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Autor Thema: Kultur von Stein-Laelien  (Gelesen 225079 mal)


Offline Berthold

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Re: Kultur von Stein-Laelien
« Antwort #630 am: 06.Nov.13 um 20:14 Uhr »
Wolfgang, dieses Ereignis erwarte ich in den nächste Wochen. Hoffentlich raste ich nicht aus.
Weniger gelobt ist genug kritisiert (frei nach Peter Altmaier)


Offline Markus_13

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Re: Kultur von Stein-Laelien
« Antwort #631 am: 16.Nov.13 um 18:18 Uhr »
Hier der aktuelle Zustand meiner ältesten L. milleri - die ich im Sommer in voller Sonne hatte (siehe Fotos weiter vorne hier im thread):



Sie hat mir den Stress mit der größten BS gedankt, den ich bisher an ihr zu sehen bekommen habe. Auch die dazugehörige Pseudobulbe und das Blatt machen einen ordentlichen Eindruck, also von Form und Größe her gesehen. Das purpurfarbene Rot des Sommers ist von der ganzen Pflanze verschwunden - daran kann man erkennen, wie gut die L. milleri an Sonnenschein adaptiert. Trotzdem sei erwähnt, dass sie im Moment zusätzliches Kunstlicht erhält. Und seit gestern abend auch mal wieder Wasser in der Schale, in der sie steht; sonst wurde in der letzten Zeit nur morgens und abends gesprüht. Meine Steinchen machen aber durch die Reihe NTe, so dass ich jetzt auf jeden Fall den Schritt wage, durchzukultivieren.Meine L. kettieana pausiert übrigens auch schon seit einem 3/4 Jahr - ich denke, dass das bei Steinchen ganz normal ist, wenn sie gestört werden (ich hab sie nicht nur umgetopft, sondern auch gleich noch in 2 Horste geteilt). Immerhin hält sie sich wacker, ohne zu schrumpfen oder irgendwie beleidigt zu sein. Nur tut sich eben bislang nichts. Dafür schiebt endlich die L. briegeri einen NT - da musste ich auch lange Monate warten bis sich was tat. Das gehört eben zum Tages-, Wochen- und Monatsgeschäft, wenn man Steinchen pflegt: viel Geduld.

LG max4orchids


Offline Markus_13

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Re: Kultur von Stein-Laelien
« Antwort #632 am: 16.Nov.13 um 18:23 Uhr »
Und hier noch ein Foto von L. cardimii (wenn's denn eine ist) - blüht bei mir jedes Jahr regelmäßig:



Eigentlich sollte die Nominatform ja durchgehend gelb sein, aber vielleicht gibt es da ja auch "fournieri"-Typen? Rätsel...

LG max4orchids


Offline Berthold

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Re: Kultur von Stein-Laelien
« Antwort #633 am: 16.Nov.13 um 19:02 Uhr »
Und hier noch ein Foto von L. cardimii (wenn's denn eine ist) - blüht bei mir jedes Jahr regelmäßig:
.
Eigentlich sollte die Nominatform ja durchgehend gelb sein, aber vielleicht gibt es da ja auch "fournieri"-Typen? Rätsel...

LG max4orchids

Markus, ich denke, Deine Pflanze liegt im Variationsbereich der Art. Schau mal hier und in die Lippe hinein:
 http://www.orchideenkultur.net/index.php?topic=1088.msg60702#msg60702

cardimii wird teils synonym zu blumenscheinii benutzt, aber ich weiss nicht, ob das gerechtfertigt ist
« Letzte Änderung: 16.Nov.13 um 22:46 Uhr von Berthold »
Weniger gelobt ist genug kritisiert (frei nach Peter Altmaier)


Offline Muralis

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Re: Kultur von Stein-Laelien
« Antwort #634 am: 16.Nov.13 um 19:21 Uhr »
Hallo Markus,

sieht nicht schlecht aus, deine milleri. Ich würde an deiner Stelle aber etwas mehr düngen, darauf weisen die älteren gelblichen Blätter hin. Auch die neuen könnten tiefer grün sein.

