gehe zu Seite

Autor Thema: Kultur von Stein-Laelien  (Gelesen 224908 mal)


Online Berthold

  • Beiträge: 83375
  • Immer engagiert
    • Fröhliches Orchideenforum
Re: Kultur von Stein-Laelien
« Antwort #705 am: 12.Jan.14 um 17:52 Uhr »
Meiner Meinung nach ist der Dünger schon ein ganz wichtiger Faktor in der Kultur, denn durch seinen Einsatz kann man den Zyklus der Pflanze ganz entscheidend verändern respektive verkürzen. Man kann eben dadurch bei vielen Arten in eine Phase reinkommen, wo die Pflanze dann wegen des Lichtmangels keine Blüten ansetzt.

regentii ist übrigens trotz des klangvollen Namens für mich eins der langweiligsten Steinchen, Blüte klein und blass gefärbt....

Das sehe ich auch so, Wolfgang, und habe gerade nachgedüngt (Langzeitdünger-Perlen ins Substrat gemischt).

Hübsch finde ich milleri und kettieana. Leider blühen beide Arten nicht gerne.
Weniger gelobt ist genug kritisiert (frei nach Peter Altmaier)


Online Muralis

  • Beiträge: 2218
Re: Kultur von Stein-Laelien
« Antwort #706 am: 12.Jan.14 um 18:08 Uhr »
Hübsch finde ich milleri und kettieana. Leider blühen beide Arten nicht gerne.

Diese beiden finde ich (wahrscheinlich) auch hübsch. Ich bin aber der Meinung, dass sie ebenfalls regelmäßig blühen, wenn man in der Kultur alles halbwegs richtig macht. Im Fall von milleri ist das bei mir auch nachgewiesen  :classic
Eine der beiden diesjährigen BS (die große!) ist gut gefüllt, da sollte es ja auch 2014 wieder funktionieren.



Online Berthold

  • Beiträge: 83375
  • Immer engagiert
    • Fröhliches Orchideenforum
Re: Kultur von Stein-Laelien
« Antwort #707 am: 12.Jan.14 um 18:10 Uhr »
Weniger gelobt ist genug kritisiert (frei nach Peter Altmaier)


Online Muralis

  • Beiträge: 2218
Re: Kultur von Stein-Laelien
« Antwort #708 am: 20.Jan.14 um 17:51 Uhr »
Dieses Interwiew habe ich zuvor schon ein paarmal durchgearbeitet. Meistens ändere ich danach etwas an der Kultur einzelner Pflanzen. Diesmal war es die sincorana...

Ja, die kettieana dort, da müssen wir auch hinkommen! Meine hat nach einem Jahr Bewegungslosigkeit an beiden Sprossachsen nun einen NT entwickelt. Für Blüten reicht es dabei wahrscheinlich (noch) nicht, aber das wird beim nächsten Versuch sicher. Und in 5-7 Jahren reden wir weiter  ;-)

Inzwischen hat die alte flava nach Jahren des Niedergangs im letzten Moment noch von der Düngerrevolution profitiert, sehr spät einen NT geschoben und gleich wieder eine BS gebildet. Ganz unten erkennt man etwas Dunkles, da werden schon Blüten gebildet! Die flava gehört, wie ich früher schon wusste, zu jenen, die die Blüten im Winter bildet (bei mir zumindest). Eine andere ist u.a. endsfeldzii.

Spannend wird es, ob da auch mirandae dazugehört. Hab vorletztes Jahr einen Jämmerling bekommen, der sich nur mühsam aufgerappelt hat im wahrsten Sinn des Wortes. Aber jetzt macht er eine etwa 5cm lange BS. Ob da was drinnen ist O-)


Online Berthold

  • Beiträge: 83375
  • Immer engagiert
    • Fröhliches Orchideenforum
Re: Kultur von Stein-Laelien
« Antwort #709 am: 01.Feb.14 um 13:49 Uhr »
Laelia cowanii hat Probleme bei den aktuellen Kulturbedingungen. Es tritt eine Infektion mit Schwarzfäule auf und die Wurzeln faulen zum grossen Teil ab. Nur die wenigen weissen Wurzeln sind gesund.
Die Pflanze stand in einer glasierten Bonsaischale in Lava bei Wohnraumklima.
Ich weiss nicht, ob die Lava Komponenten enthält, die die Pflanze nicht verträgt oder ob nur die Feuchtigkeit zu lange im Substrat erhalten bleibt, d. h. zu oft gegossen, sodass das Substrat nicht durchgetrocknet ist zwischen 2 Giessvorgängen.

