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Autor Thema: Dactylorhiza incarnata  (Gelesen 4810 mal)


Offline Eveline

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Re: Dactylorhiza incarnata
« Antwort #30 am: 19.Apr.17 um 20:10 Uhr »
Ich müßte die Bilder suchen, aber meiner Erinnerung nach habe ich mindestens ebensoviel Seramis im Substrat gehabt wie Du oben. Aber mir ist erinnerlich, daß einige Planzen nicht zeitgerecht einziehen wollten. Naja, nächstes Mal besser machen.


Offline Timm Willem

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Re: Dactylorhiza incarnata
« Antwort #31 am: 19.Apr.17 um 21:41 Uhr »
Hallo Eveline,
einige Arten wollen als Jungpflanzen kaum einziehen, wenn viele Nährstoffe zur Verfügung stehen. Im ersten Jahr ist es besser wenig Nährstoffe zu geben. Oft erfrieren die Jungpflanzen im Frühjahr, da sie noch relativ hoch im Substrat sitzen und durch das Nährstoffangebot zu früh angetrieben werden. In diesem Zusammenhang sind Dactylorhiza deutlich empfindlicher als Cypripedien. Dactylorhiza vertragen in viele Situationen weniger Dünger. Ältere Pflanzen die tiefer gepflanzt sind, könne viel mehr Dünger vertragen, diese werden durch Düngung auch früher angetrieben, die Sprosse bleiben aber weitgehend in der Erde vor Spätfrost geschützt. Die Spätfröste erreichen dabei praktisch nie den empfindlichen Wurzelhals.
Seramis ist meiner Meinung nach nicht für Erdorchideen geeignet.
« Letzte Änderung: 19.Apr.17 um 21:47 Uhr von Timm Willem »


Offline Tobias

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Re: Dactylorhiza incarnata
« Antwort #32 am: 19.Apr.17 um 21:49 Uhr »
Seramis ist meiner Meinung nach nicht für Erdorchideen geeignet.

Hallo Simon,

könntest du mir sagen, warum du es nicht für geeignet hältst? Und was empfiehlst du als Alternative? Ich benutze ja recht viel von dem teuren Zeug.  :-D

Liebe Grüße
Tobias
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Offline Berthold

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Re: Dactylorhiza incarnata
« Antwort #33 am: 19.Apr.17 um 22:03 Uhr »
Seramis ist meiner Meinung nach nicht für Erdorchideen geeignet.

Simon, schaue Dir die Topfkultur von Jan (Orchis pallens) an.
Ich fürchte, die wirklich empfindlichen bzw. stark pilzabhängigen Knollenorchideen lassen sich ohne Seramis bzw. gleichwertigen Ersatzstoff kaum halten.


Offline Claus

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Re: Dactylorhiza incarnata
« Antwort #34 am: 19.Apr.17 um 22:48 Uhr »
Nach den ganzen Irrfahrten mit Rindenhumus, Neudohum und Co. habe ich mit Jans Mix erstmals Wachstum und keine Verluste bei z.B. allen Arten von Spiranthes. Sogar für Calypso sieht es noch nicht schlecht aus. Sämlinge von Knollenorchideen, die ich schon auspikieren könnte, um das Substrat auch dafür zu testen, habe ich zur Zeit noch nicht. Auch weiß ich noch nicht ob es der Mix ist oder ob in Aqualit geheimnisvolle Kräfte ruhen...
Wer Chemiker werden will, muss Chemie studieren; wer Jurist oder Arzt werden will, muss Jura oder Medizin studieren. Aber um Politiker zu werden, ist lediglich das Studium der eigenen Interessen notwendig. (Max O’Rell)


Offline orchis pallens

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Re: Dactylorhiza incarnata
« Antwort #35 am: 19.Apr.17 um 22:59 Uhr »
Hallo Eveline,
einige Arten wollen als Jungpflanzen kaum einziehen, wenn viele Nährstoffe zur Verfügung stehen. Im ersten Jahr ist es besser wenig Nährstoffe zu geben. Oft erfrieren die Jungpflanzen im Frühjahr, da sie noch relativ hoch im Substrat sitzen und durch das Nährstoffangebot zu früh angetrieben werden. In diesem Zusammenhang sind Dactylorhiza deutlich empfindlicher als Cypripedien. Dactylorhiza vertragen in viele Situationen weniger Dünger. Ältere Pflanzen die tiefer gepflanzt sind, könne viel mehr Dünger vertragen, diese werden durch Düngung auch früher angetrieben, die Sprosse bleiben aber weitgehend in der Erde vor Spätfrost geschützt. Die Spätfröste erreichen dabei praktisch nie den empfindlichen Wurzelhals.
Seramis ist meiner Meinung nach nicht für Erdorchideen geeignet.

