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Autor Thema: Kultur von Stein-Laelien  (Gelesen 225077 mal)


Offline Eerika

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Re: Kultur von Stein-Laelien
« Antwort #870 am: 05.Dez.18 um 09:11 Uhr »
Der Blütentrieb der vasconcelosiana ist doch nicht vergeilt.

Viele machen solchen langen BT.
« Letzte Änderung: 05.Dez.18 um 10:52 Uhr von Berthold »


Offline Berthold

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Re: Kultur von Stein-Laelien
« Antwort #871 am: 05.Dez.18 um 10:50 Uhr »
Von dem Blütentrieb der vasconcelosiana. Ist doch nicht vergeilt.

Viele machen solchen langen BT.

Die Pflanze muss mehr Licht, mehr Luftbewegung und weniger Nährstoffe haben, denn der BT ist zu weich und zu lang, sodass er kippt. Den Effekt habe ich bei vielen Steinlaelien, die hier erst spät im Jahr blühen.
Weniger gelobt ist genug kritisiert (frei nach Peter Altmaier)


Offline Eerika

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Re: Kultur von Stein-Laelien
« Antwort #872 am: 05.Dez.18 um 11:43 Uhr »
Aber in der Natur wachsen die Blütentriebe auch nicht wie Kerzen gegen Himmel!  :weird

Zumindest laut Jay braucht sie nicht sonderlich viel Licht.
http://www.orchidspecies.com/cattvasconcelosiana.htm

Deine hat auch viele Blüten, das schafft auch nicht jeder nachzumachen.

Womit und wie stark hast du die gedüngt?


Offline Eerika

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Re: Kultur von Stein-Laelien
« Antwort #873 am: 05.Dez.18 um 11:47 Uhr »
Schau mal das Bild von Mauro Rosim

Der Blütentrieb ist genau so lang
http://bluenanta.com/static/utils/images/species/spc_000177714_000488385.jpg

Nach meiner Meinung kann eine Überdüngung durchaus eine Rolle spielen.

Ich habe es vor Jahren bei einigen NT-en bei Dendrobien beobachtet und dann habe ich das Düngen bei meinen Pflanzen so gut wie gestrichen.


Offline Berthold

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Re: Kultur von Stein-Laelien
« Antwort #874 am: 05.Dez.18 um 12:01 Uhr »
Ich habe mit Langzeitdünger-Körnern gedüngt.

Ich denke, man sollte nur in der Anwachsphase 2 Jahre lang etwas düngen dann nicht mehr.

Leider habe ich alle Steinlaelien in Pinienrinde. Auf lange Zeit gesehen wäre ein rein mineralisches Substrat auf Lava-Bims-Basis wohl günstiger, insbesondere, wenn sich dort Moose drauf ansiedeln. 
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Offline Eerika

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Re: Kultur von Stein-Laelien
« Antwort #875 am: 05.Dez.18 um 12:43 Uhr »
Die paar, die ich hatte, wuchsen gut im Moos.


Offline totepe

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Re: Kultur von Stein-Laelien
« Antwort #876 am: 05.Dez.18 um 21:23 Uhr »
Hallo,

einige Steinlaelien wachsen wohl eher in einer Art Macchia als direkt auf den Felsen und bilden daher von Natur eher lange BT.

schöne Grüße Theo


Offline Berthold

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Re: Kultur von Stein-Laelien
« Antwort #877 am: 06.Jan.19 um 14:13 Uhr »
Eine Laelia flava, seit 9 Jahren hier in Kultur. Sie blüht erstmalig.
Erstaunlich ist der sehr lange Blütenstiel von 60 cm im Verhältnis zur relativ kleinen Pflanze.

Wächst die Pflanze in der Natur vielleicht in hohem Grasland, wo sie die Blüten weit nach oben schieben muss?
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Offline Eerika

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Re: Kultur von Stein-Laelien
« Antwort #878 am: 06.Jan.19 um 14:42 Uhr »
Erstaunlich, dass du so viele temperiert - warme Laelien hast!

Laut Jay ist BT bis 50 cm lang.
Wenn man googelt, sieht man viele solche lange Blütentriebe, also ist es wohl ganz normal.


Offline Berthold

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Re: Kultur von Stein-Laelien
« Antwort #879 am: 06.Jan.19 um 14:49 Uhr »
Laut Jay ist BT bis 50 cm lang.
Wenn man googelt, sieht man viele solche lange Blütentriebe, also ist es wohl ganz normal.

Das wird dann wohl mit den Bedingungen am Naturstandort zusammen hängen, sonst mach so ein langer Blütenstiel keinen Sinn. Er ist ja nur vom Wind stärker gefährdet als kurze Blütenstiele.
Hier lebt die Pflanze ja überhalb ihrer Existenzgrenze, deshalb kann sie etwas zulegen.
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Offline Eerika

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Re: Kultur von Stein-Laelien
« Antwort #880 am: 06.Jan.19 um 15:24 Uhr »
Berthold, denk an Schomburgkia- und Oncidiumrispen in Natur, sie werden locker paar Meter lang.
Ob es einen Sinn hat oder gefährlich ist, dass ist der Pflanze egal. Wenn ein Oncidium denkt, dass es paarhundert Blüten haben soll, dann produziert es die auch. Die Cyrtochilum4ispen sind auch oft paar Meter lang.


Offline Berthold

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Re: Kultur von Stein-Laelien
« Antwort #881 am: 06.Jan.19 um 15:29 Uhr »
Ob es einen Sinn hat oder gefährlich ist, dass ist der Pflanze egal. Wenn ein Oncidium denkt, dass es paarhundert Blüten haben soll, dann produziert es die auch. Die Cyrtochilum4ispen sind auch oft paar Meter lang.

Nein, Eerika, für die Pflanze ist entscheidend, ob irgend etwas Sinn macht. Wenn die Pflanze Unsinn macht, stirbt sie schneller. Für Menschen gilt diese Regel leider nicht mehr immer.

Aber im Ernst, es ist ein Unterschied, ob der Stiel lang ist um viele Blüten unterzubringen oder ob er nur lang ist, um die Blüten weit entfernt von der Pflanze zu entfalten.
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Offline Eerika

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Re: Kultur von Stein-Laelien
« Antwort #882 am: 06.Jan.19 um 16:44 Uhr »
Schomburgkia crispa z.B. produziert eine über ein Meter lange Rispe und dann viele Blüten alle zusammen in einer Traube. Die Blüten sind gross und recht schwer.


Offline Ramarro

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Re: Kultur von Stein-Laelien
« Antwort #883 am: 06.Jan.19 um 17:23 Uhr »
Berthold, vermutlich kultivierst Du die Steinlaelien in Deinem Schrank zu warm im Verhältnis zum doch nur spärlichen Licht zu dieser Jahreszeit, das kann durchaus die Bildung atypisch längerer, also etiolierter Infloreszenzen begünstigen.

Grüße,
Rolf


Offline Berthold

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Re: Kultur von Stein-Laelien
« Antwort #884 am: 06.Jan.19 um 17:30 Uhr »
Ja, Rolf, in dieser Richtung könnte das Problem auch liegen.
Die Pflanze steht seit Herbst bei Wohnraumbedingungen am Süd-Fenster, 22°, 50% rel Feuchtigkeit, im Winter nur mässig beleuchtet.
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