige macht, ist es eigentlich sehr leicht.

Wäre ich jetzt ein Gärtner mit einem richtigen Glashaus, wo das Streulicht schön gleichmäßig von allen Seiten kommt, dass die Blütenstandsstiele schön gerade wachsen, würde ich die Pflanze demnächst in einen großen, breiten Behälter pflanzen und in ein paar Jahren 10-15 Blütenstände genießen  grins

Berthold

Meine kleinen superbiens entwickeln sich langsam, allerdings ist der erste Neutrieb wieder abgeworfen worden, vermutlich wegen eines noch zu geringen Wurzelsystems
Weniger gelobt ist genug kritisiert (frei nach Peter Altmaier)

Muralis

Bei mir gibt es um diese Jahreszeit keinen Neutrieb. Meine Pflanze ist jahreszeitlich perfekt synchronisiert. Sie arbeitet lediglich an der Entwicklung der 3 Blütenstände.

Die Pflege ist momentan sehr einfach. An den wenigen Tagen, wo die Sonne kurz herauskommt und die Temperatur ein wenig ansteigt, besprühe ich die Luftwurzeln und auch den Topf oberflächlich, das reicht. Kein Tauchen im Tauchkübel. Die Neutriebe kommen dann automatisch im Frühling, wenn die Sonnenscheindauer steigt, dann muss man wieder tauchen und düngen. Inzwischen blüht die Pflanze.

Bei dieser Pflege können auch keine Triebe absterben. Noch was: Zu wenige Wurzeln sollte es eigentlich nicht geben, denn die Neutriebe machen ihre Wurzeln selbst und das recht reichlich. Ansonsten würde irgendein Kulturfehler vorliegen.

Berthold

Zitat von: Muralis am 12.Dez.23 um 09:42 UhrZu wenige Wurzeln sollte es eigentlich nicht geben, denn die Neutriebe machen ihre Wurzeln selbst und das recht reichlich. Ansonsten würde irgendein Kulturfehler vorliegen.
Da gibt es aber mit verschicken Pflanzen bei dem neuen Eintopfen gewisse Besonderheiten. Es können Vegetationspunkte für Neutriebe oder deren Wurzeln abbrechen oder verletzt werden. Dann klappt die synchrone Entwicklung der verschiedenen Komponenten nicht mehr.
Auf Kulturfehler sollte man dann noch nicht schliessen.
Weniger gelobt ist genug kritisiert (frei nach Peter Altmaier)

Muralis

Natürlich gibt es gewisse Eingewöhnungsprobleme, besonders auch bei Jungpflanzen. Nicht zu vergessen, dass es bei Arten aus bergigen Regionen je nach Höhenlage sehr unterschiedlich tickende Klone gibt.

Aber im Prinzip muss man gerade bei diesen Mexikanern schon auf gewisse jahreszeitliche Abläufe hinarbeiten.