Bei der Kultur in Tontöpfen und mittlerer Rinde hatte ich bisher keine Probleme mit den Steinlaelien, aber in den ersten 1,5 Jahren sind die Laelien auch in der Lava gut gewachsen. Eine genaue Ursache für die Fäulnis kenne ich somit noch nicht.
Weniger gelobt ist genug kritisiert (frei nach Peter Altmaier)


Offline Lilian

  • Beiträge: 962
Re: Kultur von Stein-Laelien
« Antwort #710 am: 01.Feb.14 um 17:51 Uhr »
Ich hoffe, dass das nichts mit dem Lavalit zu tun hat, da stehen meine nämlich u.a. auch drin. Erst seit etwas mehr als einem Jahr, deshalb kann ich nichts dazu sagen. Mit Abstand die Besten Wurzeln hat bei mir übrigens die Laelia, die in meinem einzigen Tontopf mit Lüftungsschlitzen sitzt. Das scheint die Pflanze zu mögen.
“Ah," said Mr Pin. "Right. I remember. You are concerned citizens." He knew about concerned citizens. Wherever they were, they all spoke the same private language, where 'traditional values' meant 'hang someone'.”
Terry Pratchett


Online Berthold

  • Beiträge: 83375
  • Immer engagiert
    • Fröhliches Orchideenforum
Re: Kultur von Stein-Laelien
« Antwort #711 am: 01.Feb.14 um 18:54 Uhr »
Mit Abstand die Besten Wurzeln hat bei mir übrigens die Laelia, die in meinem einzigen Tontopf mit Lüftungsschlitzen sitzt. Das scheint die Pflanze zu mögen.
ja, ein Plastiktopf oder glasierter Tontopf ist von Übel zu sein, weil die Feuchtigkeit nicht durch die Aussenwand verdunsten kann und zu lange im Wurzelbereich bleit.

Allerdings sind die Pflanzen im Sommer 2012 in den Plastiktöpfen hier in der Sonne auch gut zurecht gekommen, vermutlich weil die Sonne das Substrat von oben so srak erhitzt hat, dass es hinreichend tief getrocknet ist, obwohl die Töpfe teils in Untersetzern mit Wasser standen.
Weniger gelobt ist genug kritisiert (frei nach Peter Altmaier)


Offline Lilian

  • Beiträge: 962
Re: Kultur von Stein-Laelien
« Antwort #712 am: 01.Feb.14 um 23:31 Uhr »
Kann das denn sein, dass eine Komponente des Substrats nach 1,5 Jahren plötzlich zu so einer "krassen" Reaktion führt?
“Ah," said Mr Pin. "Right. I remember. You are concerned citizens." He knew about concerned citizens. Wherever they were, they all spoke the same private language, where 'traditional values' meant 'hang someone'.”
Terry Pratchett


Online Berthold

  • Beiträge: 83375
  • Immer engagiert
    • Fröhliches Orchideenforum
Re: Kultur von Stein-Laelien
« Antwort #713 am: 01.Feb.14 um 23:50 Uhr »
Ist unwahrscheinlich.
Ich sehe es eher so, dass die Bedingungen grundsätzlich ungünstig sind und dass nach einer gewissen Zeit im Substrat Bezirke entstehen (durch leichte Verdichtung oder Ablagerung von Staub oder Pflanzenteilen), wo sich schnell Infektionskeime einnisten können und dann auch irgendwann mal machen.
Weniger gelobt ist genug kritisiert (frei nach Peter Altmaier)


Online Muralis

  • Beiträge: 2218
Re: Kultur von Stein-Laelien
« Antwort #714 am: 02.Feb.14 um 05:49 Uhr »
Guten Morgen Berthold,

sieht aus, als ob es einfach generell zu nass war und wahrscheinlich ist auch irgendwo Wasser stehen gebleiben in der Pflanze. Am Substrat selber kann es eigentlich nicht gelegen sein, da sieht man kaum organische Bestandteile.

Ich wässere jetzt auch wieder mehr, da die Tage länger werden und es bei Sonnenschein schon frühsommerlich werden kann. NT´s beginnen wieder mehr zu wachsen und harpophylla, flava und "mantiqueirae" arbeiten an den Blüten...

Ich habe aber immer nur an die Wurzeln gesprüht bzw. seit gestern tauche ich wieder in Düngerlösung nur bis zum Topfrand, denn das gefährlichste ist, wenn irgendwo Wasser stehen bleibt, z.B. in einem geöffneten neuen Blatt.