Die BS ist groß, ich hatte letztes Jahr im Spätherbst eine ähnlich große, die im Frühjahr aber keine Blüte erbrachte. Bei der noch größeren dieses Jahr habe ich aber trotzdem Hoffnung, weil inzwischen das dunkle Etwas im Inneren deutlich gewachsen ist; nimmt bereits fast die Hälfte der BS ein.

Mit Durchkultivieren wird es bei mir nichts. Der Novembernebel ist bereits eingefallen und auch die Temperaturen sinken in meinem WiGa deutlich. Damit wird kaum noch gegossen und die Pflanzen werden das Wachstum nahe Null bringen. Was die zahlreichen NT dann bringen, wird man erst in ein paar Monaten sehen.

Zu der cardimii kann ich nichts sagen, gefühlsmäßig schaut es nicht so direkt danach aus, andererseits fällt mir sonst auch kein Name dazu ein...

VG Wolfgang


Offline Berthold

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Re: Kultur von Stein-Laelien
« Antwort #635 am: 16.Nov.13 um 22:52 Uhr »
In einer Woche wollte ich hier stolz die ersten Blüten meiner colnagoi präsentieren. Heute erkenne ich einen 3 mm breiten Streifen Schwarzfäule am unteren Ende des Blütenstieles. :devil
Weniger gelobt ist genug kritisiert (frei nach Peter Altmaier)


Offline walter b.

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Re: Kultur von Stein-Laelien
« Antwort #636 am: 16.Nov.13 um 22:59 Uhr »
Das ist aber übel, tut mir wirklich leid für Dich!
Hoffentlich hat die Pflanze nix abbekommen!

Schöne Grüße
Walter


Offline Lilian

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Re: Kultur von Stein-Laelien
« Antwort #637 am: 16.Nov.13 um 23:01 Uhr »
Mein Beileid, wie ätzend.
“Ah," said Mr Pin. "Right. I remember. You are concerned citizens." He knew about concerned citizens. Wherever they were, they all spoke the same private language, where 'traditional values' meant 'hang someone'.”
Terry Pratchett


Offline Berthold

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Re: Kultur von Stein-Laelien
« Antwort #638 am: 16.Nov.13 um 23:14 Uhr »
Hoffentlich hat die Pflanze nix abbekommen!

Schöne Grüße
Walter

Ich werde wohl den Kopf der Bulbe mit dem Blütenstiel mit abtrennen müssen. Aber vielleicht schafft es eine Blüte ja noch bis zur Öffnung aus der Reserve des Blütenstieles.
Weniger gelobt ist genug kritisiert (frei nach Peter Altmaier)


Offline Muralis

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Re: Kultur von Stein-Laelien
« Antwort #639 am: 17.Nov.13 um 06:56 Uhr »
Berthold, das mit deinen Schwarzfäule-Ereignissen müsste zu denken geben. Bei mir ereignet sich sowas überhaupt nie. Was sich bei mir ereignet, ist, dass gewisse Arten fäulnisanfälliger als andere sind. Bei Staunässe oder wenn im sich öffnenden NT oben ein Wassertropfen über Nacht bleibt, dann faulen die über Nacht auch komplett ab; der restlichen Pflanze passiert allerdings nichts. Bekannte Kandidaten sind: cinnabarina, reginae und ghillanyi

Bei einem Blütenstiel ist hingegen bei mir noch nie etwas passiert. Sobald der antreibt, blühen die Pflanzen dann auch.
Deine aktuelle Substratmischung weiß ich im Moment nicht, aber da sollte dann das Problem liegen. Theoretisch auch im Gießwasser.