Ich kann mich dieser Meinung nicht anschließen, Seramis ist, zumindest für die meisten Knollenorchideen, ein hervorragendes Substrat!
Blumen sind das Lächeln der Erde


Offline Timm Willem

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Re: Dactylorhiza incarnata
« Antwort #36 am: 20.Apr.17 um 18:28 Uhr »
Seramis habe ich vor etwa sieben Jahren verwendet, innerhalb weniger Monate hat es sich teilweise in den Containern ohne Frosteinfluss aufgelöst und einen roten Schmier gebildet, in der Folge gingen die meisten Pflanzen darin ein.

Seramis ist für mich etwas für die Fensterbank. Allgemein verwende ich viel Blähton und Bims um den Boden zu verbessern.
Da ich nur noch absolut winterharte Erdorchideen im Freiland halte, kommt Seramis so oder so nicht in Frage.


Offline Berthold

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Re: Dactylorhiza incarnata
« Antwort #37 am: 20.Apr.17 um 19:18 Uhr »
Seramis habe ich vor etwa sieben Jahren verwendet, innerhalb weniger Monate hat es sich teilweise in den Containern ohne Frosteinfluss aufgelöst und einen roten Schmier gebildet, in der Folge gingen die meisten Pflanzen darin ein.

Simon, da muss etwas anderes passiert sein, denn Seramis kann sich kaum auflösen, selbst in starkem Frost draussen haben ich nicht die geringste Zerstörung erkennen können.
Dieser aufgeblasene und gebrannte Ton ist absolut wasserunlöslich und verhält sich im Substrat völlig inert.

Hast Du das Seramis in China bestellt?


Offline Tobias

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Re: Dactylorhiza incarnata
« Antwort #38 am: 20.Apr.17 um 19:46 Uhr »
Seramis habe ich vor etwa sieben Jahren verwendet, innerhalb weniger Monate hat es sich teilweise in den Containern ohne Frosteinfluss aufgelöst und einen roten Schmier gebildet, in der Folge gingen die meisten Pflanzen darin ein.

Seramis ist für mich etwas für die Fensterbank. Allgemein verwende ich viel Blähton und Bims um den Boden zu verbessern.
Da ich nur noch absolut winterharte Erdorchideen im Freiland halte, kommt Seramis so oder so nicht in Frage.
Hallo Simon,
vielen Dank für deine Antwort. Im Freiland hatte ich auch immer bedenken, darum verwende ich da auch Bims und Blähton.
Liebe Grüße
Tobias
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Offline Claus

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Re: Dactylorhiza incarnata
« Antwort #39 am: 20.Apr.17 um 20:49 Uhr »
Seramis enthält immer einen gewissen Feinanteil, der z.B. bei intensivem Gießen unten aus einem Topf ausgetragen wird.
Wer Chemiker werden will, muss Chemie studieren; wer Jurist oder Arzt werden will, muss Jura oder Medizin studieren. Aber um Politiker zu werden, ist lediglich das Studium der eigenen Interessen notwendig. (Max O’Rell)


Offline Berthold

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Re: Dactylorhiza incarnata
« Antwort #40 am: 20.Apr.17 um 21:35 Uhr »
Seramis enthält immer einen gewissen Feinanteil, der z.B. bei intensivem Gießen unten aus einem Topf ausgetragen wird.
Ja, Claus, aber dieser Feinanteil ist minimal, hier verschwindet der Feinanteil (Abrieb) schon beim ersten Giessen des trockenen Substrates.
Vielleicht gab es einen Fertigungsfehler bei dem Seramis von Simon.


Offline Uhu

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Re: Dactylorhiza incarnata
« Antwort #41 am: 19.Mai.17 um 19:43 Uhr »
der Samen sollte eigentlich ochroleuca bringen - mit der incarnata bin ich auch zufrieden
Grüße Jürgen


Offline Berthold

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Re: Dactylorhiza incarnata
« Antwort #42 am: 21.Mai.17 um 12:02 Uhr »
Eine incarnata, die sich im Garten ausgesät und in 2016 schon geblüht hatte. Da ich die Arte für kurzlebig halte, habe ich sie im Sommer ausgegraben und mit neuem Substart aus der Nachbarschaft neu eigesetzt.
In diesem jahr blüht sie wieder und hat eine stattliche Höhe von fast 50 cm erreicht.

Darunter eine überfärbte incarnata var. haematodes von Simon via "Erwin" aus dem Grugapark grins
Die Pflanze ist zierlich und nur 20 cm hoch.