Online Berthold

  • Beiträge: 83375
  • Immer engagiert
    • Fröhliches Orchideenforum
Re: Kultur von Stein-Laelien
« Antwort #715 am: 02.Feb.14 um 11:01 Uhr »
Guten Morgen Berthold,

sieht aus, als ob es einfach generell zu nass war und wahrscheinlich ist auch irgendwo Wasser stehen gebleiben in der Pflanze. Am Substrat selber kann es eigentlich nicht gelegen sein, da sieht man kaum organische Bestandteile.

Wolfgang, zu nass ja aber im Substrat für zu lange Zeit ohne Luftzufuhr.
Ich giesse meist nur Wasser in den Untersetzer, das sich innerhalb eines Tages in das Substrat hoch saugt, das etwa alle 4 bis 6 Tage.
Die Pflanze selber wird also nicht nass. Die Fäulnis tritt ja auch unten im Substrat auf und nicht oben an der Pflanze.
Diese spezielle Lavamischung scheint einfach zu lange nass zu bleiben, wenn sie in Topfen steckt, die nicht durch die Oberfläche verdunsten können.
Weniger gelobt ist genug kritisiert (frei nach Peter Altmaier)


Offline Lilian

  • Beiträge: 962
Re: Kultur von Stein-Laelien
« Antwort #716 am: 02.Feb.14 um 11:12 Uhr »
Ich weiß, ich habe keine Ahnung. Ich muss zu meiner eigenen Fortbildung darauf hinweisen, dass ich das nicht verstehe. Ich gieße meine Laelien immer abends, einfach einmal mit der Kanne "voll druff", da werden auch oft die Bulben nass. Keine Pflanze zeigt irgendein Problembewusstsein. :ka Wobei mir jetzt aufgefallen ist, dass mein Lavalit viel gröber ist, als Deines. Dazu habe ich Seramis und Bims, als Lückenfüller.
“Ah," said Mr Pin. "Right. I remember. You are concerned citizens." He knew about concerned citizens. Wherever they were, they all spoke the same private language, where 'traditional values' meant 'hang someone'.”
Terry Pratchett


Online Berthold

  • Beiträge: 83375
  • Immer engagiert
    • Fröhliches Orchideenforum
Re: Kultur von Stein-Laelien
« Antwort #717 am: 02.Feb.14 um 11:42 Uhr »
Dazu habe ich Seramis und Bims, als Lückenfüller.

Es dürfen nicht zu viele Lückenfüller im Substrat sein, denn sonst werden alle Lücken gefüllt. Dann kann zu wenig Luft (Sauerstoff) im Substrat sein und die Sauerstoff hassenden anaeroben Fäulnisbakterien siedeln sich an und verstoffwechseln alle Orchideenteile.

Das kann man dann nur noch verhindern, indem man permanent Luft durch Substrat pumpt oder immer frisches Wasser durchfliessen lässt. Letzteres machen viele Phragmipedien wie kovachii z. B.   
Weniger gelobt ist genug kritisiert (frei nach Peter Altmaier)


Online Muralis

  • Beiträge: 2218
Re: Kultur von Stein-Laelien
« Antwort #718 am: 02.Feb.14 um 20:52 Uhr »
Ich giesse meist nur Wasser in den Untersetzer, das sich innerhalb eines Tages in das Substrat hoch saugt, das etwa alle 4 bis 6 Tage.

Das hört sich für mich auch gefährlich an. Mein Substrat saugt faktisch nichts nach oben und lässt Wasser von oben sehr schnell durchrinnen. Dennoch lasse ich - speziell im Winter - kein Wasser im Untersetzer stehen.

Wirklich empfehlen kann ich, das Substrat von oben mit einem Sprüher zu besprühen. Mit wenig Wasser dürfte man so die meisten Wurzeln erreichen und die Pflanzen erhalten so die wenige Feuchtigkeit, die sie im Winter brauchen bzw. vertragen.


Online Berthold

  • Beiträge: 83375
  • Immer engagiert
    • Fröhliches Orchideenforum
Re: Kultur von Stein-Laelien
« Antwort #719 am: 02.Feb.14 um 21:00 Uhr »
Mit wenig Wasser dürfte man so die meisten Wurzeln erreichen und die Pflanzen erhalten so die wenige Feuchtigkeit, die sie im Winter brauchen bzw. vertragen.

Ich lasse mich vermutlich dazu verleiten, zu viel zu giessen, wenn die Pflanze im Winter neue Bulben treibt.

Das "von unten giessen" hat bei den Pflanzen in unglasierten Tontöpfen mit Pinienrinde bisher keine Schäden gezeigt.
Weniger gelobt ist genug kritisiert (frei nach Peter Altmaier)