Das beste aus jetziger Sicht für mich ist ein möglichst reines, sauberes mineralisches Substrat (in meinem Fall Granitgrus, denn ich beschaffe alle Substrate aus der umliegenden Natur und kaufe nie eines) und die Nährstoffe werden über Kunstdünger zugeführt.


Offline Berthold

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Re: Kultur von Stein-Laelien
« Antwort #640 am: 17.Nov.13 um 11:12 Uhr »
Berthold, das mit deinen Schwarzfäule-Ereignissen müsste zu denken geben. 

Wolfgang, unbedingt, aber in welcher Richtung soll ich die Ursache suchen?
Verschiedene Substrate, Temperaturbereiche, Feuchtigkeitsbereiche und Töpfe wurden durchprobiert. Die Infektion tritt immer noch auf.
Vielleicht muss ich die einmal befallenen Pflanzen vernichten und neue besorgen und nicht darauf hoffen, dass sie nach einem einmaligen Befall total gesunden.
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Offline walter b.

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Re: Kultur von Stein-Laelien
« Antwort #641 am: 17.Nov.13 um 11:52 Uhr »
Wie sieht es mit Frischluftzufuhr und mit der Luftbewegung aus?
Felscattleyen wachsen an sehr exponierten Stellen, wo sicher auch viel Wind herrscht. Stehende, kalte und feuchte Luft bekommt ihnen wahrscheinlich nicht wirklich gut...

Viele Grüße
Walter


Offline Berthold

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Re: Kultur von Stein-Laelien
« Antwort #642 am: 17.Nov.13 um 16:06 Uhr »
Walter, das ist vermutlich so, aber hier hat es Pflanzen erwischt, die schon 5 Wochen im Zimmer in trockener Luft am Fenster stehen. Einige andere Steinlaelien wachsen dabei recht ordentlich. 
Weniger gelobt ist genug kritisiert (frei nach Peter Altmaier)


Offline walter b.

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Re: Kultur von Stein-Laelien
« Antwort #643 am: 17.Nov.13 um 16:09 Uhr »
Das ist aber verwunderlich...


Offline Markus_13

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Re: Kultur von Stein-Laelien
« Antwort #644 am: 17.Nov.13 um 16:20 Uhr »
aber in welcher Richtung soll ich die Ursache suchen? Verschiedene Substrate, Temperaturbereiche, Feuchtigkeitsbereiche und Töpfe wurden durchprobiert. Die Infektion tritt immer noch auf.

Und was ist mit dem Gießwasser? Meine Empfehlung: Rein mineralisches Substrat (ohne irgendwelche organischen Zusätze), reines Osmosewasser nehmen, immer frisch aufdüngen. Und ggf. einen kleinen Ventilator neben die Pflanzen stellen, der in unregelmäßigen Abständen die Luft umwälzt ("Zufallsgenerator"). Und den Winter über ggf. Zusatzbeleuchtung. Dann sollte nichts mehr schief gehen.

Ich pflege allerdings auch eine L. sanguiloba, in der ein hartnäckiger Pilz sitzt. Die Blätter werden bei Stress immer wieder fleckig (schwarze Flecken). Ich hatte schon NTe, die ganz ohne Flecken waren, aber im Sommer kamen dann doch ein paar nachträglich, außer im Blatt des NTs, der gerade blüht, der ist noch fleckenfrei, obschon ich im Blütenstiel  m.E. doch ein paar Flecken ausmache, und die Blüten sind ziemlich gewellt, was kein gutes Zeichen ist... Ich werde die Pflanze dieses Jahr im Frühjahr und Sommer schattig stellen, um zu sehen, ob der Pilz ohne Sonnenstress ausbleibt (oder dann gerade kommt).

Warum schreibe ich das? Nun, ich denke, wenn eine Steinlaelie sich so etwas Hässliches eingefangen hat, dann dauert es wohl recht lange wieder, bis sie es los wird, wenn überhaupt. Solange es nichts Ansteckendes ist, lohnt es sich jedoch sicher, Geduld aufzubringen.

LG max4orchids